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Optische Strahlung > Ultraviolette Strahlung (UV) > FAQs UV-Strahlung
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Häufig gestellte Fragen zum Thema "UV-Strahlung"
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1.
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Was versteht man unter UV-Strahlung?
Die
ultraviolette (UV-) Strahlung ist der energiereichste Teil der
optischen Strahlung. Aufgrund ihrer Energie ist UV-Strahlung im
elektromagnetischen Spektrum zwischen dem sichtbaren Licht und der ionisierenden Strahlung angesiedelt.
Die UV-Strahlung wird in drei Wellenlängenbereiche eingeteilt: UV-C-Strahlung (100 - 280 nm); UV-B-Strahlung (280 - 315 nm) und UV-A-Strahlung (315 - 400 nm). Je kürzer die Wellenlänge desto energiereicher ist die Strahlung und umso schädigender wirkt sie beim Menschen.
Die wichtigste natürliche UV-Strahlenquelle ist die Sonne. Der UV-Anteil der Sonnenstrahlung, der am Erdboden ankommt, variiert in hohem Maße und ist vornehmlich vom Sonnenstand (geographische Breite, Tages- und Jahreszeit), vom Gesamtozongehalt der Atmosphäre und der Bewölkung abhängig. Durch das Ozon in der hohen Atmosphäre (Stratosphäre) wird die energiereiche UV-C-Strahlung vollständig und die UV-B-Strahlung teilweise zurückgehalten. Ein
Teil der UV-B-Strahlung und fast die gesamte UV-A-Strahlung dringen bis zur
Erdoberfläche durch.
UV-Strahlung kann auch künstlich erzeugt werden. Eine für den Strahlenschutz sehr bedenkliche Anwendung künstlicher UV-Strahlung sind Solarien.
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2.
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Ist die UV-Strahlung von Halogenlampen gefährlich?
Das BfS hat kurz nach Einführung von Halogenlampen Untersuchungen zu deren UV-Strahlung und möglichen gesundheitlichen Wirkungen durchgeführt. Bei einigen Halogenstrahlern kam es im Nahbereich zwischen 30 und 60 cm zu UV-Belastungen, die die von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung (ICNIRP) empfohlenen Richtwerte deutlich überschritten. Inzwischen sind die Hersteller dazu übergegangen, bei
Halogenlampen spezielle Glasmaterialien einzusetzen oder vor der Lampe eine
UV-Filterscheibe anzubringen, die den schädlichen UV-Anteil ausfiltern. Beim
Kauf einer Halogenlampe sollte daher darauf geachtet werden, dass die Lampe
einen UV-Filter aufweist. Besonders wichtig ist die UV-Filterung beim Einsatz
von Halogenlampen in Körpernähe, z. B. in Schreibtisch- oder Leselampen.
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3.
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Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ozonwerten und UV-Strahlung?
Das Ozon in der Atmosphäre absorbiert in starkem Maße die kurzwellige UV-Strahlung der Sonne. Eine Ausdünnung der Ozonschicht in der Atmosphäre bewirkt daher grundsätzlich eine Zunahme der UV-B-Strahlung auf der Erdoberfläche.
Eine genaue Vorhersage über die Entwicklung der kurzwelligen
UV-Komponenten auf der Erdoberfläche ist wegen der in Frage 1 genannten
komplizierten Zusammenhänge nicht möglich. Insbesondere ist die zukünftige Entwicklung der Ozon-Konzentration in der Atmosphäre nicht absehbar. Nähere Einzelheiten hierzu finden Sie auf der englischsprachigen Internetseite der World
Meteorological Organisation (WMO).
Das Bundesamt für Strahlenschutz misst die solare UV-Strahlung und bewertet die Auswirkungen veränderter UV-Strahlung im Hinblick auf gesundheitliche Risiken. Hierzu wird seit 1993 zusammen mit dem Umweltbundesamt und weiteren assoziierten Institutionen ein UV-Messnetz betrieben, um die UV-Strahlung an mittlerweile 10 verschiedenen Standorten in Deutschland kontinuierlich zu messen. Für die gesundheitliche Bewertung ist neben
der Intensität auch die Wellenlänge der UV-Strahlung bedeutsam. Daher wird die
UV-Strahlung nach Wellenlängen aufgeschlüsselt gemessen. Die Ergebnisse werden
veröffentlicht und es werden Empfehlungen zum Schutz der Bevölkerung daraus
abgeleitet. Aufgrund der klimatisch bedingten starken Schwankungen der
UV-Exposition am Erdboden wird erwartet, dass erst nach langjährigen Messreihen
Trends über die Auswirkungen der Ozonausdünnung in der hohen Atmosphäre
(Stratosphäre) auf die UV-Exposition am Erdboden nachgewiesen werden können.
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4.
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Welche Wirkung hat die UV-Strahlung der Sonne?
In Maßen genossen, steigert das Sonnenlicht das
Wohlbefinden. Daran sind neben der UV-Strahlung vor allem die Infrarotstrahlung
und das sichtbare Licht beteiligt. Geringe Mengen an UV-B-Strahlung werden für
die Bildung von Vitamin D benötigt.
Im Laufe der menschlichen Entwicklung haben sich in der Haut Schutzmechanismen ausgeprägt: es handelt sich um die durch UV stimulierte Bräunung (die sog. Melaninbildung) sowie um die Verdickung der obersten Hautschicht, der Hornschicht (Bildung der Lichtschwiele). Die braune Hautfarbe,
die von vielen Menschen als Zeichen für gutes Aussehen betrachtet wird, und die
Lichtschwiele dienen der Haut als Schutzmechanismen gegen eine
Schädigung durch zu viel UV-Strahlung.
Schädlich wirkt die UV-Strahlung hauptsächlich auf die Haut des Menschen und auf das Auge. Es ist jeweils zwischen akuten (sofortigen) und chronischen Wirkungen zu unterscheiden.
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5.
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Welche akuten Wirkungen hat die UV-Strahlung beim Menschen?
Eine akute Schädigung der Haut stellt der Sonnenbrand dar. Es handelt sich dabei um eine sichtbare Entzündungsreaktion der Haut, die erst einige Stunden nach der UV-Bestrahlung auftreten kann und nach 6 bis 24 Stunden ihre höchste Ausprägung erreicht. Sonnenbrände können verschiedene Schweregrade aufweisen – von einer leichten Rötung bis hin zu einer schweren Verbrennung.
Weitere akute Hautreaktionen sind Überempfindlichkeitsreaktionen sowie photoallergische und phototoxische Reaktionen. Sie kommen vor allem durch das Zusammenwirken von UV-Strahlung und bestimmten Stoffen wie zum Beispiel Medikamenten, Kosmetika oder pflanzlichen Inhaltsstoffen zustande.
UV-Strahlung kann auch das Auge akut schädigen. Zu nennen sind
hier schmerzhafte Hornhaut- und Bindehautentzündungen.
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6.
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Welche chronischen Wirkungen können durch UV-Strahlung verursacht werden?
Die gefährlichste chronische Wirkung der UV-Strahlung ist die Entstehung von Hautkrebs. Hautärzte führen den seit Längerem beobachtbaren Anstieg von Hautkrebserkrankungen vor allem auf das veränderte Freizeit- und Sozialverhalten der Menschen zurück mit zum Beispiel häufigen Sonnenbädern, Urlauben im Süden, oder Solarienbesuchen. Nach aktuellen Hochrechnungen des Krebsregisters Schleswig-Holstein und der Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e. V. (GEKID) erkranken in Deutschland jährlich etwa 195.000 Menschen neu an Hautkrebs, mit steigender Tendenz. Rund 24.000 davon erkranken an dem bösartigen schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom. Selbst junge Menschen können bereits betroffen sein. Über 2.000 Menschen sterben jährlich an dieser Krankheit.
Häufige und intensive UV-Bestrahlung führt des Weiteren zu einer vorzeitigen Hautalterung. Vor allem UV-A-Strahlung dringt tief in die Haut ein und zerstört das Bindegewebe. Dadurch verringert sich die Elastizität der Haut. Falten und ein lederartiges Aussehen der Haut können bereits in jungen Jahren die Folge sein.
Bei den Augen kann UV-Strahlung langfristig zum Grauen Star (Katarakt), einer Linsentrübung, führen.
Zusätzlich zu den hier beschriebenen chronischen Wirkungen an Haut und Auge wird durch UV-Strahlung auch das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) geschwächt.
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7.
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Ist bei Kindern besondere Vorsicht geboten?
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass eine Belastung mit
UV-Strahlung im Kindes- und Jugendlichenalter mit dem erhöhten Risiko
verbunden ist, im Erwachsenenalter Hautkrebs zu entwickeln. Dementsprechend ist
vor allem bei Kindern und Jugendlichen auf einen ausreichenden Schutz vor
UV-Strahlung zu achten.
Bei Säuglingen und Kleinkindern bildet sich die Lichtschwiele, also der Eigenschutz der Haut, noch nicht aus. Daher sollten sie bis zum Alter von etwa zwei Jahren auf keinen Fall der direkten Sonne ausgesetzt werden. Im Lauf der Kindheit kommt es unter dem Einfluss von UV-Strahlung erst allmählich zur Bildung des Haut-Eigenschutzes. Entsprechend ist auch bei größeren Kindern besondere Vorsicht geboten.
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8.
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Wie kann man sich und seine Kinder vor UV-Schäden schützen?
Grundsätzlich ist ein maßvoller Umgang mit der Sonne angebracht. Dies bedeutet, sich unter Berücksichtigung des UV-Index,
des Standortes, des eigenen Hauttyps
und der individuellen UV-Empfindlichkeit rechtzeitig vor starker UV-Belastung
zu schützen. Das BfS empfiehlt bereits ab einem UV-Index von 3 Schutzmaßnahmen
gegen die UV-Strahlung zu ergreifen. Mittags ist die UV-Strahlung am stärksten,
daher sollte die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten verbracht werden, bei
hohen UV-Index-Werten ab 8 sogar im Haus.
Zu beachten ist, dass Schnee, Sand und Wasser die UV-Strahlung reflektieren und eine lockere Bewölkung die Intensität der UV-Strahlung unter Umständen sogar verstärken kann. Daher ist beim Wintersport oder beim Urlaub am Meer besondere Vorsicht geboten.
Draußen schützt am besten die richtige Kleidung. Leichte Hosen und langärmelige T-Shirts sowie eine Kopfbedeckung mit Nackenschutz sind hier angebracht. Auch beim Baden ist dies zu empfehlen (z. B. Badesachen mit UV-Schutz, T-Shirt). Die Augen werden am besten durch eine Sonnenbrille geschützt - gekennzeichnet mit UV400 oder 100%UV und mit Seitenschutz, der das Streulicht abhält. Unbedeckte Körperpartien sollten mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt werden, das sowohl im UV-B- als auch im UV-A-Bereich schützt. Das Sonnenschutzmittel sollte mindestens den Lichtschutzfaktor 20 haben - bei Kindern
und hellhäutigen Menschen (Hauttyp I und II) mind. 30 und höher. Es empfiehlt sich, Sonnenschutzmittel rund dreißig Minuten vor einem Sonnenbad großzügig aufzutragen und regelmäßig nachzucremen. Aber Achtung: Die Schutzzeit wird dadurch nicht (!) verlängert.
Parfüms, Deodorants und Rasierwässer sollten während eines
Sonnenbads nicht verwendet werden, da die Haut in Kombination mit UV-Strahlung
unter Umständen empfindlich darauf reagieren und sich bleibend verfärben könnte.
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9.
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Muss man sich auch im Winter vor UV-Strahlung schützen?
Auch im Winter kann eine hohe Belastung durch UV-Strahlung
auftreten, abhängig von der Höhenlage und den Schneeverhältnissen. In den
Bergen ist die UV-Strahlung meist von vornherein intensiver als im Flachland.
Hinzu kommt die Reflexion des UV-Strahlung durch den Schnee, wodurch gestreute
UV-Strahlung zusätzlich zur UV-Belastung beiträgt. Das erklärt, warum
Sonnenbrände beim Wintersport keine Seltenheit sind. Besonders gefährdet sind
die Augen.
In Extremlagen, beispielsweise auf einem Gletscher, gehören daher
Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Lichtschutzfaktor, Lippenschutz und
Sonnenbrille (gekennzeichnet mit UV400 oder 100%UV) zur Standardausrüstung. Bei
den Sonnenbrillen ist auf seitlichen Schutz zu achten, wodurch das Streulicht
abgehalten wird – so genannte Gletscherbrillen sind zu bevorzugen.
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