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Das integrierte Mess- und Informationssystem (IMIS)
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Als Konsequenz aus den Erfahrungen beim Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 wurde noch im gleichen Jahr das Strahlenschutzvorsorgegesetz verabschiedet, das die gesetzliche Grundlage für die Errichtung des "Integrierten Mess- und Informationssystems für die Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt" (IMIS) ist.
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Spurenanalyse in Deutschland
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Spurenmessungen am Luftstaub sind ein Bestandteil des integrierten Mess- und Informationssystems IMIS. Hierzu betreiben das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), die Physikalisch-Technische Bundesanstalt und der Deutsche Wetterdienst Luftstaubsammler an insgesamt 43 Probenentnahmeorten. Vier dieser Sammler haben einen besonders hohen Luftdurchsatz, so dass ein großes Probenvolumen erreicht und damit ein empfindlicher Nachweis künstlicher Radionuklide möglich wird.
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Spurenanalyse weltweit
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Die Internationale Organisation zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization, CTBTO) verfügt über ein weltweites Netzwerk von circa 60 in
Betrieb befindlichen Radionuklidmessstationen, welches an Luftstaub
gebundene Radionuklide nachweisen kann. Bei vollem Ausbau soll das Netzwerk 80
Radionuklidmessstationen weltweit betreiben.
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Luftüberwachung an der Messstation Schauinsland
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Zur Messung der Radioaktivität in der Luft setzt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) zwei Verfahren ein: die Luftüberwachung und die Spurenanalyse.
Bei der Luftüberwachung wird mit Messsystemen kontinuierlich die natürliche und künstliche Radioaktivität in der Atmosphäre gemessen. Die Messergebnisse liegen bei diesen Methoden innerhalb von nur wenigen Stunden vor. Um geringste Spuren an Radioaktivität nachzuweisen, wird der Luftstaub mit Großflächenfiltern über sieben Tage gesammelt und anschließend ausgewertet.
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Messnetz zur Überwachung der Gamma-Ortsdosisleistung
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Als eine der wichtigsten Messeinrichtungen betreibt das BfS auf Grundlage des Strahlenschutzvorsorgegesetzes (StrVG) ein bundesweites Messnetz zur großräumigen Ermittlung der äußeren Strahlenbelastung durch kontinuierliche Messung der Gamma-Ortsdosisleistung (ODL).
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Dokumentation und Information
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Alle Mess- und Prognoseergebnisse werden in der Zentralstelle des Bundes (ZdB) in Neuherberg zusammengeführt. Dort werden die Ergebnisse mit Hilfe der Leitstellen geprüft und in Form von Graphiken und Tabellen dargestellt und kommentiert. Durch IMIS werden circa 70 Institutionen (Landesministerien, Landesbehörden, Messstellen, etc.) beziehungsweise circa 200 einzelne Klienten miteinander
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Messstrategien im Notfall
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Um die aktuelle radiologische Lage zu charakterisieren, werden in einem Notfall umgehend flächendeckende Messungen gemäß dem Intensivmessprogramm durchgeführt. Wichtigstes Hilfsmittel in der Phase während des Durchzugs einer radioaktiven Wolke sind die automatischen Messnetze des BfS zur Ermittlung der äußeren Strahlenbelastung (Ortsdosisleistung, ODL) und des DWD zur nuklidspezifischen Bestimmung der Radionuklidkonzentration in der Luft.
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Prognosen zur radiologischen Lage
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Da es das Ziel von Maßnahmen ist, zukünftige Strahlenbelastungen zu reduzieren oder zu vermeiden, ist nicht nur die aktuelle Strahlenexposition wichtig, sondern auch die Frage, wie diese sich weiter entwickeln wird. Für diese Prognosen stehen in IMIS die beiden Entscheidungshilfemodelle PARK (Programm für die Abschätzung Radiologischer Konsequenzen) und RODOS (Realtime Online Decision Support System) zur Verfügung. Mit Hilfe dieser Modelle können die zukünftige Umweltkontamination und die zu erwartenden Dosen abgeschätzt werden.
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