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Übersicht über die Radonkonzentration in der Bodenluft in einem Meter Tiefe (für eine größere Ansicht auf das Bild klicken)
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Die Radonkonzentration in der Bodenluft ist ein Maß dafür, wie viel
Radon im Untergrund zum Eintritt in ein Gebäude zur Verfügung steht.
Typischerweise liegt das Verhältnis von Radon in der Raumluft zu Radon
in der Bodenluft bei circa einem bis fünf Promille, das heißt bei einer Aktivitätskonzentration in der Bodenluft von 100 Kilobecquerel pro Kubikmeter können in zehn bis 50 Prozent der Gebäude über 100 Becquerel pro Kubikmeter in Aufenthaltsräumen vorkommen. Wie wahrscheinlich das Auftreten erhöhter Radonkonzentrationen ist, hängt unter anderem vom Baualter und –zustand des Gebäudes ab.
Die Karte gibt deshalb auch Hinweise darauf, in welchen Regionen mit
erhöhten Radonkonzentrationen in der Raumluft zu rechnen ist. In
Gebieten, für die nur Radonkonzentrationen in der Bodenluft von weniger
als 20 Kilobecquerel pro Kubikmeter prognostiziert wurden, sind erhöhte Radonkonzentrationen
in der Raumluft in weniger als einem Prozent der Gebäude zu erwarten.
Radonkonzentration in der Bodenluft
Die Karte dient zur Prognose der Radonkonzentration in der Bodenluft
ausschließlich im regionalen Maßstab. Aus der für eine Rasterfläche
prognostizierten Radonkonzentration in der Bodenluft kann nicht auf die
Radonkonzentration in der Bodenluft an einem Standort (zum Beispiel einem
Baugrundstück) und deshalb auch nicht auf Konzentration in einem
einzelnen Haus geschlossen werden. Ursachen sind die oft kleinräumigen
Variationen der Radonkonzentrationen in der Bodenluft und die
unterschiedliche Bauweisen.
In Gebieten mit Radonkonzentrationen in der Bodenluft von weniger
als 20 Kilobecquerel pro Kubikmeter bieten die üblichen Maßnahmen gegen Bodenfeuchte in der
Regel einen ausreichenden Schutz gegen erhöhte Radonkonzentrationen.
Diese sollten sorgfältig und mit besonderem Augenmerk auf
Schwachstellen (zum Beispiel Rohrdurchführungen) ausgeführt sein. In Gebieten,
für die höhere Radonkonzentrationen in der Bodenluft prognostiziert
wurden, sollte das Radon bei der Errichtung von neuen Häusern in
Betracht gezogen werden. Gegebenenfalls können zur Bewertung eines Standortes
Messungen der Radonkonzentration in der Bodenluft angeraten sein. Zur
Bewertung der Situation in bestehenden Häusern solcher Gebiete werden
Messungen der Radonkonzentration in der Raumluft empfohlen.
Regionale Verteilung
Die Radonkarte Deutschlands gibt eine Orientierung über die regionale
Verteilung der Radonkonzentration in der Luft in den Porenräumen des
Bodens (Bodenluft) einen Meter unter der Erdoberfläche. Datenbasis sind bis
September 2003 durchgeführte Messungen an insgesamt 2.346 geologisch
repräsentativen Messorten. Die Dichte der Beprobung wurde der
geologischen Variabilität angepasst. In Gebieten mit höherem geogenen
Radonpotenzial und stark wechselnder Geologie liegen die Messorte
dichter beieinander als in Regionen mit mittlerem bis niedrigem
Radonpotenzial. Die flächendeckende Schätzung der Radonkonzentration in
der Bodenluft erfolgte mittels einer abstandsgewichteten Interpolation
zwischen den Messorten innerhalb generalisierter geologischen Einheiten
auf der Basis eines regelmäßigen Rasters von drei mal drei Kilometern.
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