In seiner Pressemitteilung vom 08. November 2007 stellt das Atomforum Behauptungen auf, die der Klarstellung bedürfen:
Das Atomforum behauptet, „mit dem Salzstock Gorleben verfügt Deutschland nach allen bisher gewonnenen Erkenntnissen über einen geeigneten Endlagerstandort für hochradioaktive Abfälle.“
Richtig ist, dass eine Eignungsaussage zum Standort Gorleben bisher noch nicht getroffen wurde und erst nach umfangreichen Sicherheitsanalysen getätigt werden kann. Der Nachweis einer Eignung muss im Rahmen des atomrechtlichen Planfeststellungsverfahrens erbracht und nach Prüfung von der Planfeststellungsbehörde festgestellt werden. Bis zu einer Eignungs- oder Nichteignungsaussage werden noch etwa 10 bis 15 Jahre benötigt.
Weiter schreibt das Atomforum: „So hat zuletzt auch das ihm unterstehende Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) im November 2005 die Eignung von Steinsalz als Endlager-Wirtsgestein bestätigt“. Tatsächlich kommt das BfS in seinem im November 2005 vorgestellten Synthesebericht zum Ergebnis: „Zur Endlagerung radioaktiver Abfälle ist keines der möglichen Wirtsgesteine in Deutschland (Salz, Ton, Granit) generell den anderen vorzuziehen.“ Entscheidend ist dabei der Zusatz, dass „ein bestmöglicher Endlagerstandort nur auf Grundlage eines Standortvergleiches zu ermitteln“ ist. Verschiedene Gesteinstypen müssen also einem konkreten Vergleich unterzogen werden, bevor eine Eignungsaussage getroffen werden kann.