Press Release 015 as of 2006/09/04

Nur Standortvergleich führt zur besten Lösung für die Endlagerung


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Keine der zur Endlagerung radioaktiver Abfälle möglichen Gesteins­formationen wie Salz, Ton oder Granit ist generell der anderen vorzu­ziehen. Dies ist – wie die stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Katherina Reiche, in einer Presseerklärung vom vergangenen Sonntag (3. September) zu Recht feststellt &ndash eine der zentralen Aussagen des Abschlussberichtes zu einem umfangreichen Untersuchungsprogramm zu sicherheitstechnischen und konzeptionellen Fragen der Endlagerung radioaktiver Abfälle, den das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) Ende letzten Jahres vorgelegt hat.

Die logische Konsequenz aus diesem Befund kann nicht lauten, dass deshalb ein neues Standortsuchverfahren nicht sinnvoll sei. Im Gegenteil: Die Vorteile von Wirtsgesteinen sind nur im Vergleich von Standorten zu ermitteln. Dieses Verfahren ent­spricht internationalen Standards und wird der Komplexität der Auf­gabe gerecht. Die sichere Lagerung hochradioaktiver Stoffe über 1 Million Jahre erfordert die bestmögliche Lösung.

Unzutreffend ist zudem der von Frau Reiche erweckte Eindruck, es gebe bereits eine Eignungsaussage für den Standort Gorleben. Richtig ist, dass die Eignung eines jeden potentiellen Endlager­standortes &ndash also auch von Gorleben &ndash erst über den Langzeitsicherheits­nachweis festgestellt wird. Der Langzeitsicherheitsnachweis erfolgt im Planfeststellungsverfahren, im Fall Gorleben wäre das selbst bei unver­züglicher Wiederaufnahme der Erkundungsarbeiten frühestens etwa 2022.

Das weitere Vorgehen bei der Endlagersuche wird vom Bundes­umweltministerium vorgeschlagen und von der Bundesregierung fest­gelegt.