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Luftüberwachung an der Messstation Schauinsland


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Luftradioaktivität

Abbildung 1: Natürliche Radioaktivität (blau) und künstlicher Anteil (rosa) an der gemessenen Beta-Aktivität für die vergangenen 14 Tage an der Station Schauinsland. Die Grafik wird wöchentlich aktualisiert.

(für eine größere Ansicht die Grafiken anklicken).

Luftradioaktivität (künstlich)

Abbildung 2: Errechnter künstliche Anteil an der gemessenen Beta-Aktivität an der Station Schauinsland.
Die Grafik wird wöchentlich aktualisiert.

Luftradioaktivität (künstlich)

Abbildung 3: Natürliche Radioaktivität (blau) und künstlicher Anteil (rosa) an der gemessenen Betaaktivität an der Station Schauinsland im Zeitraum vom 21.03. – 12.05.2011

Luftradioaktivität (künstlich)

Abbildung 4: Errechneter künstlicher Anteil an der gemessenen Beta-Aktivität an der Station Schauinsland im Zeitraum vom 21.03. – 12.05.2011

Zur Messung der Radioaktivität in der Luft setzt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zwei Verfahren ein: die Luftüberwachung und die Spurenanalyse.

Bei der Luftüberwachung wird mit Messsystemen kontinuierlich die natürliche und künstliche Radioaktivität in der Atmosphäre gemessen. Die Messergebnisse liegen bei diesen Methoden innerhalb von nur wenigen Stunden vor. Um geringste Spuren an Radioaktivität nachzuweisen, wird der Luftstaub mit Großflächenfiltern über sieben Tage gesammelt und anschließend ausgewertet.

Aufgrund der hohen Zeitauflösung und der angewendeten Messverfahren ist die erreichte Empfindlichkeit der Luftüberwachung deutlich kleiner im Vergleich zur Spurenanalyse.

Aktuelle Messergebnisse der Luftüberwachung

Aktivitätskonzentration des natürlich vorkommenden Radons und errechneter Anteil an künstlicher Beta-Aktivität

Die natürliche Radioaktivität in der Luft kommt im Wesentlichen durch das radioaktive Edelgas Radon und dessen Tochternuklide. Das Edelgas Radon diffundiert aus dem Boden in die Luft. Die Konzentration dort zeigt hohe Schwankungen je nach Wetterlage. Die zur Luftüberwachung verwendeten Messsysteme können diese natürliche Radioaktivität von zusätzlicher künstlicher Radioaktivität unterscheiden (Abbildung 1). Eine radioaktive Wolke mit künstlichen radioaktiven Stoffen wie nach Tschernobyl wäre an einem signifikanten Anstieg der rosa Kurve erkennbar (Abbildung 1).

Die kleinen Schwankungen der rosa Kurve ergeben sich aus dem Berechnungsverfahren und sind in Abbildung 2 noch einmal vergrößert dargestellt. Diese Schwankungen liegen in der Natur der Messmethode und zeigen, dass das System korrekt arbeitet. Die negativen Werte entstehen bei der Berechnung durch statistische Schwankungen. Sie stellen keinen Messfehler dar.

Bei halbautomatischen Systemen muss der Filter regelmäßig von Hand ausgetauscht werden, um nicht zu verstopfen. Durch den Filterwechsel resultieren die in den Diagrammen ersichtlichen turnusmäßigen Datenlücken. Bei vollautomatischen Systemen werden die so genannten Schrittfilter in einem bestimmten Zeittakt automatisch weiter transportiert.

Ergebnisse der Luftüberwachung zum Ereignis in Fukushima

Aktivitätskonzentration des natürlich vorkommenden Radons und errechneter Anteil an künstlicher Beta-Aktivität

Die Abbildung 3 und 4 zeigen Ergebnisse der Luftüberwachung an der Messstation Schauinsland im Zeitraum vom 21.3. bis 12.5.2011. In dieser Zeit wurden mit Hilfe der Spurenanalyse sehr geringe Mengen künstlicher Radionuklide aus Fukushima auf dem Schauinsland gemessen. Diese Aktivitäten sind mit der Luftüberwachung nicht nachweisbar. Sie sind extrem gering im Vergleich zur natürlich vorkommenden Radioaktivität in der Luft, die in Deutschland im Freien kontinuierlich bei einigen Becquerel je Kubikmeter Luft liegt.

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