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Gutachten zur "Renaissance der Kernenergie"
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Im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) hat die Schweizer Prognos AG die Bedingungen für den weltweiten Ausbau der Kernenergie gemäß den Plänen der Nuklearindustrie und den verschiedenen Szenarien der Nuklearenergieagentur der OECD analysiert.
Das Ergebnis der im Jahr 2009 erschienenen Studie: Bis zum Jahr 2030 wird es keine Renaissance der Kernenergienutzung geben. Vielmehr werden die altersbedingten Abschaltungen dazu führen, dass die Zahl der Reaktoren, die installierte Leistung und die Stromerzeugung in Kernkraftwerken deutlich zurückgeht. Bis zum Jahr 2020 reduziert sich die Zahl der weltweit betriebenen Kernkraftwerke voraussichtlich um 22 Prozent, bis zum Jahr 2030 um zirka 29 Prozent gegenüber dem Ausgangsniveau im März 2009.
Ziel der StudieDie Studie der Prognos AG aus dem Jahr 2009 verfolgt das Ziel, eine realistische Einschätzung der künftigen weltweiten Nutzung der Kernenergie bis zum Jahr 2030 vorzunehmen. Dabei soll die Frage beantwortet werden, ob es voraussichtlich zu einer Renaissance ihrer Nutzung kommen wird.
VorgehensweiseNach einem Überblick über den gegenwärtigen Status und die Historie der weltweiten Kernenergienutzung stellt die Studie internationale Szenarien der Kernenergienutzung einander gegenüber und betrachtet die Ankündigungen weltweiter Reaktorneubauten. Die zum Zeitpunkt der Studie von der IAEA als „in Bau“ genannten Kraftwerksprojekte werden hinsichtlich ihrer Fertigstellungswahrscheinlichkeit im Betrachtungszeitraum bewertet.
Kern der Untersuchung ist die Bewertung der Ankündigungen von Kernkraftwerks-Neubauten vor dem Hintergrund dargestellter Herausforderungen unter anderem in den Bereichen Infrastruktur, Brennstoffversorgung und Finanzierung. Die Studie bewertet die jeweiligen Ankündigungen eines Landes mit Hilfe eines indikatorgestützten Verfahrens, welches die politische Stabilität und die Erfahrungen dieses Landes mit Reaktorneubauten, seine Kreditwürdigkeit, die Umsetzungschancen im Umfeld des jeweiligen Energiemarkts sowie das begrenzte globale Angebot an Reaktordruckgefäßen und die gegenwärtige Weltwirtschaftskrise berücksichtigt.
Ergebnisse der StudieDie Autoren der im Jahr 2009 erschienenen Studie erwarten bis zum Jahr 2030 keine Renaissance der Kernenergienutzung. Vielmehr werden die altersbedingten Abschaltungen dazu führen, dass die Zahl der Reaktoren, die installierte Leistung und die Stromerzeugung in Kernkraftwerken deutlich zurückgeht.
Bis zum Jahr 2020 reduziert sich die Zahl der weltweit betriebenen Kernkraftwerke voraussichtlich um 22 Prozent, bis zum Jahr 2030 um zirka 29 Prozent gegenüber dem Ausgangsniveau im März 2009.
Trotz einer Zunahme der Neubauaktivität von Kernkraftwerken verglichen mit den letzten 10 Jahren wird das Niveau des Baubooms der 1970er/80er-Jahre nicht erreicht.
Es gibt eine Zunahme der Ankündigungen von Kernkraftwerken. Allerdings existierten in der Vergangenheit vor allem in den USA, aber auch in anderen Ländern bereits ambitionierte Ausbaupläne, die später nicht realisiert wurden. Die Autoren der Studie erwarten, dass etwa 23 Prozent der von der in Deutschland erscheinenden Internationalen Zeitschrift für Kernenergie ATW für die Zeit bis 2020 angekündigten Neubauprojekte und rund 35 Prozent der vom Internationalen Verband der Kernenergie (WNA) für die Zeit bis 2030 angekündigten Neubauprojekte realisiert werden.
Die Bewertung wird besonders von den gewählten Annahmen zur erreichbaren Laufzeit der bestehenden Kernkraftwerke und zu den Realisierungsgraden der Planungen von China, Russland, den USA, Indien und Japan beeinflusst.
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