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Electromagnetic Fields > ... > DECT phones, ÖKO-TEST September 2002
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BfS statement on the Article on DECT Phones “Ganz schön sendebewusst”, ÖKO-TEST September 2002
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No English version available. Die gepulsten, permanenten Signale der Basisstationen von DECT-Telefonen werden in der Öffentlichkeit häufig als Gesundheitsgefährdung eingestuft. Bereits in der ÖKO-Test Ausgabe vom November 1999 wurde vor digitalen schurlosen Telefonen nach dem DECT-Standard gewarnt. In dem ÖKO-Test Beitrag "Ganz schön sendebewusst" vom September 2002 wurde das Thema DECT-Telefone wieder aufgegriffen: "Inwieweit diese Strahlung dem Menschen schadet, ist noch nicht wissenschaftlich belegt. Es verdichten sich aber Hinweise aus Studien, dass das Nerven- und Hormonsystem des Menschen beeinträchtigt, sowie Erbgutschäden und Krebs gefördert werden." Zitiert wurden keine Studien, sondern "eindrucksvolle" Beispiele aus der Praxis des Baubiologen und ÖKO-Test Beraters Wolfgang Maes.
13 DECT-Telefonmodelle wurden getestet mit der Fragestellung, ob sich die Telefone in ihrer Strahlungsintensität unterscheiden und ob Apparate mit unbedenklichen Strahlungswerten erhältlich sind. Alle untersuchten Telefone fielen beim Test durch, da die Strahlungsstärke der Telefone als zu hoch bewertet wurde. Als Grundlage der Bewertung wurde von ÖKO-Test ein Wert von 100 µW/m2 gewählt.
Bewertung des ÖKO-Test Artikels durch das BfS
Es ist nicht richtig, dass sich Hinweise zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch Mobilfunkfelder verdichten. Nach Begutachtung der aktuellen wissenschaftlichen Literatur durch zum Beispiel SSK, ICNIRP oder WHO gibt es keine belastbaren Hinweise auf mögliche gesundheitsschädigende Wirkungen durch amplitudenmodulierte Hochfrequenzfelder. Auch die von ÖKO-Test getroffene Aussage "Gepulste Strahlung ist für die Gesundheit riskanter als herkömmliche ungepulste" ist wissenschaftlich nicht belegt.
Zudem ist zu bemerken, dass die maximale Sendeleistung von 250 mW bei DECT-Geräten (Basisstation und Mobilteil) im Vergleich zu den bei ähnlicher Frequenz (etwa 1800 MHz) arbeitenden Handys des E-Netzes (1000 mW) vergleichsweise gering ist. Auf Grund des Zeitschlitzverfahrens (bei 24 Zeitschlitzen in 10 ms ergibt sich ein gepulstes Signal mit einer Wiederholungsfrequenz von 100 Hz) ist die mittlere abgestrahlte Leistung
eines DECT-Gerätes max. 10 mW. Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurde der maximale SAR für ein in typischer Position am Kopf betriebenes generisches
Modell eines DECT-Mobiltelefons in einem anatomischen Kopfmodell berechnet (Mittelung über 10 g); der Wert lag unter 0,05 W/kg (der Basisgrenzwert für Teilkörperexposition liegt bei 2 W/kg).
Die von Öko-Test veröffentlichten Messungen an DECT Systemen sind nur kurz, aber plausibel dargestellt. Mögliche Fehlerquellen (zum Beispiel Kalibrierung des Spektrumanalysators) können auf Grundlage der Veröffentlichung nicht abgeschätzt werden, die gemessenen Werte sind jedoch in vergleichbarer Größenordnung mit Werten aus ähnlichen Studien (z.B. Prof. Dr. Wuschek, EM-Institut, Regensburg; NOVA-Institut, Hürth). Die Bewertung der DECT-Geräte durch ÖKO-Test fiel vor allem deshalb so negativ aus, weil der von ÖKO-Test-Mitarbeitern gewählte Bezugswert ohne eine nachvollziehbare wissenschaftliche Begründung mit 100 µW/m2 extrem niedrig gewählt war. Im Vergleich dazu liegen die gesetzlichen Grenzwerte (26. BImSchV) für den Frequenzbereich der DECT-Telefone bei 9 W/m2 (90 000fach höher). Die Vorsorgewerte des Nova-Institutes liegen bei 0,09 W/m2, die des Ecolog-Institutes bei 0,001 W/kg (immer noch zehnmal höher als der "ÖKO-Test-Grenzwert"). Es ist zu hinterfragen, ob ein von ÖKO-Test derart niedrig angesetzter Wert eine nicht zu rechtfertigende Verunsicherung der Verbraucher bewirkt.
Unabhängig von der Aussage, dass nach aktuellem Wissensstand in der DECT-Technik kein gesundheitsgefährdendes Potenzial zu erkennen ist, ist eine Minimierung der persönlichen Strahlenbelastung immer anzustreben. Aus diesem Grund ist zum Beispiel das permanente Senden der meisten DECT-Geräte im Stand-by-Betrieb
zu beanstanden. Daher empfiehlt das BfS, bei diesen Geräten aus Vorsorgegründen
einen Daueraufenthalt in unmittelbarer Nähe zur DECT-Basisstation zu vermeiden.
Außerdem sollten Basisstationen nicht im Kinder- und Schlafzimmer aufgestellt
werden. Mittlerweile sind DECT-Geräte verfügbar, die eine Abschaltung beziehungsweise Absenkung des Kontrollsignals zwischen Basisstation und Mobilteil ermöglichen, wenn sich das Mobilteil in der Basisstation befindet (siehe „Strahlungsarme DECT-Schnurlostelefone“).
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