Morsleben (ERAM)
"Stilllegung des Endlagers für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) - Wie soll das gehen?"
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BfS stabilisiert Kammer in Morsleben
Erstbewertung fachliche Bedenken ERAM
BfS weist Behauptungen zurück
Das Planfeststellungsverfahren
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Verfüllung
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Verfüllung ausgewählter Grubenbaue im Zentralteil des ERAM
Im Ergebnis der im Zentralteil durchgeführten Messungen und Beobachtungen und dem berechneten Spannungszustand ist davon auszugehen, dass für das Endlager ERAM keine globalen Standsicherheitsprobleme bestehen. Lokale Problembereiche gab es (Löserfall 2001) PDF-Dokument 92 KB und wird es wie in jedem nicht verwahrten bzw. stabilisierten Bergwerk geben.

 
 Abbildung 1: Übersichtsdarstellung ERAM
Der Zentralteil des Grubenfeldes Bartensleben stellt den Grubenteil des ERAM mit dem höchsten Durchbauungsgrad dar. In der Zeit zwischen 1913 und 1969 wurden zahlreiche Grubenbaue unterschiedlicher Größe im Rahmen des Kali- und Steinsalzabbaus aufgefahren.

Im Oktober 2003 wurde damit begonnen, ausgewählte Grubenbaue im Zuge der sog. bergbaulichen Gefahrenabwehrmaßnahme im Zentralteil (bGZ) mit Salzbeton zu verfüllen. Damit wird dem Sicherheitsverzehr durch Offenstehen der Grubenbaue entgegengetreten. Ansonsten bestünde die Gefahr, dass nach Abschluss des atomrechtlichen Planfestellungsverfahren die erforderlichen Stilllegungsmaßnahmen nicht mehr durchgeführt werden können.

Das Stützkonzept, das die bGZ verfolgt, dient neben der geomechanischen Stabilisierung des Zentralteils auch dem Schutz der Barriereintegrität im Hinblick auf die Langzeitsicherheit des ERAM. Unter Berücksichtigung der geologischen und gebirgsmechanischen Verhältnisse werden durch die Verfüllung der ausgewählten Grubenräume die bestehenden Spannungszustände  bzw. die Entstehung weiterer Spannungen gemindert.
 
 Abbildung 2: Darstellung des Stützkonzeptes der bGZ

Es ist vorgesehen, 24 Grubenbaue im Zentralteil der Schachtanlage Bartensleben bis 2010 mit insgesamt nahezu 800.000 m3 Salzbeton weitgehend zu verfüllen.

Die zu verfüllenden Hohlräume werden durch geeignete Maßnahmen so verschlossen, dass kein Salzbeton in die noch offenen und nicht im Rahmen der bGZ zu verfüllenden Grubenbaue zutritt.
 
 Abbildung 3:
 Bullflexverschluss eines
 zu verfüllenden Hohlraumes
Der im Wesentlichen aus Steinsalz, Sand, Kalkstein und Zement angemischte Salzbeton wird durch eine Rohrleitung von über Tage bis in die untertägigen Hohlräume gepumpt.

Während die Salzbetonförderleitung über Tage (Abb. 4) und durch den Schacht als stationäre Einrichtung errichtet wurde, sind die Leitungen unter Tage zum Teil als temporäre Leitungen (Abb. 5) gebaut, um den Wechsel von einem Verfüllort zum nächsten zu erleichtern. Stündlich werden durchschnittlich 50 m3 bis 60 m3 Salzbeton über die Förderleitung verpumpt. Details zur Verfüllung können Sie im Fachbeitrag "Pumpversatz" nachlesen (PDF-Dokument 592 KB).

 


 Abbildung 4:
 Salzbetonförderleitung
 (über Tage
   Abbildung 5:
   Salzbetonförderleitung (unter Tage)
   mit Einfüllleitung in den darunter
   liegenden Hohlraum
Die für das Stützkonzept relevanten mechanischen und chemischen Anforderungen an den Salzbeton werden durch die Einhaltung der Rezeptur bei der Salzbetonherstellung gewährleistet.
Herstellung und Einbringen des Salzbetons in die Grubenräume des ERAM unterliegen einer kontinuierlichen Überwachung. Damit wird die notwendige Qualität des Versatzbaustoffes gewährleistet.


  Abbildung 6:
  Teilweise mit Salzbeton
  verfüllter Grubenbau im
  Zentralteil
Auf Grund seiner rheologischen Eigenschaften breitet sich der Salzbeton in horizontalen Lagen aus (Abb. 6). Probebohrungen in den erhärteten Versatz haben gezeigt, dass der Versatzkörper homogen ist und keine Anzeichen für Sedimentation des Baustoffes aufweist.

Bis Oktober 2008 waren ca. 640.000 m³ von nahezu 800.000 m3 Salzbeton in Abbaue auf den Sohlen 1, 2, 3a und 3 verpumpt und somit mehr als zwei Drittel des im Rahmen der bGZ einzubringenden Versatzvolumens in das ERAM eingebracht. Die Maßnahmen der bergbaulichen Gefahrenabwehrmaßnahme sind mit den geplanten Maßnahmen der endgültigen Stilllegung kompatibel.
Kernmarsch
Abbildung 7:
Kernmarsch aus dem erhärtetem Salzbeton

Zur Veranschaulichung des Ablaufes der „bGZ“ ist die Reihenfolge der Verfüllmaßnahmen im Rahmen der bGZ hier grafisch in zeitlicher Abhängigkeit zu beobachten (Download 6,4 MB).

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