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Die Sonne ist die wichtigste UV-Strahlenquelle. Ihre UV-Intensität
in Bodennähe ist ausreichend hoch, um einen großen Einfluss auf die
Gesundheit des Menschen sowie auf terrestrische und aquatische
Ökosysteme auszuüben. Eine erwartete Verringerung des
Gesamtozongehaltes in der Atmosphäre würde diesen Einfluss weiter
erhöhen. Aus diesem Grund ist die bodennahe solare UV-Strahlung ein
weiterer wichtiger Umweltparameter geworden, der ständig erfasst und
strahlenhygienisch sowie ökologisch bewertet werden muss.
In den letzten Jahrzehnten ist eine besorgniserregende Zunahme
der Hautkrebserkrankungen zu beobachten. Diese Zunahme steht im
Zusammenhang mit einer erhöhten UV-Exposition, die vor allem auf ein
verändertes Freizeit- und Sozialverhalten großer Teile der Bevölkerung
zurückzuführen ist. Um das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, möglichst
gering zu halten, ist ein vernünftiger Umgang mit der Sonne geboten.
Dazu ist es notwendig, der Bevölkerung eine Einschätzung ihrer
aktuellen und zukünftigen UV-Belastung zu ermöglichen (UV Index).
Diese Empfehlung bleibt auch angesichts des positiven Aspekts der
Induktion der Vitamin D3 Synthese durch UV unverändert. Zudem ist
hierfür bereits eine Sonnenexposition von etwa 10 Minuten am Tag
ausreichend.
Darüber hinaus ist bei einer Erhöhung der erwarteten
UV-Strahlung mit Schäden an Ökosystemen zu rechnen. Während sich der
Mensch durch angepasstes Verhalten vor den Folgen erhöhter
UV-Strahlung schützen kann, ist dies für Pflanzen nicht möglich.
Dies erfordert besondere Aufmerksamkeit für die Fragen nach
den möglichen pflanzlichen Reaktionen auf UV-Strahlung, nach dem Grad
der Empfindlichkeit von verschiedenen Pflanzenarten, nach der Art
möglicher Schutzmechanismen und der Frage, ob diese Schutzmechanismen
ausreichen, um Schäden durch eine erhöhte UV-Strahlung zu vermeiden.
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