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No English version available. Die Radonkarte Deutschlands gibt eine Orientierung über die regionale
Verteilung der Radonkonzentration in der Luft in den Porenräumen des
Bodens (Bodenluft) 1 m unter der Erdoberfläche. Datenbasis sind bis
September 2003 durchgeführte Messungen an insgesamt 2346 geologisch
repräsentativen Messorten. Die Dichte der Beprobung wurde der
geologischen Variabilität angepasst. In Gebieten mit höherem geogenen
Radonpotenzial und stark wechselnder Geologie liegen die Messorte
dichter beieinander als in Regionen mit mittlerem bis niedrigem
Radonpotenzial. Die flächendeckende Schätzung der Radonkonzentration in
der Bodenluft erfolgte mittels einer abstandsgewichteten Interpolation
zwischen den Messorten innerhalb generalisierter geologischen Einheiten
auf der Basis eines regelmäßigen Rasters von 3 km x 3 km.

Übersicht über die
Radonkonzentration in der Bodenluft in 1 m Tiefe auf der Datenbasis von September 2003 (eine größere Karte
erhalten Sie durch Anklicken der Grafik)
Die Radonkonzentration in der Bodenluft ist ein Maß dafür, wie viel
Radon im Untergrund zum Eintritt in ein Gebäude zur Verfügung steht.
Typischerweise liegt das Verhältnis von Radon in der Raumluft zu Radon
in der Bodenluft bei ca. 1 bis 5 ‰, d.h. bei einer Aktivitätskonzentration in der Bodenluft
von 100 kBq/m³ können in 10 bis 50% der Gebäude über 100 Bq/m³ in
Aufenthaltsräumen vorkommen. Wie wahrscheinlich das Auftreten erhöhter
Radonkonzentrationen ist, hängt u. a. vom Baualter und –zustand des
Gebäudes ab.
Die Karte gibt deshalb auch Hinweise darauf, in welchen Regionen mit
erhöhten Radonkonzentrationen in der Raumluft zu rechnen ist. In
Gebieten, für die nur Radonkonzentrationen in der Bodenluft von weniger
als 20 kBq/m³ prognostiziert wurden, sind erhöhte Radonkonzentrationen
in der Raumluft in weniger als einem Prozent der Gebäude zu erwarten.
Die Karte dient zur Prognose der Radonkonzentration in der Bodenluft
ausschließlich im regionalen Maßstab. Aus der für eine Rasterfläche
prognostizierten Radonkonzentration in der Bodenluft kann nicht auf die
Radonkonzentration in der Bodenluft an einem Standort (z.B. einem
Baugrundstück) und deshalb auch nicht auf Konzentration in einem
einzelnen Haus geschlossen werden. Ursachen sind die oft kleinräumigen
Variationen der Radonkonzentrationen in der Bodenluft und die
unterschiedliche Bauweisen.
In Gebieten mit Radonkonzentrationen in der Bodenluft von weniger
als 20 kBq/m³ bieten die üblichen Maßnahmen gegen Bodenfeuchte in der
Regel einen ausreichenden Schutz gegen erhöhte Radonkonzentrationen.
Diese sollten sorgfältig und mit besonderem Augenmerk auf
Schwachstellen (z. B. Rohrdurchführungen) ausgeführt sein. In Gebieten,
für die höhere Radonkonzentrationen in der Bodenluft prognostiziert
wurden, sollte das Radon bei der Errichtung von neuen Häusern in
Betracht gezogen werden. Ggf. können zur Bewertung eines Standortes
Messungen der Radonkonzentration in der Bodenluft angeraten sein. Zur
Bewertung der Situation in bestehenden Häusern solcher Gebiete werden
Messungen der Radonkonzentration in der Raumluft empfohlen.
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