BfS Topics in the Bundestag
Elektromagnetische Emissionen von Kompaktleuchtstofflampen
Full-body Scanners
Statement on the Issue of Possible Effects on Animals and Plants
Bioinitiative Report
Risk Factors for Childhood Leukemia
REFLEX Final Report
Comments on the “Naila Mobilfunkstudie” by the BFS
Comments on electrosmog shielding mats
DECT Phones, ÖKO-TEST February 2004
BfS statement to ÖKO-TEST's investigation into baby monitors
DECT phones, ÖKO-TEST September 2002
Electronic Article Surveillance

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Electronic Article Surveillance


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Warensicherungsanlagen in Kaufhäusern sollen den Diebstahl von Waren verhindern. An den zu sichernden Waren wird je nach Art des Gegenstands ein hartes Etikett oder ein Klebeetikett befestigt. Wird dieses Etikett nicht entfernt oder deaktiviert, bevor die Detektoranlage durchschritten wird, so wird ein Alarm ausgelöst.

Zur Zeit sind viele verschiedene Techniken im Einsatz, die zur Detektion der Etiketten entweder niederfrequente Magnetfelder oder hochfrequente elektromagnetische Felder (siehe Tabelle "Quellen hochfrequenter Strahlung") verwenden und dabei mit kontinuierlichen Signalen oder mit unterschiedlichen Pulsformen arbeiten. Genaue Informationen über die verwendeten Frequenzen und Pulsformen sowie über die Intensität der verwendeten magnetischen oder elektromagnetischen Felder stehen in vielen Fällen nicht zur Verfügung.

Grundsätzlich arbeiten alle Systeme nach dem gleichen Prinzip: Meist im Kassenbereich oder am Ausgang des Geschäftes befindet sich der Überwachungsbereich in Form eines magnetischen oder elektromagnetischen Feldes. Dieses entsteht dadurch, dass ein Sender nieder- oder hochfrequente Signale an einen Empfänger schickt. Wird ein aktives Sicherungsetikett durch den Überwachungsbereich bewegt, so wird das Feld zwischen Sender und Empfänger gestört und ein Alarm erzeugt.

Die Funktionsweise der Geräte bedingt, dass sich der Bereich der höchsten Feldstärke zwischen Sender und Empfänger befindet. Außerhalb des Überwachungsbereiches nimmt die Feldstärke mit zunehmender Entfernung rasch ab.

Expositionsmessungen ergaben, dass bei Anlagen, die mit niederfrequenten Feldern arbeiten, zwischen Sender und Empfänger Pulsspitzen mit einer magnetischen Flussdichte von über 100 µT auftreten können. Die von der ICNIRP empfohlenen Referenzwerte für die allgemeine Bevölkerung wurden in vielen Fällen überschritten. Auch bei Anlagen, die im Frequenzbereich zwischen 8,8 und 10,2 MHz arbeiten, wurden Überschreitungen der empfohlenen Referenzwerte für die Bevölkerung festgestellt. Für den Frequenzbereich zwischen 2400 und 2500 MHz liegen keine Informationen vor.

Die Referenzwerte sind so festgesetzt, dass eine Überschreitung nicht in jedem Fall eine Überschreitung der Basisgrenzwerte für die Körperstromdichte bzw. für die Energieaufnahme zur Folge hat. Um dies zu prüfen, müssen detailliertere Untersuchungen durchgeführt werden. Insgesamt ist aber anzumerken, dass die Expositionen in der Regel sehr kurz sind und dass somit gesundheitliche Gefährdungen für die allgemeine Bevölkerung durch Warensicherungsanlagen eher unwahrscheinlich sind. Für Träger aktiver oder passiver Körperhilfen (wie z.B. Herzschrittmacher, Infusionspumpen oder metallische Implantate) sind besondere Vorsichtsmaßnahmen notwendig. Falls Sie zu diesem Personenkreis gehören, sollten Sie sich in jedem Fall beim behandelnden Arzt darüber informieren, ob bei ihrem Gerät eine Beeinflussung durch Warensicherungsanlagen möglich ist. Vorsichtshalber sollten Sie sich nie länger als unbedingt nötig im Feldbereich aufhalten, d. h. die Anlagen so zügig wie möglich durchschreiten und sich im Fall von Warteschlangen im Kassenbereich nicht zwischen den Detektoren aufhalten.

Um das Risiko einer Beeinflussung von aktiven und passiven Körperhilfen durch Warensicherungsanlagen so weit wie möglich zu reduzieren, müssen die Träger von medizinischen Implantaten verstärkt auf mögliche Beeinträchtigungen durch solche Anlagen aufmerksam gemacht werden. Hersteller, aber auch Krankenkassen und Ärzte, sollten den betroffenen Patienten geeignete Informationen zur Verfügung stellen. Darüber hinaus müssen weitere Kenntnisse über die Ursachen der Beeinflussung medizinischer Implantate gewonnen werden, um deren Empfindlichkeit gegenüber elektromagnetischen Störungen zu verringern.

Es ist zu erwarten, dass die Zahl derartiger Anlagen weiter zunimmt und dass die Anwendungsmöglichkeiten durch eine Weiterentwicklung der Technik (als Radio Frequency Identification, RFID bezeichnet) noch ausgeweitet werden. So ist es bereits jetzt möglich, bestimmte Informationen in den Warenetiketten zu speichern und damit z.B. Inventur und Bezahlung zu vereinfachen oder den Weg bestimmter Güter zu verfolgen. Im Rahmen des Umweltforschungsplans geht das BfS aktuellen einschlägigen Fragestellungen im Vorhaben „Bestimmung der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern, die durch den Einsatz von Radio Frequency Identification (RFID) Technologien entstehen“ nach. Ein erster Zwischenbericht, der u.a. eine Marktübersicht und das Ergebnis einer Literaturrecherche enthält, steht zum Download als PDF-Datei (300 kB) bereit. Unabhängig davon sollten Hersteller entsprechender Anlagen mehr Informationen über die technischen Eigenschaften der Anlagen zur Verfügung stellen, um dem Strahlenschutz eine Beurteilung möglicher gesundheitlicher Auswirkungen zu ermöglichen. Außerdem muss eine möglichst geringe Exposition der Bevölkerung durch derartige Anlagen bereits bei der Entwicklung verstärkt berücksichtigt werden. Zu berücksichtigen ist dabei auch die Belastung des Personals an solchen Arbeitsplätzen, das nicht nur durch die Detektoren, sondern auch durch die Geräte zur Aktivierung und Deaktivierung der Etiketten exponiert wird.

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