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Bioinitiative Report


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Der Bericht der "BioInitiative Working Group", einer Gruppe von kritischen Wissenschaftlern aus Europa und den USA, wurde am 31. August 2007 veröffentlicht und sorgte national und international für öffentliche Diskussionen. Er war unter anderem Gegenstand des Beitrags „Bei Anruf Hirntumor?“ des Magazins "Report Mainz" der ARD vom 29. Oktober 2007.

Die Autoren des sogenannten „BioInitiative Reports“ kommen zu dem Ergebnis, dass die derzeit geltenden Grenzwerte die Bevölkerung nicht ausreichend vor einem Gesundheitsrisiko durch hoch- und niederfrequente elektromagnetische Felder (EMF) schützen und fordern deshalb eine Senkung der Grenzwerte.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat den Bericht unmittelbar nach dessen Publikation einer ersten Prüfung unterzogen und festgestellt, dass er klare wissenschaftliche Schwächen aufweist: Insbesondere werden Vermischungen der gesundheitlichen Wirkungen von niederfrequenten und hochfrequenten Feldern vorgenommen, die fachlich nicht zulässig sind. Die überwiegende Mehrzahl der dem Report zugrunde liegenden Studien ist nicht neu: Sie wurden bei der Festlegung der derzeit gültigen Grenzwerte bereits berücksichtigt. Im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) wurden die dem Report zugrunde liegenden Studien und der Report selbst vom BfS aber erneut ausgewertet und bewertet (siehe Abschlussbericht des DMF).

Das BfS hat von 2002 bis 2008 mit dem Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) eines der größten Programme zur Erforschung noch offener wissenschaftlicher Fragen auf dem Gebiet der gesundheitlichen Risiken hochfrequenter elektromagnetischer Felder durchgeführt. Ziel des Programms war es, grundsätzliche biologische Wirkungen und Mechanismen wissenschaftlich belastbar nachzuweisen und unter Einbeziehung internationaler Forschungsergebnisse deren gesundheitliche Relevanz abzuschätzen. Des Weiteren sollten mögliche Ursachen der Elektrosensibilität aufgeklärt werden. Die Ergebnisse sollten für den gesamten Bereich der Telekommunikation relevant sein und möglichst auch für zukünftige Entwicklungen Aussagen zulassen. Die Ergebnisse dieses Programms wurden vom BfS der internationalen Fachwelt sowie der Öffentlichkeit präsentiert. Vor der Abschlusskonferenz wurden die Ergebnisse in Fachgesprächen mit anerkannten Wissenschaftlern und unter internationaler Beteiligung diskutiert und ausgewertet.

Die Ergebnisse des DMF geben insgesamt keinen Anlass, die Schutzwirkung der bestehenden Grenzwerte in Zweifel zu ziehen. Das BfS empfiehlt aber weiterhin einen vorsichtigen Umgang mit dem Mobilfunk, da die Hinweise auf mögliche gesundheitliche Risiken bei einer langfristigen Handynutzung sowohl für Erwachsene und insbesondere für Kinder noch nicht vollständig ausgeräumt werden können.


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