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Häufig gestellte Fragen zum Thema "UV-Index"

1.

Was bedeutet der UV-Index (UVI)?

2.

Wie wird der UV-Index (UVI) ermittelt?

3.

Welche Faktoren beeinflussen den UV-Index?

4.

Welche UVI-Werte treten regional auf?


1.

Was bedeutet der UV-Index (UVI)?

Der UV-Index (abgekürzt UVI) beschreibt den am Boden auftretenden Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung und bezieht sich stets auf eine horizontale Fläche.
Je höher der UVI an einem Tag ist, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten. Die Zeit bis zum Eintreten eines Sonnenbrands hängt vom Hauttyp und vom Grad der Vorbräunung ab. Bei Menschen mit sehr empfindlicher Haut und rötlichen Haaren setzt ein Sonnenbrand sehr früh ein, bei brünetten Typen dagegen deutlich später. Auch ohne Sonnenbrand kann UV-Strahlung Hautschäden verursachen, daher sollte der UV-Schutz unabhängig von der Sonnenbrandgefahr erfolgen. Daher empfiehlt das BfS, bereits bei einem UVI von 3 und höher sinnvolle Schutzmaßnahmen zu ergreifen.

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2.

Wie wird der UV-Index (UVI) ermittelt?

Das Bundesamt für Strahlenschutz und das Umweltbundesamt messen gemeinsam seit 1993 im Verbund mit weiteren assoziierten Institutionen kontinuierlich die bodennahe UV-Strahlung der Sonne. Dazu wird ein UV-Messnetz mit verschiedenen Standorten in Deutschland betrieben. In Neuherberg (bei München) befindet sich die Messnetzzentrale, die zusätzlich zum UV-Monitoring in einem eigenen UV-Kalibrierlabor die Qualitätssicherung durchführt und die gesundheitliche Bewertung und Speicherung der gesamten Messdaten übernimmt.

Für die gesundheitliche Bewertung ist die Wellenlänge der UV-Strahlung bedeutsam, daher wird die UV-Strahlung nach Wellenlängen aufgeschlüsselt gemessen. Diese Messwerte werden im Hinblick auf ihre biologische Wirkung bewertet. Der Grund: Energiereiche Anteile der UV-Strahlung verursachen eher einen Sonnenbrand als energieärmere. Eine biologische Bewertungskurve (Erythem-Wirkungsspektrum der internationalen Beleuchtungskommission CIE) beschreibt diesen Zusammenhang. Das Ergebnis ist ein „bewertetes UV-Spektrum“. Daraus wird die „sonnenbrandwirksame Bestrahlungsstärke“ (Eeff) berechnet, indem die wellenlängenabhängigen Ergebnisse über den gesamten UV-Bereich zu einem Zahlenwert zusammengefasst werden. Die Maßeinheit dieses Zahlenwerts ist Watt pro Quadratmeter [W/m2]. Aus dem höchsten Eeff-Wert pro Tag (Spitzenwert) wird der UVI abgeleitet: Der übermittelte UVI entspricht dem 40-fachen des täglichen Spitzenwerts der sonnenbrandwirksamen Bestrahlungsstärke am Erdboden.

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3.

Welche Faktoren beeinflussen den UV-Index?

Der UVI hängt vor allem vom Sonnenstand ab; er ändert sich daher am stärksten mit der Jahreszeit und der geografischen Breite. Die Gesamtozonkonzentration in der Atmosphäre (nicht zu verwechseln mit der bodennahen Ozonkonzentration bei „Sommersmog“), die Bewölkung und die Höhenlage eines Ortes spielen ebenfalls eine Rolle. Leichte Bewölkung verringert den UVI kaum, bei besonderen Bewölkungssituationen kann sich der UVI durch zusätzliche Streustrahlung gegenüber dem UVI bei klarem Himmel sogar erhöhen. Da sich der UVI stets auf eine horizontale Fläche bezieht, beeinflussen Reflexionen an Sand und Schnee die Höhe des UVI nur geringfügig. Daher ist die Strahlenbelastung auf Schnee, auf dem Wasser und am Strand auf hellen Sandflächen aufgrund der reflektierten UV-Strahlung oft höher als der UVI angibt, so dass in solchen Situationen besonders auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten ist.

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4.

Welche UVI-Werte treten regional auf?

Am Äquator beträgt der UVI bei unbedecktem Himmel auf Meereshöhe etwa 12. In Deutschland werden im Sommer UVI-Werte bis 8 erreicht, in den Hochlagen der süddeutschen Gebirgsregionen sogar noch höhere Werte. Die aktuellen UVI-Werte Deutschlands finden Sie hier.

Ein UVI-Wert in Deutschland ist genauso zu bewerten wie der gleiche Wert in Kenia oder Kanada. Das BfS veröffentlicht typische UVI-Werte verschiedener Städte weltweit für den 21. des jeweiligen Monats. Die Werte, die durch Modellrechnung mit einem Strahlungstransferprogramm ermittelt werden, finden Sie hier. Zu beachten ist, dass die angegebenen UVI Werte nur Orientierungswerte für die jeweils typischen atmosphärischen Bedingungen darstellen und situationsbedingt auch höher liegen können.

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