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Aktuelle Messwerte des BfS für atmosphärische Radioaktivität von der Messstation Schauinsland sowie von bundesweiten und globalen Messnetzen
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No English version available. An der Spurenmessstelle Schauinsland des BfS in Freiburg wird die Radioaktivität in der Luft überwacht. Dabei gibt es drei Bereiche, die sich in ihrer Nachweisempfindlichkeit und Aktualität bei der Bereitstellung von Messergebnissen unterscheiden:
- Spurenanalyse (zeitaufwändig und sehr empfindlich): Hochempfindliche Messsysteme, bei denen Tages- oder Wochenproben genommen werden. Für die Analyse werden bis zu 1000 Kubikmeter Luft pro Stunde durch große Filter gepumpt, auf denen sich die Aerosole abscheiden. Anschließend werden die Filter mindestens 24 Stunden lang gemessen. Hiermit ist es möglich, sehr niedrige Aktivitätskonzentrationen einzelner Radionuklide bis 1 Becquerel in 1.000.000 Kubikmeter Luft nachzuweisen.
- Luftüberwachung (schneller und weniger empfindlich): Automatische Messsysteme mit kleineren Filtern, bei denen die Messung zum Teil bereits während der Probenahme beginnt und die daher innerhalb von einer halben Stunde Messergebnisse liefern können. Die Nachweisgrenze bei diesen Systemen liegen etwa bei 1 Becquerel pro Kubikmeter Luft.
Beiden Messsystemen ist gemeinsam, dass künstliche Radioaktivität von natürlicher Radioaktivität in der Messprobe unterschieden werden kann. - Das Überwachungsprogramm am Standort wird durch die Messung der von außen auf den Menschen einwirkenden Umgebungsstrahlung (= Gamma-Ortsdosisleistung, ODL) komplettiert. Diese Messergebnisse werden im Routinebetrieb im Zwei-Stunden-Rhythmus abgerufen, bei einer unfallbedingten Kontamination der Umwelt im Zehn-Minuten-Takt. Sie sind also sehr schnell erhältlich, dafür geben sie aber keine Auskunft über die Radionuklidzusammensetzung. Die Sonden arbeiten nicht mit Filtern, sondern messen ausschließlich die Höhe und die Veränderung der gesamten Umgebungsstrahlung, der ein Mensch ausgesetzt ist.
Aktuelle MessergebnisseSpurenanalyse in Deutschland und weltweit
Luftüberwachung an der Messstation Schauinsland
Gamma-Ortsdosisleistung
Messergebnisse zum Ereignis in Fukushima
Luftüberwachung an der Messstation Schauinsland
Gamma-Ortsdosisleistung
- Die aus Japan nach Europa transportierten radioaktiven Stoffe betrugen nur einen kleinen Bruchteil der auch sonst in Deutschland messbaren Strahlung. Daher war durch die ODL-Sonden keine Erhöhung infolge des Unfalls in Japan nachweisbar.
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