relationship between low-frequency electric and neurode-generative diseases
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Possible relationship between low-frequency electric and magnetic fields and neurode-generative diseases


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Mehrere epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass neurodegenerative Erkrankungen (meist langsam fortschreitende Erkrankungen des Nervensystems mit fortschreitendem Verlust von Nervenzellen, die häufig zu Demenz und/oder Bewegungsstörungen führen) verstärkt bei starker beruflicher Exposition mit niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern auftreten.

Mehrere epidemiologische Studien zeigen einen Zusammenhang

Eine Meta-Analyse berichtet aufgrund von 14 ausgewerteten Kohorten- und Fall-Kontroll-Studien über ein erhöhtes Risiko beruflich exponierter Personen, an Alzheimer zu erkranken (Garcia et al. 2008). Eine weitere Arbeit zeigt bei Personen, die in einer Entfernung von weniger als 50 Metern zu einer Hochspannungsleitung (220 – 380 Kilovolt) wohnen, ein erhöhtes Risiko für die Alzheimer Krankheit (Huss et al. 2008). Das Risiko steigt zusätzlich mit der Wohndauer.

Eine andere aktuelle Übersichtsarbeit hat 13 epidemiologische Studien ausgewertet und erkennt einen konsistenten Zusammenhang zwischen amyotropher Lateralsklerose (ALS) - einer Erkrankung des Nervensystems mit fortschreitender und irreversibler Schädigung der Nervenzellen, die für die Muskelbewegungen verantwortlich sind - und beruflicher Exposition mit niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern. Die Autoren der Arbeit fordern weitere Forschung (Kheifets et al. 2009).

Bisher ist nicht geklärt, ob elektrische und magnetische Felder tatsächlich die Erkrankungen auslösen

Insgesamt scheint es vor allem bei der Alzheimer Erkrankung und der ALS, nicht aber bei der Parkinson-Krankheit und der multiplen Sklerose einen statistischen Zusammenhang zu geben. Ob die Erkrankungen tatsächlich ursächlich mit niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern zusammenhängen und welche Wirkmechanismen zugrunde liegen, ist nicht geklärt.

Für die Entstehung der Alzheimer-Erkrankung werden Ablagerungen (sogenannte "Plaques") und das Absterben von Zellen im Gehirn verantwortlich gemacht. An diesen Vorgängen sind Veränderungen bestimmter Gene beteiligt.
Eine der Ursachen für die Entstehung der Erkrankung "amyotrophe Lateralsklerose" ist ebenfalls die Veränderung eines bestimmten Gens.

BfS fördert Forschungsvorhaben, um offene Fragen zu beantworten

Das BfS fördert das Forschungsvorhaben „Auswirkungen niederfrequenter elektromagnetischer Felder auf die Entstehung und den Verlauf von neurodegenerativen Erkrankungen im experimentellen Modell“ an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz. Darin soll geprüft werden, ob die oben beschriebenen Ergebnisse der epidemiologischen Studien in kontrollierten Laborversuchen (an genetisch veränderten – transgenen - Mäusen mit Defekten in den an Alzheimer und ALS beteiligten Genen) bestätigt werden können und ein Wirkmechanismus gefunden werden kann. Das Vorhaben mit einer geplanten Laufzeit von vier Jahren hat am 01.10.2008 begonnen.

Als erstes Ergebnis wurde im Rahmen des Projektes eine Literaturstudie erstellt, in der die bisher publizierten wissenschaftlichen Arbeiten zum Zusammenhang zwischen niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern und neurodegenerativen Erkrankungen zusammengetragen und bewertet werden. Erste Ergebnisse des experimentellen Teiles der Studie werden Ende 2012 erwartet.

Literaturstudie

Die Literaturstudie "Auswirkung von niederfrequenten elektromagnetischen Feldern auf die Entstehung und den Verlauf der Alzheimer Erkrankung und der Amyotrophen Lateralsklerose: Literatur-Übersicht über den derzeitigen wissenschaftlichen Stand" ist zu finden im Digitalen Online Repositorium und Informations-System (DORIS) des Bundesamtes für Strahlenschutz. Bitte beziehen Sie sich beim Zitieren dieses Dokumentes immer auf folgende URN: urn:nbn:de:0221-201004201532

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