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Kompetenzerhalt durch Schulung
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Strahlenschutzrelevante Bereiche sind der Umgang mit Strahlenquellen
und radioaktiven Stoffen in Medizin, Industrie und Forschung, sowie der
Umgang mit Quellen natürlicher Strahlung. Um für beruflich
strahlenexponierte Personen, Patienten, Patientinnen und die Bevölkerung
ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, ist fundiertes Fachwissen
der für den Strahlenschutz zuständigen Fachleute von grundlegender
Bedeutung.
In den letzten Jahren ist ein Rückgang der im Strahlenschutz notwendigen Fachkompetenz beobachtet
worden.
Der
sichere Umgang mit radioaktiven Stoffen und die Entsorgung radioaktiver
Abfälle wird weiterhin eine hohe Priorität einnehmen und erfordert
deshalb spezielles Fachwissen unter anderem im Strahlenschutz. Dies gilt
gleichermaßen
für den Rückbau kerntechnischer Anlagen. Die Durchführung
von Safeguard-Maßnahmen und die Entwicklung von Verfahren im Rahmen der
nuklearspezifischen Gefahrenabwehr erfordern komplexe Messmethoden und
spezielle Technologien und deshalb auch entsprechend ausgebildetes
Personal mit hoher Fachkompetenz im Strahlenschutz.
Harmonisierung der Qualifikation im Strahlenschutz in der Europäischen Union
Im Hinblick auf den Binnenmarkt und den Erweitungsprozess der
Europäischen Union ist die Harmonisierung der Qualifikation von
Fachleuten im Strahlenschutz gemäß den Festlegungen in den Grundnormen
der Europäischen Union (EU, (Richtlinie 96/29/EURATOM) von entscheidender Bedeutung für den
grenzüberschreitenden Einsatz von Arbeitskräften in Europa.
Um neuen Anforderungen gerecht zu werden und den
internationalen Austausch von Fachleuten und die gegenseitige
Anerkennung ihrer Qualifikation im Strahlenschutz zu erleichtern,
müssen über nationale Regelungen und unterschiedliche Ansätze hinaus
Lehrinhalte, Dauer und Anerkennung der erworbenen Qualifikation
harmonisiert werden. Der Stand der erworbenen Qualifikation ist durch regelmäßige Fortbildung zu erhalten.
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