BfS weist Aussage des Spiegel zu angeblichem Zeitpunkt für die Weitererkundung von Gorleben zurück
Das BfS weist einen im Spiegel wiedergegebenen und angeblich vom BfS genannten Zeitpunkt zur Weitererkundung des Salzstockes Gorleben zurück. Im Artikel „Ein verfluchter Ort“ schreibt das Nachrichtenmagazin in seiner Ausgabe 2/2010 vom 11. Januar 2010, „frühestens 2013 könnten die Arbeiten wieder beginnen“. Das habe das Bundesamt für Strahlenschutz in einem „Konzept für die Wiederaufnahme des Endlager-Projektes Gorleben“ ermittelt; „aber auch nur, wenn der Bund einen Jahresetat von 150 bis 200 Millionen Euro bewilligt.“
Dazu erklärt das BfS:
Die Bundesregierung hat in ihrer Koalitionsvereinbarung festgelegt, "das Moratorium zur Erkundung des Salzstockes Gorleben unverzüglich" aufzuheben, "um ergebnisoffen die Erkundungsarbeiten fortzusetzen". Das BfS arbeitet an der zügigen Umsetzung der Koalitionsvereinbarung. Für die Wiederaufnahme der untertägigen Erkundungen werden derzeit die notwendigen vorlaufenden Arbeiten organisiert.
Das BfS hat verschiedene mögliche Varianten für die Wiederaufnahme der Erkundungsarbeiten geprüft. Diese führen zu unterschiedlichen zeitlichen Abläufen. Eine Variante sieht die schnellstmögliche Wiederaufnahme der Erkundung des Bergwerks vor. Dabei werden mögliche bergmännische Arbeiten bereits durchgeführt während parallel das weitere Erkundungsprogramm und die notwendigen Arbeiten anhand des aktuellen Standes von Wissenschaft und Technik aktualisiert werden. Eine alternative Variante sieht vor, zunächst das fachliche Erkundungsprogramm anhand des aktuellen Standes von Wissenschaft und Technik zu aktualisieren und erst danach die bergmännische Erkundung von Gorleben wieder aufzunehmen.
In keiner dieser Varianten wird das Jahr 2013 als frühestmöglicher Zeitpunkt für die Wiederaufnahme der Arbeiten genannt. Das BfS hat dem Bundesumweltministerium diese Vorschläge zugeleitet, damit es über das weitere Vorgehen in Gorleben entscheiden kann.