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Das Wort "Laser" ist die Abkürzung für "Light Amplification by Stimulated Emission of Radiation"
(Lichtverstärkung durch stimulierte Strahlungsemission) und bezieht
sich auf die Art der Strahlenerzeugung. Der Laser ist eine relativ
junge Erfindung, er wurde erstmals im Jahr 1960 mit einem Rubinkristall
realisiert.
Der erste Schritt zur Erzeugung von Laserstrahlung besteht in
der Anregung eines Lasermediums durch Energiezufuhr (als "Pumpen"
bezeichnet). Als Lasermedium können sehr unterschiedliche Stoffe
dienen. Verwendet werden Festkörper (wie z.B. ein Rubinkristall),
Halbleiter, Flüssigkeiten (wie z.B. gelöste Farbstoffe) oder Gase (wie
z.B. ein Gemisch aus Helium und Neon).
Die Zufuhr der Anregungsenergie kann durch Blitzlampen,
elektrische Gasentladungen, chemische Reaktionen oder einen anderen
Laser erfolgen. Einige der angeregten Atome oder Moleküle des
Lasermediums geben Photonen (Lichtquanten) ab und gehen dabei wieder in
den nichtangeregten Zustand über. Treffen diese Photonen auf andere
Atome oder Moleküle im angeregten Zustand, so geben diese ebenfalls
Photonen ab, die mit den aufgetroffenen Photonen in Wellenlänge, Phase
und Abstrahlrichtung exakt übereinstimmen. Diesen Vorgang nennt man
"stimulierte Emission". Um eine Verstärkung der Strahlung zu erreichen,
lässt man den Vorgang in einem Resonator ablaufen, d.h. die Strahlung
wird in einem Rohr an beiden Enden durch Spiegel reflektiert und
durchläuft so das Lasermedium mehrmals. Bei jedem Durchgang werden
weitere angeregte Atome oder Moleküle zur Abgabe von Photonen
stimuliert. Voraussetzung dafür ist, dass die Länge des Resonators
einem ganzzahligen Vielfachen der halben Wellenlänge entspricht. Einer
der beiden Spiegel ist halbdurchlässig, so dass ein Teil der Strahlung
das Lasermedium verlassen kann. Die austretende Laserstrahlung hat
mehrere beachtliche Eigenschaften:
- Sehr hohe Einfarbigkeit (Monochromasie) - sie weist genau eine Wellenlänge auf;
- Kohärenz - die Wellen sind sowohl zeitlich als auch räumlich "in
Phase", d.h. sie schwingen - bildlich gesprochen - genau parallel im
gleichen Takt;
- Starke Strahlenbündelung - der Durchmesser des Strahls ist auch bei großer Entfernung von der Quelle sehr gering;
- Hohe Strahlungsdichte - aufgrund der starken Bündelung und der
großen Verstärkung der Strahlung trifft auf eine kleine Fläche
Strahlung mit hoher Intensität auf. Die Strahlungsdichte der Sonne kann
damit um ein Vielfaches übertroffen werden.
Laserstrahlung kann in einem relativ großen Bereich des optischen Spektrums
erzeugt werden. Er reicht vom Infrarotbereich über das sichtbare Licht
bis zum UV. Der Wellenlängenbereich erstreckt sich von etwa 200 nm
bis etwa 10 000 nm.
Man kann Laser auch danach unterteilen, ob sie kontinuierlich
Strahlung aussenden oder gepulst arbeiten. Pulslaser können z.B. viele
Pulse in definierten zeitlichen Abständen aussenden oder aber
Einzelpulse. Für spezielle Anwendungen (z.B. Kernfusion) werden extrem
kurze (Dauer im Nanosekunden-Bereich) Einzelpulse mit außerordentlich
hohen Spitzenleistungen im Megawatt oder Gigawatt-Bereich erzeugt.
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