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Häufig gestellte Fragen zum Thema "UV-Strahlung"

1.

Was versteht man unter UV-Strahlung?

2.

Welche Wirkung hat die UV-Strahlung der Sonne?

3.

Was ist bei Kindern zu beachten?

4.

Welche akuten Wirkungen hat die UV-Strahlung beim Menschen?

5.

Welche chronischen Wirkungen können durch UV-Strahlung verursacht werden?

6.

Was bedeutet der UV-Index (UVI)?

7.

Wie wird der UV-Index (UVI) ermittelt?

8.

Wie kann man sich vor Sonnenbrand schützen?

9.

Sind Solarienbesuche gesundheitsschädlich?

10.

Wer sollte auf keinen Fall ins Solarium gehen?

11.

Was ist bei Solarienbesuchen auf jeden Fall zu beachten?

12.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ozonwerten und UV-Strahlung?

13.

Muss man sich auch im Winter vor UV-Strahlung schützen?

14.

Ist die UV-Abstrahlung von Halogenlampen gefährlich?


1.

Was versteht man unter UV-Strahlung?

elektromagnetisches Spektrum
Die ultraviolette (UV-) Strahlung ist der energiereichste Teil der optischen Strahlung. Sie bildet im elektromagnetischen Spektrum den Übergang zwischen der nichtionisierenden und der ionisierenden Strahlung.  

Die UV-Strahlung wird in drei Wellenlängenbereiche eingeteilt: UV-C-Strahlung (100 - 280 nm); UV-B-Strahlung (280 - 315 nm) und UV-A-Strahlung (315 - 400 nm). Je kürzer die Wellenlänge desto energiereicher ist die Strahlung und umso schädigender wirkt sie beim Menschen.

Die wichtigste natürliche UV-Strahlenquelle ist die Sonne. Der UV-Anteil der Sonnenstrahlung, die am Erdboden ankommt, variiert in hohem Maße und ist vornehmlich vom Sonnenstand (geographische Breite, Tages- und Jahreszeit), vom Gesamtozongehalt der absorbierenden Luftschicht und der Bewölkung abhängig. Durch das Ozon in der hohen Atmosphäre (Stratosphäre) wird die energiereiche UV-C-Strahlung vollständig und die UV-B-Strahlung teilweise zurückgehalten. Nur ein Teil der UV-B-Strahlung und fast die gesamte UV-A-Strahlung dringen bis zur Erdoberfläche durch.
 

2.

Welche Wirkung hat die UV-Strahlung der Sonne?

In Maßen genossen, fördert das Sonnenlicht die Durchblutung und den Kreislauf und steigert das Wohlbefinden. Daran sind neben der UV-Strahlung vor allem die Infrarotstrahlung und das sichtbare Licht beteiligt. Geringe Mengen an UV-B-Strahlung werden für die Bildung von Vitamin D benötigt.

Im Laufe der menschlichen Entwicklung haben sich in der Haut Schutzmechanismen ausgeprägt: die UV-stimulierte Bräunung (die sog. Melaninbildung) sowie die Verdickung der obersten Hautschicht, der Hornhaut, die nach einer UV-Bestrahlung gebildet wird und als „Lichtschwiele“ bezeichnet wird. Die braune Hautfarbe, die von vielen Menschen als Voraussetzung für gutes Aussehen betrachtet wird, und die Lichtschwiele sind Reaktionen der Haut auf die UV-Bestrahlung und dienen als Schutzmechanismen der Haut gegen eine Schädigung durch zu viel UV-Strahlung.

Schädlich wirkt die UV-Strahlung hauptsächlich auf die Haut des Menschen und auf das Auge. Es ist jeweils zwischen akuten (sofortigen) und chronischen Wirkungen zu unterscheiden, die erst nach längeren Einwirkzeiten auftreten.


  

3.

Was ist bei Kindern zu beachten?

Bei kleinen Kindern bildet sich die Lichtschwiele noch nicht aus, daher sollten sie bis zum Alter von etwa zwei Jahren auf keinen Fall der direkten Sonne ausgesetzt werden. Im Lauf der Kindheit kommt es unter dem Einfluss von UV-Strahlung erst allmählich zur Bildung der Lichtschwiele, so dass auch bei größeren Kindern beim Aufenthalt in der Sonne besondere Vorsicht geboten ist. Sie sollten mit Kleidung, Hut und Sonnenbrille und mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 15) geschützt werden, wenn sie sich länger in der Sonne aufhalten.  Zu beachten ist, dass Schnee, Sand und Wasser die UV-Strahlung reflektieren und nur eine dicke geschlossene Wolkendecke die UV-Strahlung vollständig abschirmt, während lockere Bewölkung die Intensität der UV-Strahlung unter Umständen sogar verstärken kann. Daher ist beim Wintersport oder beim Urlaub am Meer besondere Vorsicht geboten.
 

4.

Welche akuten Wirkungen hat die UV-Strahlung beim Menschen?

Von den akuten Wirkungen ist an erster Stelle der Sonnenbrand zu nennen. Dabei handelt es sich um eine sichtbare Entzündungsreaktion der Haut, die durch UV-Strahlung ausgelöst wird und rund drei bis sechs Stunden nach der Strahleneinwirkung auftritt. Die Zeit, die man sich ungeschützt der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, hängt vom Hauttyp ab: hellhäutige Menschen mit rötlichen oder blonden Haaren sind bedeutend empfindlicher als dunkelhaarige, brünette Menschen.

Weitere akute Hautreaktionen sind Überempfindlichkeitsreaktionen oder allergische Reaktionen. Sie kommen vor allem durch das Zusammenwirken von UV-A-Strahlung und bestimmten Stoffen wie z.B. Medikamenten, Kosmetika oder pflanzlichen Inhaltsstoffen zustande.
 

5.

Welche chronischen Wirkungen können durch UV-Strahlung verursacht werden?

Die gefährlichste chronische Wirkung der UV-Strahlung ist der Hautkrebs. Hautärzte führen den seit Längerem beobachtbaren Anstieg verschiedener Hautkrebsarten vor allem auf das veränderte Freizeitverhalten der Menschen zurück: häufige Sonnenbäder, Urlaub im Süden, Solarienbesuche usw. Derzeit erkranken in Deutschland pro Jahr etwa 140.000 Personen neu an Hautkrebs – mit steigender Tendenz. Die Neuerkrankungsrate für den besonders gefährlichen schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) hat sich in den letzten 20 Jahren verdreifacht.

Basalzell- und Plattenepithelkarzinom treten bevorzugt an sonnenexponierten Hautstellen auf. Der Zusammenhang mit UV-Bestrahlung ist eindeutig erwiesen. Die Risikozunahme für diese beiden Hautkrebsformen ist nicht von der Zahl der Sonnenbrände abhängig, sondern von der Gesamtbelastung mit UV-Strahlung („Die Haut vergisst nichts!“). Der schwarze Hautkrebs tritt dagegen häufig an Stellen auf, die nicht ständig der Sonne ausgesetzt sind. Daher nimmt man an, dass vor allem intensive UV-Bestrahlung, die zu Sonnenbränden führt, eine wesentliche Rolle spielt. Insbesondere Sonnenbrände in der Kindheit vergrößern das Risiko erheblich, später an Hautkrebs zu erkranken.

Rechtzeitig erkannt sind Hautkrebserkrankungen meist heilbar. Daher ist es wichtig, die eigene Haut und vor allem deren Veränderungen zu beobachten und Vorsorgeuntersuchungen beim Hautarzt wahrzunehmen, insbesondere, wenn man zahlreiche Muttermale oder eine helle Haut hat. Besser ist es jedoch, Hautkrebs durch vernünftiges Verhalten in der Sonne von vornherein zu vermeiden.

Wer braun sein will, sollte auch bedenken, dass häufige und intensive UV-Bestrahlung das körpereigene Abwehrsystem (Immunsystem) schädigen kann und die Haut vorzeitig altern lässt. Vor allem die UV-A-Strahlung dringt tief in die Haut ein, sie trocknet die Haut aus und zerstört das Bindegewebe. Dadurch verringert sich die Elastizität der Haut, wodurch Falten und ein ledriges Aussehen entstehen.

Auch die Augen brauchen beim Aufenthalt in der Sonne besonderen Schutz, da UV-Strahlung langfristig zu grauem Star und auch zu Netzhautschäden führen kann.

Bei aller Freude an der Sonne sollte man daher die Maßnahmen zum Schutz vor UV-Strahlung nicht vergessen!
 

6.

Was bedeutet der UV-Index (UVI)?

Der UV-Index (UVI) beschreibt den am Boden auftretenden Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. Je größer der UVI ist desto größer ist die UV-Belastung und umso schneller bekommt man einen Sonnenbrand. In Deutschland werden an unbewölkten Tagen im Hochsommer UVI-Werte von 7, gelegentlich auch höher, erreicht. Zu beachten ist, dass nur dicke graue Bewölkung die UV-Strahlung vollständig abschirmt, wogegen durchbrochene Bewölkung die Intensität der UV-Strahlung unter Umständen sogar verstärken kann. Nähere Erläuterungen zum UV-Index finden Sie hier.

Die Zeit bis zum Eintreten eines Sonnenbrands hängt vom Hauttyp und vom Grad der Vorbräunung ab. Bei Menschen mit sehr empfindlicher Haut und rötlichen Haaren setzt ein Sonnenbrand sehr früh ein, bei brünetten Typen dagegen deutlich später. Bei einem UV-Index von 5 können blonde hellhäutige Menschen schon nach einer halben Stunde einen Sonnenbrand bekommen, wenn sie noch nicht an die Sonne gewöhnt sind und sich nicht davor schützen. Bei einem UVI von 7 ist das bereits nach 25 Minuten der Fall, bei einem UVI von 8 nach etwa 20 Minuten. Früh morgens und abends kann man sich länger ungeschützt in der Sonne aufhalten. 

Auch ohne Sonnenbrand kann UV-Strahlung Hautschäden verursachen, daher sollte der UV-Schutz unabhängig von der Sonnenbrandgefahr erfolgen.
 

7.

Wie wird der UV-Index (UVI) ermittelt?

Das Bundesamt für Strahlenschutz und das Umweltbundesamt messen gemeinsam seit 1993 im Verbund mit weiteren assoziierten Institutionen kontinuierlich die bodennahe UV-Strahlung der Sonne. Dazu wird ein UV-Messnetz mit verschiedenen Standorten in Deutschland betrieben. Es werden auch Veränderungen erfasst, die mit dem Sonnenstand einhergehen - z.B. zwischen Sommer und Winter oder zwischen Orten im Norden und im Süden. Ebenso werden die möglichen Einflüsse der Ozonausdünnung in der Atmosphäre und der Bewölkung erfasst. Für die gesundheitliche Bewertung ist die Wellenlänge der UV-Strahlung bedeutsam, daher wird die UV-Strahlung nach Wellenlängen aufgeschlüsselt gemessen. Aus den Messwerten wird der sogenannte UV-Index bestimmt. Nähere Erläuterungen zum UV-Index finden Sie hier.
 

8.

Wie kann man sich vor Sonnenbrand schützen?

Bereits einfache Verhaltensregeln können helfen, das Risiko eines Sonnenbrandes deutlich zu verringern. Grundsätzlich ist ein maßvoller Umgang mit der Sonne angebracht. Deshalb empfiehlt das BfS bereits ab einem UV-Index von 3, sich vor der UV-Strahlung zu schützen.

Mittags ist die Sonne am stärksten und auch der Anteil an der gefährlicheren UV-B-Strahlung ist höher, daher sollte die Zeit zwischen 11 und 15 Uhr im Schatten verbracht werden. Kleidung, Hut und Sonnenbrille sind der beste Sonnenschutz. Für die unbedeckten Körperpartien sollte ein Sonnenschutzmittel verwendet werden, das sowohl im UV-A- als auch im UV-B-Bereich schützt. Das Sonnenschutzmittel sollte mindestens den Lichtschutzfaktor 15 haben - bei blonden Menschen mit heller Haut und im Süden noch höher.

Es empfiehlt sich, das Sonnenschutzmittel rund dreißig Minuten vor dem Sonnenbad großzügig aufzutragen. Parfüms, Deodorants und Rasierwässer sollten während eines Sonnenbads nicht angewendet werden, da die Haut in Kombination mit UV-Strahlung unter Umständen empfindlich darauf reagiert und sich bleibend verfärbt.

Kleinkinder bis zu zwei Jahren sollten überhaupt nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden, da ihre Haut noch keinen Eigenschutz aufbaut und sie daher besonders gefährdet sind. Größere Kinder sollten mit Kleidung, Hut und Sonnenbrille und mit einem Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor (mindestens 15) geschützt werden, wenn sie sich länger in der Sonne aufhalten.
 

9.

Sind Solarienbesuche gesundheitsschädlich?

Vor allem in der sonnenarmen Jahreszeit werben Sonnenstudios besonders intensiv mit der vermeintlich wohltuenden Wirkung eines Solarienbesuchs und natürlich mit der Bräunung der Haut. Mögliche gesundheitliche Risiken durch die UV-Strahlung der Solarien werden dabei gerne außer Acht gelassen. Tatsache ist aber, dass die Bräunung durch kommerziell betriebene oder häusliche Solarien die gleichen schädlichen Strahlenwirkungen hervorrufen kann wie eine Bräunung durch die Sonne. Das gilt sowohl für akute als auch für chronische Wirkungen.

Die in den Solarien eingesetzten Strahlungsquellen erzeugen sowohl UV-A- als auch die energiereichere UV-B-Strahlung. Die Zusammensetzung der UV-Strahlung hängt vom Lampentyp und der Filterung ab. Wenn, wie normalerweise in Solarien, der Anteil an UV-B-Strahlung gering ist, ist einerseits das Sonnenbrandrisiko gering, andererseits erfolgt dann aber auch nur eine geringe Neubildung von Melanin (brauner Hautfarbstoff), das für die nachhaltige Bräunung der Haut verantwortlich ist. Die Bräunung durch UV-A-Strahlung tritt sehr schnell ein, verschwindet aber auch schnell wieder. Außerdem wird die sogenannte Lichtschwiele, d.h. der Eigenschutz der Haut, nur unter dem Einfluss von UV-B-Strahlung aufgebaut. Daher ist der oft behauptete Schutz der Haut durch ein „Vorbräunung“ im Solarium zweifelhaft. UV-A-Strahlung dringt tiefer in die Haut ein und ist daher maßgeblich für das vorzeitige Altern der Haut, das zu einem faltigen, ledrigen Aussehen führt, verantwortlich. Zu intensive UV-B-Bestrahlung kann zu Sonnenbrand führen, der auch nach einem Solarienbesuch auftreten kann. Wenn die Haut durch bestimmte Chemikalien sensibilisiert ist, kann auch UV-A-Strahlung einen Sonnenbrand auslösen. Die Augen sind durch die künstliche UV-Strahlung im Solarium genau so gefährdet wie durch Sonnenstrahlung, daher muss im Solarium immer eine geeignete UV-Schutzbrille getragen werden.

Die UV-Strahlung in Solarien schädigt genauso wie Sonnenstrahlung das Erbgut der Hautzellen. Dies gilt sowohl für die UV-B- als auch für die UV-A-Strahlung. Daher erhöhen auch Solarienbesuche das Hautkrebsrisiko. Dies konnte in epidemiologischen Untersuchungen gezeigt werden. Wie sehr sich das Risiko erhöht, hängt von der Zahl der Solarienbesuche, von der jeweiligen Bestrahlungsdauer und von der Bestrahlungsstärke ab.
 

10.

Wer sollte auf keinen Fall ins Solarium gehen?

  • Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren;
  • Menschen mit heller, empfindlicher Haut oder mit einer großen Anzahl von Muttermalen;
  • Personen, die in der Kindheit schwere Sonnenbrände hatten;
  • Personen, in deren Familiengeschichte bereits Hautkrebs aufgetreten ist;
  • akut erkrankte Personen;
  • Menschen, die Hautkrebs haben oder in der Vergangenheit hatten.

 

11.

Was ist bei Solarienbesuchen auf jeden Fall zu beachten?

Folgende Punkte sollten im Zusammenhang mit Solarienbesuchen immer beachtet werden, vor allem wenn ein nicht-zertifiziertes Sonnenstudio besucht wird: Selbstbedienungsstudios sollten auf jeden Fall gemieden werden, da eine qualifizierte, individuelle Beratung durch das Personal eines Sonnenstudios unbedingt erforderlich ist. Die Beratung muss eine Aufklärung über gesundheitliche Risiken der UV-Bestrahlung, eine Bestimmung des Hauttyps und einen auf den Hauttyp abgestimmten individuellen Dosierungsplan umfassen. Daneben sollte auch auf Unverträglichkeitsreaktionen bei der Verwendung bestimmter Medikamente oder Kosmetika hingewiesen werden. Personen, die ein erhöhtes gesundheitliches Risiko gegenüber UV-Strahlung aufweisen, (siehe Frage 10 „Wer sollte auf keinen Fall ins Solarium gehen?“ sind vom Personal von der Nutzung des Sonnenstudios auszuschließen. Das Personal muss den Nutzern UV-Schutzbrillen aushändigen, die den gültigen Sicherheitsvorschriften entsprechen. Diese müssen unbedingt getragen werden, um Augenschäden zu vermeiden.

Ein Sonnenbrand ist unbedingt zu vermeiden. Daher dürfen die auf den Hauttyp abgestimmten Höchstbestrahlungsdauern nicht überschritten werden. Die Zahl der Sonnenbäder (Bestrahlung durch die Sonne und im Solarium zusammen gezählt) pro Jahr sollte nach einer Empfehlung der Deutschen Strahlenschutzkommission die Zahl 50 nicht übersteigen. Unter einem Sonnenbad wird dabei eine länger andauernde und/oder intensive Bestrahlung größerer Körperflächen verstanden, bei der aber noch keine Rötung der Haut erfolgt.

Eine Vorbräunung im Solarium (z.B. vor einem Urlaub im Süden) ist nicht zu empfehlen, da der Eigenschutz der Haut unter dem Einfluss von UV-A- Strahlung kaum aufgebaut wird und sich daher nur die Gesamtdosis an UV-Strahlung und damit das Risiko für Langzeitfolgen erhöht.
 

12.

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Ozonwerten und UV-Strahlung?

Das Ozon in der Atmosphäre absorbiert in starkem Maße die kurzwellige UV-Strahlung der Sonne. Eine Ausdünnung der Ozonschicht in der Atmosphäre bewirkt daher grundsätzlich eine Zunahme der UV-B-Strahlung auf der Erdoberfläche.

Eine genaue Vorhersage über die Entwicklung der kurzwelligen UV-Komponenten auf der Erdoberfläche ist wegen der genannten komplizierten Zusammenhänge nicht möglich. Insbesondere ist die Entwicklung der Ozon-Konzentration in der Atmosphäre nicht absehbar. Nähere Einzelheiten hierzu finden Sie auf der Internetseite der World Meteorological Organisation (WMO).

Das Bundesamt für Strahlenschutz hat die Aufgabe, die Höhe der gegenwärtigen und der sich künftig entwickelnden solaren UV-Strahlung zu erfassen und die Auswirkungen veränderter UV-Strahlung gesundheitlich zu bewerten. Hierzu wird seit 1993 zusammen mit dem Umweltbundesamt und weiteren assoziierten Institutionen ein UV-Messnetz betrieben, um die UV-Strahlung an mittlerweile 10 verschiedenen Standorten in Deutschland kontinuierlich zu messen. Für die gesundheitliche Bewertung ist die Wellenlänge der UV-Strahlung bedeutsam, daher wird die UV-Strahlung nach Wellenlängen aufgeschlüsselt gemessen. Die Ergebnisse werden veröffentlicht, und es werden Empfehlungen zum Schutz der Bevölkerung daraus abgeleitet. Erst nach langjährigen Messreihen sind Trends über die Auswirkungen der Ozonausdünnung in der hohen Atmosphäre (Stratosphäre) auf die UV-Exposition am Erdboden zu erwarten.
 

13.

Muss man sich auch im Winter vor UV-Strahlung schützen?

In unseren Breiten ist die UV-Strahlung im Sommer durch den höheren Sonnenstand generell höher als im Winter. Dennoch kann auch im Winter eine hohe Belastung durch UV-Strahlung auftreten: Die Höhenlage eines Ortes hat wesentlichen Einfluss auf die Stärke der UV-Belastung. Wintersport findet oft in den Bergen statt - hier sind die UV-Werte meist von vornherein höher als im Flachland. Hinzu kommt der Schnee - jeder noch so geringe Anteil an UV-Strahlung wird darauf reflektiert und trifft den Körper als Streulicht auch von unten und von der Seite. Das erklärt, dass Sonnenbrände beim Wintersport keine Seltenheit sind, insbesondere wenn die Sonne im Frühjahr von Tag zu Tag einen höheren Sonnenstand erreicht. Besonders gefährdet sind die Augen. Entzündungen der Horn- und Bindehaut (Schneeblindheit) sind akut möglich. Langfristig führt die UV-Belastung der Augen zu einer Trübung der Augenlinse.

Sonnenschutz ist deshalb auch beim Wintersport auf jeden Fall erforderlich! Unerlässlich ist es, - auch an bewölkten Tagen - eine gute Sonnenbrille zu tragen! Außerdem sollten alle unbedeckten Körperpartien, also Gesicht, Hals und Hände, mit Sonnenschutzmitteln geschützt werden. Diese Cremes sollten je nach Hauttyp einen Schutzfaktor zwischen 8 und 15 aufweisen und sie sollten sowohl im UV-A- als auch im UV-B-Bereich schützen. Bei Kindern sollte immer mindestens der Sonnenschutzfaktor 15 verwendet werden. In Extremlagen, beispielsweise auf einem Gletscher, gehören Sonnenschutzmittel mit sehr hohem Lichtschutzfaktor, Lippenschutz und Sonnenbrille zur Standardausrüstung. Bei den Sonnenbrillen ist auch auf seitlichen Schutz zu achten, der das Streulicht abhält - sogenannte Gletscherbrillen sind zu bevorzugen.

Werden diese Hinweise beachtet, können Wintersportler Sonnentage unbeschwert genießen.
 

14.

Ist die UV-Abstrahlung von Halogenlampen gefährlich?

Das BfS hat kurz nach Einführung von Halogenlampen Untersuchungen zu deren UV-Abstrahlung und möglichen gesundheitlichen Wirkungen durchgeführt. Demnach kam es bei einigen Halogenstrahlern im Nahbereich zwischen 30 und 60 cm zu UV-Belastungen, die die von der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP) empfohlenen Richtwerte deutlich überschritten. Inzwischen sind die Hersteller dazu übergegangen, bei Halogenlampen spezielle Glasmaterialien einzusetzen, die den schädlichen UV-Anteil ausfiltern oder vor der Lampe eine UV-Filterscheibe anzubringen. Beim Kauf einer Halogenlampe sollte daher darauf geachtet werden, dass die Lampe einen UV-Filter aufweist. Besonders wichtig ist die UV-Filterung beim Einsatz von Halogenlampen in Körpernähe, d.h. z.B. für Schreibtisch- oder Leselampen.
 

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