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Endlager > Übersicht - Textfassung
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Übersicht Endlagerprojekte - Textfassung
Atomkraftwerke produzieren bei der Stromerzeugung hochradioaktiven Abfall. In Castorbehälter verpackt wird er gelagert oder transportiert - bis 2005 zum Großteil in Wiederaufarbeitungsanlagen nach Großbritannien und Frankreich. Die dabei entstehenden Rückstände müssen zurück genommen werden.
Neben den Kernkraftwerken produzieren auch Forschungsreaktoren hochradioaktive Abfälle, die entsorgt werden müssen.
Ebenfalls entsorgt werden müssen mittel- und schwachradioaktive Abfälle, die während des Betriebs von Kernkraftwerken und vor allem bei deren Rückbau anfallen.
Bestrahlte Oberflächen werden abgetragen. Der radioaktive Abfall wird verpresst, in Fässern verpackt und in Containern zwischengelagert.
Rund 6.000 solcher Container stapeln sich in diesem Zwischenlager in Karlsruhe. Zu einem großen Teil stammen sie aus Forschungsvorhaben zur Entwicklung der Kernenergie in den siebziger Jahren.
In so genannten Landessammelstellen lagern geringe Mengen radioaktiver Abfälle aus Medizin, Technik und Forschung.
Für die Endlagerung wird zwischen Wärme entwickelnden Abfällen - das sind vor allem die hochradioaktiven - und den schwächer aktiven Abfällen, die kaum Wärme erzeugen, unterschieden.
Ein Standort für die Endlagerung der hochradioaktiven Abfälle ist noch zu suchen. Zurzeit lagern sie an Kraftwerksstandorten und in den zentralen Zwischenlagern in Ahaus und Gorleben.
Hier gibt es auch ein Bergwerk zur Untersuchung des Untergrundes für die Endlagerung radioaktiver Abfälle aller Arten.
Rund hundert Kilometer südlich das Bergwerk „Asse II“. Bis Ende der siebziger Jahre wurden hier schwach- und mittelaktive Abfälle versuchsweise endgelagert.
Daneben das Endlager Morsleben aus DDR Zeiten. Bis 1998 wurde es als gesamtdeutsches Endlager für schwach- und mittelaktive Abfälle weiter betrieben.
In das Endlager Konrad werden ab 2013 rund 300.000 Kubikmeter radioaktiver Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung endgelagert.
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Morsleben
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Im oberen Allertal finden sich Salzvorkommen, die vor gut 250 Mio. Jahre abgelagert wurden. Dieses Salz wurde in Bergwerken abgebaut, so auch in der Grube Bartensleben nahe dem Dorf Morsleben. Nach der Nutzung des Bergwerks im Zweiten Weltkrieg als unterirdische Rüstungsproduktionsstätte wurde hier das Endlager für Atommüll der DDR eingerichtet. Die Einlagerung von schwach- und mittelaktiven Abfällen wurde nach der Wiedervereinigung verstärkt fortgesetzt. Nach dem gerichtlichen Stopp 1998 steht der fachgerechte Einschluss der Abfälle heute noch aus. Dieser muss die in einem alternden Bergwerke auftretenden Sicherheitsprobleme abfangen und die Freisetzung der in den Abfällen enthaltenen Radionuklide so lange verhindern, bis die Radioaktivität auf ein akzeptables Maß abgeklungen ist.
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Gorleben
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Seit 1979 wird der Salzstock Gorleben auf seine Eignung für die Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle untersucht. Die Erkundung wurde im Jahr 2000 auf der Grundlage eines vereinbarten Moratoriums unterbrochen.
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Konrad
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Das Endlager Konrad für nicht wesentlich Wärme entwickelnde Abfälle in Salzgitter ist das erste, nach Atomgesetz genehmigte Endlager in Deutschland. Der atomrechtliche Planfeststellungsbeschluss wurde vom Niedersächsischen Umweltministerium im Jahr 2002 erteilt. Nachdem das Bundesverwaltungsgericht im März 2007 alle Verfahren gegen den Beschluss zurückgewiesen hat, ist dieser unanfechtbar.
Seit Mai 2007 laufen nunmehr die vorbereitenden Arbeiten zur Errichtung des Endlagers Konrad. Verantwortlich für Errichtung und Betrieb ist das BfS. Die Inbetriebnahme des Endlagers ist Ende 2013 vorgesehen.
Das Endlager Konrad ist für die Endlagerung von 303 000 m³ radioaktiver Abfälle allein für den nationalen Bedarf zugelassen.
Das Endlager ist durch seine besondere geologische Situation geprägt. Bis zu 400 m mächtige Tonschichten schirmen die Einlagerungsbereiche gegen das Grundwasser ab. Konservative Modellrechnungen haben gezeigt, dass Radionuklide, die aus den Abfällen ins Grundwasser gelangen, frühestens nach 300 000 Jahren in die Biosphäre gelangen können. Auf ihrem Weg dort hin sind die Radionuklide jedoch soweit abgeklungen, dass von ihnen keine Gefahr mehr für Mensch und Umwelt ausgeht.
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Asse
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Die Schachtanlage Asse II bei Wolfenbüttel ist ein ca. 100 Jahre altes Kali- und Salzbergwerk. Das Helmholtz Zentrum München hat das Bergwerk von 1965 bis 1992 im Auftrag des Bundesforschungsministeriums genutzt, um die Handhabung und die Lagerung von radioaktiven Abfällen in einem Endlager zu erproben. Zwischen 1967 und 1978 wurden 46.930 m3 radioaktive Abfälle eingelagert.
Heute steht die Asse vor zwei großen Problemen: In das Bergwerk ist Salzlösung eingedrungen. Zugleich droht das Bergwerk einzustürzen. Im September 2008 haben die beteiligten Ministerien vereinbart, die Asse zukünftig wie ein Endlager zu behandeln. Zu Beginn des Jahres 2009 hat das Bundesamt für Strahlenschutz das Helmholtz Zentrum München als Betreiber der Asse abgelöst.
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Endlager Olkiluoto - ein Beispiel in Granitgestein
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Olkiluoto ist Beispiel für die Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle in zwei getrennten Endlagern an einem Standort in Granitgestein.
Das Endlager Olkiluoto (VLJ) liegt an der Westküste Finnlands in Granitgestein auf dem Gelände des gleichnamigen Kernkraftwerks. VLJ ist seit 1992 in Betrieb und besteht aus zwei Einlagerungsräumen (für schwach- und mittelaktive Abfälle getrennt) in 60 bis 100 m Tiefe.
Im Mai 2001 wurde durch das finnische Parlament am gleichen Standort ein Endlager für abgebrannte Brennelemente (ONKALO) endgültig genehmigt. Vorgesehen ist die Lagerung im Granitgestein in 500 m Tiefe. Der Einlagerungsbeginn ist für 2020, die Stilllegung für 2130 geplant.
DIESER BEREICH IST NOCH IM AUFBAU.
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