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Ionising Radiation > ... > Information zu nordkoreanischem Atombombentest
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Aktuelle Information zum von Nordkorea verkündeten unterirdischen Atombombentest
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No English version available. Am 25.05.2009 um 2:54 MESZ haben seismische Messgeräte des internationalen Messnetzes zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens (CTBTO) Erschütterungen in Nordkorea erfasst. Unmittelbar danach hat Nordkorea bekannt gegeben, es habe einen unterirdischen Atombombentest durchgeführt. Erste Analysen der seismischen Messungen scheinen zu bestätigen, dass es sich um einen atomaren Test handelt. Die geschätzte Stärke der Explosion beträgt zwischen sechs und zehn Kilotonnen und ist damit etwa 10 mal größer als beim letzten von Nordkorea durchgeführten unterirdischen Test im Oktober 2006. Diese Explosion fand in der gleichen Region wie beim vorangegangenen Test statt.
Ob dabei tatsächlich eine Kernwaffe gezündet und Radioaktivität freigesetzt wurde, können allerdings nur Messungen der Radioaktivität der Luft in der Region nachweisen. Die CTBTO betreibt ein weltweites Netz mit insgesamt 80 Spurenmessstationen für Radioaktivität in der Luft zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens. Davon sind mehrere Messstationen in der Region. Das BfS ist als Betreiber von einer von insgesamt 4 Messstationen in Europa auf dem Schauinsland in Freiburg an diesem Netzwerk beteiligt und hat aufgrund seiner jahrzehntelangen international anerkannten Expertise angeboten, sich an den Messungen und der Dateninterpretation der vor Ort genommenen Proben zu beteiligen.
Analysiert werden die Proben auf die Isotope des radioaktiven Edelgases Xenon, da bei einem unterirdischen Bombentest praktisch nur Edelgase an die Luft entweichen können. Die CTBTO führt anhand der vor Ort vorherrschenden Wetterlage Berechnungen der Ausbreitung des Edelgases durch. Aufgrund der derzeitigen Wetterlage werden sich eventuell freigesetzte Radionuklide in südlicher bis südöstlicher Richtung ausbreiten und werden voraussichtlich von den Messstellen in Südkorea und Japan erfasst. Mit ersten relevanten Messergebnissen ist im Laufe des Mittwoch oder des Donnerstag zu rechnen. Aufgrund der großen Entfernung ist es unwahrscheinlich, dass Radioisotope auch auf dem Schauinsland in Freiburg erfasst werden können. Eine Gefährdung für Mensch und Umwelt in Deutschland besteht nicht.
Detaillierte Informationen zum Messnetz finden Sie hier.
Weitere Informationen:
www.ctbto.org
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