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Forschungsprogramm des Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) zur Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen
Als oberste Atomaufsichtsbehörde gewährleistet das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) die Einhaltung der Sicherheit für die kerntechnischen Anlagen in Deutschland. Zur Klärung fachlicher und rechtlicher Fragestellungen auf diesem Gebiet stehen dem BMU Ressortforschungsmittel zur Verfügung. Das BMU lässt damit konkrete Entscheidungshilfen für die Erfüllung von Fachaufgaben und zur Politikberatung zur Festlegung von Sicherheitsanforderungen für
  • den Betrieb und die Stilllegung von Kernkraftwerken,
  • Transporte radioaktiver Materialien und
  • die nukleare Ver- und Entsorungung
erarbeiten. Dazu vergeben BMU und BfS Untersuchungen, Studien und Gutachten an externe Auftragnehmer. Alle geplanten Untersuchungsvorhaben des BMU - auch in anderen Bereichen - werden im jährlich erstellten Umweltforschungsplan (UFOPLAN) aufgelistet. Den aktuellen Umweltforschungsplan des Jahres 2013 (UFOPLAN 2013) finden Sie im Internet.

Aufgaben des Bundesamtes für Strahlenschutz

Das BfS unterstützt das BMU bei der Koordinierung und Durchführung der Ressortforschung auf dem Gebiet der Sicherheit kerntechnischer Einrichtungen. Hierzu zählen
  • Aufstellung des entsprechenden Teilentwurfs des UFOPLANs
  • Prioritätensetzung unter Berücksichtigung der Haushaltsmittel
  • Überprüfung auf Überschneidungen
  • Vergabe, Begleitung und Auswertung von externen Studien
  • Dokumentation der Ergebnisse.

Themenbereiche

Die Ressortforschung zur kerntechnischen Sicherheit kann in die Themenbereiche Grundlagen, Atomrecht, Bundesaufsicht, Auslegung und Betrieb, Ostreaktoren sowie Sicherung unterteilt werden.

Grundlagen: Weiterentwickeln struktureller Instrumentarien zum atomrechtlichen Handeln

  • Entwickeln und Pflegen von Informationssystemen
  • Auswerten von Forschungsprogrammen auf nationaler und internationaler Ebene
  • Konzipieren und Durchführen von Aus- und Fortbildungsprogrammen für Behörden-mitarbeiter

Atomrecht: Weiterentwickeln des gesetzlichen und untergesetzlichen kerntechnischen Regelwerks entsprechend dem aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik

  • Umsetzen der 2009 verabschiedeten EURATOM-Richtlinien zur nuklearen Sicherheit, Sicherung und atomrechtlichen Haftung
  • Auswerten von Entwicklungen auf internationaler Ebene (z.B. International Atomic Energy Agency - IAEA, Western European Nuclear Regulators Association - WENRA)
  • Klären von Rechts- und Verfahrensfragen sowie Zuarbeiten zur Erfüllung völkerrechtlicher Verpflichtungen
  • Weiterentwickeln der Vorschriften zum Erwerb, Erhalt und Nachweis der Fachkunde des Personals kerntechnischer Einrichtungen
  • Begleiten der Erprobung des aktualisierten untergesetzlichen kerntechnischen Regelwerks

Bundesaufsicht: Kontrolle der Genehmigungs- und Aufsichtspraxis der Länder im Einzelfall

  • Überprüfen der Recht- und Zweckmäßigkeit der von den Ländern jeweils getroffenen Entscheidungen, um ein bundeseinheitliches Vorgehen zu gewährleisten
  • Auswerten alterungsbedingter Schäden im Rahmen eines umfassenden Alterungsmanage-ments
  • Bewerten der Wirksamkeit der Sicherheitsmanagementsysteme in Kernkraftwerken.

Auslegung und Betrieb: Gewährleisten des sicheren Betriebs der kerntechnischen Anlagen gemäß dem jeweils aktuellen Stand von Wissenschaft und Technik

  • Anpassen der Bewertungsmaßstäbe und Anforderungen an den fortschreitenden Stand von Wissenschaft und Technik im Rahmen einer ganzheitliche Sicherheitsbewertung und Schadensvorsorge
  • Überprüfen und Auswerten der Sicherheitsüberprüfungen deutscher Kernkraftwerke und der Anwendung der grundlegenden deterministischen Sicherheitsanforderungen
  • Bewerten der Wirksamkeit von Sicherheitsverbesserungen und Umsetzen in entsprechende Maßnahmen
  • Analysieren der in Inland und Ausland aufgetretenen Ereignisse und Übertragen der gewonnenen Erkenntnisse, um den sicheren Betrieb der deutschen Anlagen zu gewährleisten
  • Analysieren der Rolle von Sicherheitskultur / -indikatoren für den sicheren Anlagenbetrieb
  • Analysieren betrieblicher Schädigungen im Rahmen des Alterungsmanagements
  • Analysieren des Einsatzes neuer Techniken, insbesondere digitaler Leittechnik- und Reaktorschutzsysteme

Ostreaktoren: Bewerten der Sicherheit von Reaktoren sowjetischer Bauart als Grundlage für Unterstützungsmaßnahmen für die dort tätigen Sicherheitsbehörden

  • Unabhängige Sicherheitsbewertungen als Beitrag zur Durchsetzung eines EU-einheitlichen Sicherheitsstandards

Sicherung: Weiterentwickeln des Schutzes der Anlagen gegen Störeinwirkungen Dritter und der Konzepte für eine optimierte Nachsorge nach radiologisch relevanten Freisetzungen



Dokumentation der Forschungsergebnisse


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