WiMAX


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WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) ist ein neuer Standard für regionale Funknetze. Da mit diesem Standard theoretisch mehrere Kilometer Reichweite und Datenraten von mehreren Mbit/s möglich sind, wird WiMAX oft als „großer Bruder“ von WLAN bezeichnet. Insbesondere in ländlichen Gegenden, in denen aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen keine kabelgebundene Internetversorgung vorhanden oder geplant ist, kann WiMAX für Netzbetreiber eine Alternative zur Überbrückung der sogenannten „letzten Meile“ zum Kunden darstellen.

Der für die WiMAX-Technologie  prinzipiell nutzbare Frequenzbereich reicht von 2 – 66 GHz. Aufgrund der Konkurrenz mit anderen Technologien sind aber in der Praxis nur einige Frequenzbereiche innerhalb dieses Gesamtbereichs für WiMAX verfügbar. Im Frequenzbereich zwischen 10 und 66 GHz sind vor allem Richtfunkanwendungen angesiedelt. Das  lizenzfreie Band um 2,4 GHz wird schon intensiv z.B. für Bluetooth benutzt. Aufgrund der zu erwartenden Interferenzen und der stark begrenzten maximalen Sendeleistung von 0,1 Watt kommt es für WiMAX eher nicht in Frage. Für die allgemeine Nutzung für die drahtlose Breitbanddatenübertragung (Broadband Wireless Access, BWA) stehen daher derzeit im Wesentlichen 2 Frequenzbänder zur Verfügung: das lizenzpflichtige 3,5 GHz-Band und das lizenzfreie 5 GHz-Band.

Ende 2006 hat die für die Vergabe der Lizenzen zuständige Bundesnetzagentur die Frequenzbänder im 3,5 GHz-Band  in einem Versteigerungsverfahren vergeben. Derzeit bauen die bei der Versteigerung erfolgreichen Bieter Ihre Netze auf.

Um möglichst frühzeitig eine belastbare Datengrundlage für die von WiMAX – hervorgerufenen Expositionen der Bevölkerung in Deutschland zu schaffen wird derzeit im Rahmen des Umweltforschungsplans des Bundesumweltministeriums (UFOPLAN) ein Forschungsvorhaben durchgeführt. Dabei sollen gleichermaßen die Beiträge von Basisstationen sowie Access-Points und Endgeräten berücksichtigt werden. Maximal mögliche und durchschnittlich zu erwartende Expositionen in möglichst unterschiedlichen praxisrelevanten Szenarien sollen bestimmt werden. Nach den bisher vorliegenden Ergebnissen ist die Exposition durch die mobilen Endgeräte deutlich höher als durch die Basisstationen, die international empfohlenen Richtwerte werden aber in realistischen Anwendungssituationen nicht erreicht. Die Messwerte für die Exposition durch die WiMAX-Basisstationen lagen im Mittel etwa eine Größenordnung unter denen für UMTS-Anlagen.