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Natürliche Infrarot (IR)-Strahlungsquellen sind die Sonne und das
Feuer. Der infrarote Anteil der den Erdboden erreichenden Sonnenstrahlung
beträgt knapp 50 Prozent. Das angenehme Wärmeempfinden beim Aufenthalt in der Sonne
wird von einem großen Teil der Bevölkerung geschätzt. Die IR-Strahlung der
Sonne wird in erster Linie zur Materialtrocknung benutzt. Offenes Feuer strahlt
zum überwiegenden Teil im IR-Bereich, nur geringfügig im sichtbaren Bereich.
Hohe IR-Bestrahlungsstärken von 200 Watt pro Quadratmeter und mehr treten hauptsächlich in
der Glas-, Eisen- und Stahlindustrie als Folge hoher Prozesstemperaturen auf.
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Infrarotlicht (für größere Ansicht Grafik anklicken)
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Praktische Anwendung findet die Infrarotstrahlung
vornehmlich bei der kontaktlosen Übertragung von Wärme. Die meisten künstlichen
IR-Strahlungsquellen sind thermische Strahler. Für Wärmebehandlungen in der
Industrie werden Infrarotöfen eingesetzt, zum Beispiel für Trocknungsprozesse oder zur
Kunstharz-Polymerisation. Die üblichen Bestrahlungsstärken liegen dabei im
Bereich von einem bis acht Kilowatt pro Quadratmeter.
Kommerziell verfügbare IR-Strahler bestehen zumeist aus
Chromnickelstahl- oder Aluminiumstahl-Drähten, die in metallische Reflektoren
eingesetzt sind. IR-Strahler werden bis cirka 1000° Celsius heiß.
In der Medizin aber auch im Wellness-Bereich, zum Beispiel in
Infrarot-Wärmekabinen werden zur Wärmebehandlung des menschlichen Körpers
IR-Bestrahlungslampen (siehe Abbildung) eingesetzt.
Die Glühwendeltemperaturen dieser Lampen liegen bei cirka 2000° C. Das Kolbenmaterial besteht aus Quarzglas, das für IR-Strahlung
durchlässig ist. Die Bestrahlungsstärken dieser Lampen liegen im Bereich von
100-300 Watt pro Quadratmeter.
Nachtsichtgeräte und Infrarotkameras machen sich die
Tatsache zunutze, dass jeder Körper IR-Strahlung abgibt, wobei Intensität und Wellenlänge
der Strahlung von der Temperatur des Körpers abhängen.
In der Elektronik wird IR-Strahlung für die drahtlose
Kommunikation eingesetzt. Infrarotfernbedienungen, Infrarotschnittstellen für
Computer und Lichtschranken arbeiten dabei im Wellenlängenbereich zwischen 880
und 950 Nanometer, da in diesem Bereich Fotodioden und Fototransistoren die höchste Empfindlichkeit aufweisen.
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