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Paranüsse (für eine größere Ansicht auf das Bild klicken)
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Paranüsse, die Samen des Yuvia- oder Paranuss-Baumes (Bertholletia excelsa), gelten als gesunde Delikatesse aus den tropischen Regenwäldern Südamerikas. Wie viele andere Nussarten senken Paranüsse wegen ihres hohen Gehaltes einfach und mehrfach ungesättigter Fettsäuren das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Paranüsse zählen zudem zu den Lebensmitteln mit den höchsten Gehalten des essentiellen Spurenelements Selen. In wissenschaftlichen Veröffentlichungen und verschiedenen Internetforen wird deshalb empfohlen, zur Verbesserung der Selenversorgung zwei Paranüsse täglich zu verzehren.
Natürliche radioaktive Stoffe in Paranüssen
Gehalte natürlicher Radionuklide in Paranüssen
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| Radionuklid |
Spezifische Aktivität
(Becquerel pro Kilogramm Frischmasse)
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Pb-210
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4,7 |
| Ra-224 |
25 |
| Ra-226 |
41 |
| Ra-228 |
46 |
| Th-228 |
12 |
| Th-232 |
17 |
| U-238 |
1,4 |
Paranüsse sind nicht nur reich an gesundheitsfördernden Stoffen, sondern können auch natürliche radioaktive Stoffe akkumulieren. Mit spezifischen Aktivitäten von einigen 10 Becquerel Radium-226 (Ra-226) beziehungsweise Radium-228 (Ra-228) pro Kilogramm Frischmasse können Paranüsse rund 1000-fach höhere Radiumgehalte als die Gesamtnahrung in Deutschland aufweisen.
Typische Werte für die spezifischen Aktivitäten natürlicher Radionuklide in Paranüssen sind in der Tabelle zusammengestellt. Grundlage sind die in der neueren Fachliteratur publizierten Werte.
Das Radionuklid Kalium-40 (K-40) wurde nicht betrachtet, da die Aufnahme von Kalium mit der natürlichen Isotopenzusammensetzung (etwa 31 Becquerel Kalium-40 pro Gramm Kalium) zu keiner zusätzlichen Strahlenexposition führt. Der menschliche Körper reguliert seinen Kaliumgehalt. Damit bleibt auch der Gehalt von Kalium-40 weitgehend konstant.
Strahlenexposition durch den Verzehr von Paranüssen
Als Maß für die mögliche gesundheitliche Gefährdung durch radioaktive Stoffe in Lebensmitteln dient die effektive Dosis, die in der Einheit Sievert (Sv) angegeben wird (1 Sievert = 1.000.000 Mikrosievert). Die effektive Dosis berücksichtigt die unterschiedliche biologische Wirkung der verschiedenen Strahlungsarten und -energien sowie die unterschiedliche Empfindlichkeit der menschlichen Organe und Gewebe. Die potentielle Strahlenexposition durch den Verzehr von Paranüssen ergibt sich aus den spezifischen Aktivitäten der Radionuklide in Paranüssen und der verzehrten Menge. Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge werden in Deutschland durchschnittlich 0,1 Gramm Paranüsse pro Person und Tag verzehrt.
Die jährliche effektive Dosis Erwachsener durch die in der Tabelle aufgeführten natürlichen Radionuklide beträgt bei einer durchschnittlichen Verzehrsmenge von Paranüssen (0,1 Gramm pro Person und Tag) rund 2 Mikrosievert und ist gesundheitlich unbedenklich. Werden zur Verbesserung der Selenversorgung zwei Paranüsse (rund 8 Gramm) pro Tag verzehrt, kann ein Wert von 160 Mikrosievert erreicht werden. Radium-228 gefolgt von Radium-226 sind in Paranüssen die dosisdominierenden natürlichen Radionuklide. Ein Vergleichsmaßstab ist die jährliche effektive Dosis infolge der Aufnahme natürlicher Radionuklide mit der Nahrung. Sie beträgt bei durchschnittlichen Ernährungsbedingungen 300 Mikrosievert. Der Verzehr von zwei Paranüssen pro Tag erhöht somit bei Erwachsenen rechnerisch die Ingestionsdosis durch natürliche Radionuklide um etwa die Hälfte. Bei einer Strahlenexposition in dieser Höhe muss niemand mit negativen gesundheitlichen Folgen rechnen. Aus Sicht des Strahlenschutzes ist jedoch zu bedenken, dass der Selenstatus durch Nahrungsergänzungsmittel auch ohne zusätzliche Strahlenexposition verbessert werden kann.
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