Grundlagen zu Solarien
Anwendung künstlicher UV-Strahlung
Wirkung künstlicher UV-Strahlung
Zertifizierung und rechtliche Regelungen
Verfassungsgericht zu Solarienverbot für Minderjährige
Solarium-Check

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Solarium-Check
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt jedem, der trotz der gesundheitlichen Risiken ein Sonnenstudio aufsuchen möchte, grundsätzlich dessen Qualität selbst zu überprüfen. Dazu dient eine praktikable Checkliste – der Solarium-Check.

Der Solarium-Check – Der Check für Ihre Gesundheit

Kann einer der aufgelisteten Punkte nicht mit „ja“ beantwortet werden, dann sollten Sie dieses Sonnenstudio nicht nutzen – unabhängig davon, welches Zertifikat Sie dort vorfinden:

Das Sonnenstudio

  • ist ein durch speziell geschultes Fachpersonal beaufsichtigtes Studio.

Das Personal

  • lässt keine Person unter 18 Jahren oder mit Hauttyp I beziehungsweise II ins Solarium;
  • hat auf die Gesundheitsschädlichkeit der UV-Strahlung hingewiesen;
  • hat ungefragt eine Informationsschrift über die Wirkung der UV-Strahlung ausgehändigt. Die Inhalte der Informationsschrift sind veröffentlicht in der UV-Schutz-Verordnung, Bundesgesetzblatt, 2011 (im PDF auf Seite 16 und 17);
  • hat sich erkundigt, ob
    • Medikamente genommen werden;
    • häufige Sonnenbrände vor allem in der Kindheit aufgetreten sind;
    • auffällige und / oder viele Muttermale vorhanden sind;
    • Hautkrankheiten und / oder Hautkrebserkrankungen auch in der Familie bestehen beziehungsweise bestanden;
  • rät vom Solarienbesuch ab, wenn mindestens eine dieser Fragen mit „Ja“ beantwortet wurde;
  • fragt, wie lange der letzte Solariumsbesuch zurückliegt;
  • bestimmt den Hauttyp;
  • berechnet die Anfangsbesonnungszeit;
  • erstellt einen individuellen Dosierungsplan über zehn Besonnungen;
  • händigt ungefragt eine Schutzbrille aus;
  • weist darauf hin, dass man nur ungeschminkt und ohne Parfüm auf die Sonnenbank soll.

In den Geschäftsräumen findet man (gut sicht- und lesbar)

  • den Hinweis „Benutzung von Solarien für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren verboten";
  • einen Aushang der Ausschlusskriterien. Die Ausschlusskriterien sind veröffentlicht in der UV-Schutz-Verordnung, Bundesgesetzblatt, 2011 (im PDF auf Seite 15 oben);
  • Informationsmaterialien.

In der Kabine findet man (gut sicht- und lesbar)

  • einen Aushang der Schutzhinweise. Die Schutzhinweise sind veröffentlicht in der UV-Schutz-Verordnung, Bundesgesetzblatt, 2011 (im PDF auf Seite 15 unten);
  • Information zur maximalen Bestrahlungsdauer der Erstbestrahlung spezifisch für das in der Kabine stehende Gerät;
  • Information zur maximalen Höchstbestrahlungsdauer für Hauttyp I bis IV spezifisch für das in der Kabine stehende Gerät und mit dem Hinweis, dass die Bestrahlung von Hauttyp I und II ausgeschlossen ist.

Das Bräunungsgerät

  • verfügt über eine Notabschaltung;
  • hat eine Markierung für den einzuhaltenden Mindestabstand, wenn die Entfernung der bestrahlten Person zum Gerät variabel eingestellt werden kann;
  • ist mit dem Hinweis versehen: „Warnung!“ „Vorsicht! UV-Strahlung kann akute Schäden an Augen und Haut verursachen, führt zu vorzeitiger Hautalterung und erhöht das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Empfehlungen zum Gesundheitsschutz beachten! Schutzbrille tragen! Medikamente und Kosmetika können die UV-Empfindlichkeit der Haut erhöhen.“;
  • wird vom Personal gereinigt und desinfiziert.

Weitere Informationen

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