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Dänische Kohortenstudie zu Handynutzung und Krebs
- Aufgrund der rasanten Ausbreitung der Nutzung von Mobiltelefonen stellt sich die Frage nach möglichen Gesundheitsschäden, insbesondere Krebserkrankungen im Kopfbereich (zum Beispiel Hirntumoren, Augentumoren, Akustikusneurinome), da hier die Exposition durch elektromagnetische Felder am größten ist.
- In Dänemark wurde eine Kohortenstudie zu dieser Thematik durchgeführt.
- Für alle drei Beobachtungszeiträume ergab sich kein erhöhtes Krebsrisiko durch Handynutzung.
- Die Ergebnisse der Studie sind mit denen der meisten anderen epidemiologischen Studien vergleichbar, die weitgehend übereinstimmend kein erhöhtes Krebsrisiko in den ersten zehn Jahren einer Handynutzung gezeigt haben.
Aufgrund der rasanten Ausbreitung der Nutzung von Mobiltelefonen stellt sich die Frage nach möglichen Gesundheitsschäden, insbesondere Krebserkrankungen im Kopfbereich (zum Beispiel Hirntumoren, Augentumoren, Akustikusneurinome), da hier die Exposition durch elektromagnetische Felder am größten ist. Die Aussagekraft vieler epidemiologischer Studien zu dieser Thematik ist zum Teil durch kurze Beobachtungszeiträume (Zeiten zwischen erster Handynutzung und möglichen Tumordiagnosen) und durch geringe Fallzahlen eingeschränkt.
Dänische Kohortenstudie gehört zu den größten Erhebungen weltweit
In Dänemark wurde eine Kohortenstudie zu dieser Thematik durchgeführt. Für die Studie wurden alle Däninnen und Dänen ausgewählt, die im Zeitraum zwischen 1982 und 1995 erstmals einen Handyvertrag abgeschlossen haben. Nach Ausschluss aller Personen beziehungsweise Handyverträge, welche die vorher festgelegten Kriterien für die Aufnahme in die Studie nicht erfüllten (darunter 200.507 Firmenverträge, die keiner Einzelperson zugeordnet werden konnten), verblieben mehr als 420.095 Personen. Damit gehört die endgültige Kohorte zu den weltweit größten zum Thema Handynutzung.
Im Beobachtungszeitraum bis 1996 ergab sich kein erhöhtes Krebsrisiko durch Handynutzung
Für die Kohorte wurde mit Hilfe des zentralen dänischen Bevölkerungsregisters und des dänischen Krebsregisters ermittelt, wie viele Personen an Krebs erkrankten. Die Häufigkeit von Krebsneuerkrankungen bei den Handynutzern wurde mit der Häufigkeit in der Allgemeinbevölkerung Dänemarks verglichen. Daraus konnten die Wissenschaftler berechnen, ob die Handynutzer ein höheres Risiko haben, an Krebs zu erkranken.
Im Jahr 2001 wurden die Ergebnisse der ersten Auswertung für den Beobachtungszeitraum bis 1996 im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht. Es zeigte sich kein Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Risiko, an Krebs zu erkranken. Folgende Krebsarten wurden untersucht:
- Hirn- oder Nervensystemkrebs
- Speicheldrüsenkrebs
- Leukämie
Im Beobachtungszeitraum bis 2002 zeigte sich ebenfalls kein erhöhtes Krebsrisiko für Handynutzer
Aufgrund der kurzen Beobachtungsdauer bis 1996 waren bis zur ersten Auswertung nur wenige Krebsfälle bei Langzeitnutzern festzustellen. Aus diesem Grunde wurde der Beobachtungszeitraum um sechs Jahre bis 2002 verlängert. Im Dezember 2006 wurden die dazugehörigen Ergebnisse erneut im Journal of the National Cancer Institute veröffentlicht.
Auch für den verlängerten Beobachtungszeitraum bis 2002 zeigte sich kein erhöhtes Krebsrisiko für Handynutzer. Dies gilt für Hirn- und Nervensystemtumoren, Speicheldrüsenkrebs, Akustikusneurinome, Augentumoren und Leukämie – sowohl für Kurzzeit- als auch für Langzeitnutzer/innen (mehr als zehn Jahre).
Die Studie weist allerdings einige methodische Schwächen auf:
- Handynutzer, deren Vertrag über eine Firma lief, wurden ausgeschlossen - dies könnten jedoch gerade die Vielnutzer sein.
- Die Vergleichsgruppe aus der Allgemeinbevölkerung Dänemarks bestand nicht nur aus Nicht-Handynutzern.
- Es ist nicht auszuschließen, dass die Personen, die den Handyvertrag abgeschlossen haben, das Handy weitergegeben haben und somit gar nicht selbst damit telefonierten.
- Es konnten mögliche Störfaktoren (Confounder) nicht abgefragt und somit auch nicht berücksichtigt werden.
Die Aussagekraft dieser Studie ist deshalb eingeschränkt.
Auch im verlängerten Beobachtungszeitraum bis 2007 kein erhöhtes Krebsrisiko für Handynutzer
Im Jahr 2011 wurden die ersten Ergebnisse des bis zum Jahr 2007 verlängerten Beobachtungszeitraums im British Medical Journal veröffentlicht. Hier lag der Fokus auf der statistischen Auswertung möglicher Hirntumorerkrankungen. Im Jahr 2013 wurden ebenfalls für diesen Beobachtungszeitraum Daten zu Hautkrebs im American Journal of Epidemiology veröffentlicht. In beiden Untersuchungen zeigte sich kein erhöhtes Krebsrisiko für Handynutzer.
Ergebnisse stimmen mit denen anderer epidemiologischer Studien überein
Die Ergebnisse der Studie sind mit denen der meisten anderen epidemiologischen Studien vergleichbar, die weitgehend übereinstimmend kein erhöhtes Krebsrisiko in den ersten zehn Jahren einer Handynutzung gezeigt haben.
Unklar ist die Situation für Langzeitnutzer/-innen. Dies gilt auch nach Auswertung der sogenannten INTERPHONE-Studie, der größten bisher durchgeführten Studie zum Risiko von Gehirntumoren und zur Nutzung von Mobiltelefonen. Sie umfasst eine erhebliche Anzahl von Teilnehmern, die seit mindestens zehn Jahren Mobiltelefone benutzten. Insgesamt wurde kein erhöhtes Risiko für Gliome oder Meningeome beobachtet, das auf die Nutzung von Mobiltelefonen zurückgeführt werden könnte. Bei der Gruppe von Personen, die sehr lange und sehr oft Mobiltelefone benutzt hatten, zeigten sich Hinweise auf ein möglicherweise erhöhtes Risiko für Gliome und Akustikusneurinome.
Da aber auch die INTERPHONE-Studie methodische Schwächen hat, kann die Frage, ob für Langzeitnutzer/-innen ein erhöhtes Risiko für Hirntumoren besteht, derzeit nicht beantwortet werden.
Stand: 07.12.2022