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Abbildung 1: Zeitlicher Verlauf der mit Dosimetern überwachten Personen (für eine größere Ansicht jeweils auf das Bild klicken)
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Abbildung 2: Zeitlicher Verlauf der mit Dosimetern überwachten und exponierten Personen
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Abbildung 3: Anzahl der überwachten Personen in Deutschland im Jahr 2009
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Abbildung 4: Kollektivdosis der strahlenexponierten Personen in Deutschland im Jahr 2009
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Abbildung 5: Kollektivdosis und Anzahl überwachter Personen in Europa
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Das Strahlenschutzregister (SSR) ist eine zentrale Einrichtung des Bundes zur Überwachung der beruflichen Strahlenexposition. Es hat die Aufgabe, für alle beruflich strahlenexponierten Personen bundesweit und langfristig die Ausgabe der Strahlenpässe sowie die Einhaltung der Körperdosisgrenzwerte zu überwachen. Das SSR trägt zur Weiterentwicklung des beruflichen Strahlenschutzes nach Stand von Wissenschaft und Technik bei und sorgt für Transparenz und Harmonisierung der beruflichen Strahlenschutzüberwachung in Europa.
Die grundsätzlichen Regelungen des beruflichen Strahlenschutzes sind im Atomgesetz sowie in der Strahlenschutz- und Röntgenverordnung festgelegt. Die Zuständigkeit im Bereich der Überwachung der beruflichen Strahlenexposition liegt bei den Bundesländern, die im Wege der Bundesauftragsverwaltung tätig werden. In Folge dieser Aufteilung der Zuständigkeiten ist die Durchführung der beruflichen Strahlenschutzüberwachung auf zahlreiche Institutionen und Behörden verteilt: Von den zuständigen Landesbehörden bestimmte Messstellen ermitteln regelmäßig Körperdosiswerte, die beruflich strahlenexponierte Personen aus einer externen Strahlenexposition und gegebenenfalls auch in Folge einer Inkorporation von Radionukliden erhalten. Diese Dosisfeststellungen sowie Festsetzungen von Ersatzdosen durch Aufsichtsbehörden oder gegebenenfalls weitere Mitteilungen zur Dosiskontrolle werden laufend an das Strahlenschutzregister gemeldet. Hier werden die Überwachungsergebnisse personenbezogen zusammengeführt und ausgewertet. Die neue Strahlenschutzverordnung sieht seit August 2003 für das fliegende Personal die gleiche rechtlich abgesicherte Strahlenschutzüberwachung wie für alle anderen beruflich strahlenexponierten Personen vor. Diese Überwachung wird vom Strahlenschutzregister in Zusammenarbeit mit dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) durchgeführt. Im Strahlenschutzregister werden ebenfalls die Meldungen der regionalen Registrierbehörden, die für die Ausgabe von Strahlenpässen zuständig sind, zentral zusammengeführt.
Ergebnisse
In Deutschland gab es im Jahr 2009 etwa 372.000 Personen, die als beruflich strahlenexponiert eingestuft und deshalb strahlenschutzüberwacht waren. Von diesen wurden 334.000 mit Dosimetern überwacht, 37.000 Personen waren als fliegendes Personal tätig und 1.800 Personen wurden auf Inkorporation oder aufgrund natürlich vorkommender Stoffe am Arbeitsplatz überwacht. In der Gruppe der mit Dosimetern Überwachten erhielten etwa 51.000 Personen eine messbare Dosis von durchschnittlich 0,8 Millisievert. Der Personenkreis des fliegenden Personals war nahezu vollständig exponiert, die mittlere Jahresdosis betrug 2,3 Millisievert.
Internationale Zusammenarbeit
ESOREX - European Studies of Occupational Radiation ExposureDas ESOREX-Projekt wurde 1997 von der Europäischen Kommission ins Leben gerufen und vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) in enger Zusammenarbeit mit dem Staatlichen Amt für nukleare Sicherheit der Tschechischen Republik durchgeführt. Es besteht aus Datenerhebungen über die berufliche Strahlenschutzüberwachung in 30 europäischen Staaten. Die Studie liefert untereinander vergleichbare Beschreibungen der jeweiligen nationalen Systeme, mit denen die individuelle berufliche Strahlenexposition amtlich überwacht und erfasst wird. Außerdem werden für jedes Land Zeitreihen über die Anzahl der beruflich strahlenexponierten Personen sowie die Dosisverteilungen in den verschiedenen Beschäftigungsbereichen auf eine international vergleichbare Weise erhoben. Das Projekt liefert wichtige Erkenntnisse für eine Harmonisierung der beruflichen Strahlenschutzüberwachung in Europa. Es zeigt außerdem die Entwicklung der beruflichen Strahlenexposition vor beziehungsweise nach der Umsetzung der Richtlinie 96/29 EURATOM in nationales Recht.
Mehrere europäische Workshops wurden mit den Verantwortlichen der jeweiligen nationalen Dosisregister durchgeführt. Diese Workshops leisteten Beiträge zum Aufbau eines europäisches Netzwerks der beruflichen Strahlenschutzüberwachung. Durch ESOREX laufen im Strahlenschutzregister des BfS alle wesentlichen Informationen über die berufliche Strahlenschutzüberwachung in 30 europäischen Ländern zusammen. Mittels ESOREX konnte das Strahlenschutzregister des BfS einen differenzierten Überblick über die berufliche Strahlenschutzüberwachung in Europa gewinnen sowie wichtige internationale Kontakte entwickeln.
Expert Group on Occupational Exposure (EGOE)
EGOE ist eine internationale Arbeitsgruppe, die 2006 vom „Committee for
Radiation Protection and Public Health“ (CRPPH) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) eingerichtet wurde.
Die Arbeitsgruppe hat den Zweck, für das CRPPH Antworten auf Zukunftsfragen des
beruflichen Strahlenschutzes zu erarbeiten. Die Arbeitsgruppe wird vom BfS geleitet. In ihr sind Mitglieder aus zehn OECD-Staaten, der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA), der
Europäischen Kommission und der "Nuclear Energy Agency" der OECD vertreten.
Ein ausführlicher aktueller Bericht des Strahlenschutzregisters über die berufliche Strahlenexposition steht als PDF-Datei zum Download bereit.
Weitere Informationen
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