Materialsammlung zur internen Radiodekontamination von Personen - 0046/07/BMS
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urn:nbn:de:0221-2009082147 BfS-RESFOR-18/09
Einleitung
Wie der Fall Litvinenko im November 2006 gezeigt hat, ist das Problem der internen Radiokontamination bzw. –dekontamination höchst aktuell. Da die Abschätzung einer Folgedosis nach Inkorporation von Radionukliden und die Durchführung eventuell nötiger Dekontaminationsmaßnahmen spezielles Fachwissen erfordert, ist es sinnvoll, zur Entscheidungshilfe eine Materialsammlung mit den wesentlichen Daten und Informationen zur Hand zu haben. Zu diesem Zweck wurde eine umfangreiche Studie der internationalen Literatur durchgeführt, deren Ergebnis das vorliegende Werk ist.
Bei der Zusammenstellung der relevanten Fakten wurde Wert auf die Möglichkeit der schnellen Auffindung der jeweils gesuchten Information gelegt. Die Materialsammlung besteht daher aus zwei Teilen:
Im allgemeinen Teil werden nach einer kurzen Zusammenstellung möglicher Expositionsszenarien die verschiedenen Wege der Aufnahme und Ausscheidung von radioaktiven Substanzen beschrieben. Nach einem Überblick über die gängigen Nachweismethoden wird – sofern möglich - für verschiedene Szenarien das jeweils adäquate Verfahren zur Abschätzung der internen Folgedosis vorgestellt. Ein weiteres Kapitel liefert Informationen über nicht nuklidspezifische Methoden der inneren Dekontamination und die verschiedenen Klassen von Dekontaminationsmitteln. In einem besonderen Abschnitt wird die Dekontamination von Wunden behandelt.
Der spezielle Teil enthält für jedes ausgewählte Radionuklid die relevanten Informationen für Nachweis, Folgedosisermittlung und Dekontamination. Ein eigener Abschnitt behandelt spezielle Dekontaminationsmittel (Eigenschaften, Dosierung, Nebenwirkungen etc.).
Eine umfangreiche Literatursammlung zum Thema sowie ein Anhang mit nützlichen Kontaktadressen bilden den Abschluss.