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Kerntechnische Anlagen in Deutschland
Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) führt tabellarische Auflistungen über in Betrieb befindliche und abgeschaltete beziehungsweise in Stilllegung befindliche Leistungs-, Prototyp- und Forschungsreaktoren sowie von Anlagen der Kernbrennstoffver- und -entsorgung in Deutschland:

Statusbericht zur Kernenergienutzung

Das BfS erstellt jährlich den Statusbericht zur Kernenergienutzung in der Bundesrepublik Deutschland. Der Bericht beschreibt die wesentlichen Daten (Status, Genehmigungen, Betriebsergebnisse und Historie) aller Kernkraftwerke, Forschungsreaktoren mit einer thermischen Dauerleistung von mehr als 50 Kilowatt (kWth) sowie der Anlagen der Krenbrennstoffver- und –entsorgung. Den Bericht finden Sie in "DORIS", dem "Digitalen Online Repositorium und Informations-System" des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Kernkraftwerke

In Deutschland sind neun Kernkraftwerke in Betrieb, davon
Eine Deutschlandkarte mit den Standorten der Kernkraftwerke finden Sie hier.

Druckwasserreaktoren (DWR)

 Schematische Darstellung eines Druckwasserreaktors (DWR)

Schematische Darstellung eines Druckwasserreaktors (DWR)
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Druckwasserreaktoren (DWR) gehören zur Baulinie der Leichtwasserreaktoren. "Leichtes" Wasser (H2O) dient als Moderator (Neutronenbremsmittel) und gleichzeitig als Kühlmittel, das die durch die Kernspaltung erzeugte Wärme aufnimmt und weiterleitet. Der Reaktordruckbehälter steht unter einem Druck von circa 160 bar. Dieser hohe Druck verhindert das Sieden des Wassers - trotz der Temperatur von etwa 320 Grad Celsius (°C).

Ein in sich geschlossener Hauptkühlmittelkreislauf, der Primärkreislauf, überträgt die im Reaktor erzeugte Wärme an die Dampferzeuger. Das Wasser wird durch die Hauptkühlmittelpumpen von unten nach oben durch den Reaktorkern gepumpt, verlässt den Reaktordruckbehälter und wird durch die Heizrohre in den Dampferzeugern geführt. Hier wird die Wärme an einen zweiten Wasserkreislauf abgegeben, wo das Wasser wegen des niedrigen Drucks von etwa 60 bar bei 280 °C siedet. Dieser Wasser-Dampf-Kreislauf (Sekundärkreislauf) ist an die Turbine angeschlossen, die mit dem Generator auf einer Welle angeordnet ist. Die Trennung von Hauptkühlmittel- und Dampf-Wasser-Kreislauf mittels Dampferzeuger verhindert, dass radioaktive Stoffe den Primärkreislauf verlassen.

Der "abgearbeitete" Wasserdampf wird durch einen dritten Kreislauf, den Kondensator-Kühlkreislauf, wieder zu Wasser kondensiert, das im sekundären Kühlkreislauf in die Dampferzeuger zurückgespeist wird.

Die Regelstäbe, die neutronenabsorbierendes Material enthalten, werden elektromotorisch (Normalantrieb) von oben in den Reaktorkern eingefahren. Bei einer Schnellabschaltung fallen sie durch die Schwerkraft in den Reaktorkern ein.

Reaktordruckbehälter und alle anderen Bestandteile des Primärkreislaufs befinden sich im Sicherheitsbehälter. Eine Reihe von Sicherheitseinrichtungen ist eingebaut, um bei einer Störung einen sofortigen Abschluss des Primärkreislaufs innerhalb des Sicherheitsbehälters zu erreichen. Das Maschinenhaus mit der Turbine und dem Generator enthält keine radioaktiv kontaminierten Medien.

Siedewasserreaktoren (SWR)

 Schematische Darstellung eines Siedewasserreaktors (SWR)

Schematische Darstellung eines Siedewasserreaktors (SWR)
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Siedewasserreaktoren (SWR) sind auch Leichtwasserreaktoren. "Leichtes", normales Wasser dient als Moderator und gleichzeitig als Kühlmittel, das die durch die Kernspaltung erzeugte Wärme aufnimmt und weiterleitet. Der Reaktordruckbehälter, in dem das Wasser bei der verwendeten Temperatur von etwa 290 °C zum Sieden kommt, steht unter einem Druck von etwa 70 bar. Das Wasser strömt von unten nach oben durch den Reaktorkern und führt dabei die in den Brennstäben entwickelte Wärme ab. Ein Teil des Wassers verdampft. Nach einer Dampf-Wasser-Trennung im oberen Teil des Druckbehälters wird der Frischdampf mit einer Temperatur von rund 290 °C und einem Druck von circa 70 bar (Sattdampf) der Turbine zugeführt.

Der "verbrauchte" Dampf, der einen großen Teil seiner Energie an die Turbine übergeben hat, wird im Kondensator durch einen weiteren Kreislauf (Kondensatorkreislauf) abgekühlt, wieder zu Wasser kondensiert und durch Pumpen zurückgespeist.

Die Regelstäbe, die das neutronenabsorbierende Material enthalten, werden elektromotorisch (Normalantrieb) oder hydraulisch (Schnellabschaltung) von unten in den Reaktorkern eingefahren. Aus dem Sicherheitsbehälter führen die Rohrleitungen (Frischdampf- und Speisewasserleitungen) in das Maschinenhaus. Eine Reihe von Sicherheitseinrichtungen ist eingebaut, um bei einer Störung eine sofortige Trennung des Reaktors vom Maschinenhaus zu erreichen. Weil die Dampfleitungen, die Turbine, der Kondensator und die Kondensatleitungen des Siedewasserreaktors aufgrund des schwach radioaktiven Dampfes Ablagerungen enthalten können, sind weitere Schutzeinrichtungen installiert.
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