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No English version available. Infoblatt März 2005
Vom Risiko natürlicher UV-Strahlung…
Die natürliche UV-Strahlung der Sonne umgibt uns ständig: im Alltag, in
der Freizeit und im Urlaub. Da gebräunte Haut häufig mit Aktivität,
Attraktivität und Gesundheit in Verbindung gebracht wird, setzen sich
viele Menschen im zunehmenden Maße der Sonne aus.
Dabei werden die schädigenden Einflüsse der UV-Strahlung - wie
Sonnenbrände, Beeinträchtigungen der Augen, frühzeitige Hautalterung
und das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken - nicht genügend beachtet.
…und künstlicher UV-Strahlung
Die negativen Einflüsse der UV-Strahlung auf die menschliche Gesundheit
nehmen deutlich zu, wenn zusätzlich zu der natürlichen UV-Strahlung
eine Belastung in Form von künstlicher UV-Strahlung durch Nutzung von
Solarien und Heimsonnen erfolgt.
Die in Solarien eingesetzte, künstlich erzeugte UV-Strahlung kann
dieselben akuten und chronischen Gesundheitsschäden hervorrufen wie
die natürliche UV-Strahlung.
Personen mit folgenden Merkmalen sind besonders gefährdet:
- empfindliche Haut,
- auffällige oder zahlreiche Pigmentmale, Leberflecken oder Sommersprossen,
- Erkrankungen an Hautkrebs oder seinen Vorstufen,
- familiäre Veranlagung zu Hautkrebs,
- transplantierte Organe.
Empfehlungen
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und die Strahlenschutzkommission
[1] raten wegen der bestehenden Risiken generell davon ab, künstliche
UV-Strahlung zu kosmetischen Zwecken, zur Steigerung des allgemeinen
Wohlbefindens oder zur Gesundheitsvorsorge einzusetzen. Kinder und
Jugendliche unter 18 Jahren sollten Solarien nicht nutzen.
Davon ausgenommen sind UV-Bestrahlungen im Rahmen ärztlich verordneter Therapiemaßnahmen unter fachkundiger Anleitung.
Menschen, denen die gesundheitlichen Risiken bekannt sind und die
dennoch nicht auf die Nutzung von Solarien und Heimsonnen verzichten
wollen, sollten unbedingt
- im Vorfeld das individuelle, eventuell erhöhte Risiko mit dem Hautarzt abklären,
- die Anzahl der Solarienbesuche minimieren,
- die Anzahl der Sonnenbäder (Sonne und Solarium) auf maximal 50 pro Jahr begrenzen,
- vor dem Urlaub auf Vorbräunung im Solarium verzichten, da die zusätzliche UV-Bestrahlung das Gesamtrisiko erhöht,
- ausschließlich Geräte nutzen, die den Kriterien des vom BfS
einberufenen „Runden Tisch Solarium“ entsprechen [2] und die von
sachkundigem Personal betreut werden,
- keine Sonnenschutzmittel, Kosmetika sowie Duftstoffe im Vorfeld und während des Solariumbesuches anwenden,
- im Solarium immer eine Schutzbrille tragen,
- ein geeignetes Solarium mit Hilfe des „Solarium-Checks“ [3] auswählen.
Solarium-Check
Nehmen Sie Ihr Sonnenstudio genau unter die Lupe, bevor Sie
Ihrer Haut die künstliche Strahlung zumuten. Mit dem nachfolgenden
Solarium-Check können Sie das Sonnenstudio ganz einfach Punkt für
Punkt testen.
Sie sollten sich für ein Solarium entscheiden, bei dem alle Punkte der Liste erfüllt sind.
Das Sonnenstudio
- ist ein beaufsichtigtes Sonnenstudio (keine Münzautomaten!).
Das Personal
- hat mich auf die Gesundheitsschädlichkeit hingewiesen und mir Informationen über die Wirkung der UV-Strahlung ausgehändigt.
- lässt keine Personen unter 18 Jahren oder mit Hauttyp 1 auf die Sonnenbank.
- hat sich erkundigt, ob ich Medikamente genommen habe und darauf
hingewiesen, dass ich nur ungeschminkt und ohne Parfüm auf die
Sonnenbank sollte.
- hat meinen Hauttyp bestimmt.
- hat mich gefragt, wie lange mein letzter Solariumbesuch zurückliegt.
- hat meine Anfangsbesonnungszeit errechnet.
- hat sich nach eventuellen Sonnenbränden und Hautkrankheiten erkundigt.
- hat mir (ungefragt) eine Schutzbrille gegeben
Das Bräunungsgerät
- ist mit dem Hinweis versehen: „Vorsicht! UV-Strahlung kann Schäden an Augen und Haut verursachen. Schutzhinweise beachten!“
- ist mit Angaben zur maximalen Anfangsbestrahlung und maximalen Höchstbestrahlung versehen.
- schaltet sich nach der Höchstbestrahlungsdauer automatisch ab
[1] Information Nummer 6 „Schutz des Menschen vor den Gefahren der UV-Strahlung in Solarien“, 2001 (www.ssk.de)
[2] „Kriterienkatalog SSK-konformer Solarien“ (www.bfs.de/uv/solarien/kriterienkatalog.html)
[3] Broschüre „Selbstverteidigung für Solariumgänger“ der
Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Prävention e.V. (ADP)
(www.unserehaut.de) und der Deutschen Krebshilfe e.V.
(www.krebshilfe.de)
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