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Rückführung und Rücktransport
Abfallprognosen

Endlager > Abfälle > Abfallbestand

Abfallbestand
Radioaktive Abfälle werden für die Endlagerung und die Zwischenlagerung entsprechend den jeweiligen Anforderungen behandelt. Man unterscheidet zwischen
  • Abfällen, die bereits in einem Zustand sind, der eine Endlagerung nach einer gegebenenfalls noch erforderlichen Verpackung in die entsprechenden Endlagerbehälter erlaubt (konditionierte Abfälle),
  • Zwischenprodukten sowie
  • unbehandelten Reststoffen.

Zusammengefasste Daten der Abfallerhebung für das Jahr 2010 (ohne abgebrannte Brennelemente)

Reststoffart vernachlässigbar wärmeentwickelnd
wärmeentwickelnd
unbehandelte Reststoffe
(verwertbare Reststoffe und Rohabfälle) -
Bestand Ende 2010

17.517 Kubikmeter

3 Kubikmeter
Zwischenprodukte -
Bestand Ende 2010


 10.295 Kubikmeter

 1.251 Kubikmeter
konditionierte Abfälle -
Bestand Ende 2010


96.513 Kubikmeter

674 Kubikmeter

Am 31.12.2010 waren insgesamt zirka 124.300 Kubikmeter radioaktive Reststoffe mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung und zirka 1.950 Kubikmeter wärmeentwickelnde radioaktive Reststoffe vorhanden.

In dem am 31.12.2010 vorhandenen Bestand an wärmeentwickelnden Abfällen sind außer den ausgedienten Brennelementkugeln des Thorium-Hochtemperaturreaktors Hamm-Uentrop (THTR) keine abgebrannten Brennelemente aus Leistungsreaktoren enthalten. Die THTR-Brennelementkugeln wurden vom Betreiber als Abfall deklariert und erscheinen deshalb in der Abfallstatistik (Zwischenprodukte).

Abfallbestand nach Verursachergruppen

Der derzeitige Abfallbestand an konditionierten radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung lässt sich unterschiedlichen Verursachergruppen zuordnen und teilt sich wie folgt auf:


Aufteilung des Bestandes konditionierter radioaktiver Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung nach Verursachergruppen am 31.12.2010, Gesamtvolumen: 96.515 Kubikmeter

Abfallbestand nach Kostenträgern

Dargestellt werden kann auch, welche Abfälle der Öffentlichen Hand gehören beziehungsweise für welche der Staat die Verantwortung und Kosten trägt. Nachfolgend werden die Abfallvolumina für die Öffentliche Hand, die Landessammelstellen, Energieversorgungsunternehmen (EVU) und kerntechnische Industrie dargestellt. Der Öffentlichen Hand werden alle Anlagen zugeordnet, die vom Bund und/oder den Ländern finanziert werden sowie das Europäische Institut für Transurane (ITU) in Karlsruhe.

Der Bestand an konditionierten radioaktiven Abfällen mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung ergibt Ende 2010 folgende Verteilung:


Aufteilung des Bestandes konditionierter radioaktiver Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung auf Öffentliche Hand und Private am 31.12.2010, Gesamtvolumen: 96.515 Kubikmeter

Da in diesem Bestand weder abgebrannte Brennelemente noch die beim Rückbau von Kernkraftwerken anfallenden radioaktiven Abfälle enthalten sind, stammt der größte Anteil der Abfälle derzeit aus der Öffentlichen Hand. Die Verteilung wird sich in der Zukunft stark verändern, da in den Kernkraftwerken noch ein bedeutender Anteil an radioaktiven Abfällen entstehen wird.

Abgebrannte Brennelemente

Bis zum 31.12.2010 sind in Deutschland 13.471 Tonnen Schwermetall in Form von bestrahlten Brennelementen angefallen (2009: 13.094 Tonnen), davon rund 375 Tonnen Schwermetall im Jahr 2010. Hierin enthalten sind abgebrannte Brennelemente aus den in Betrieb befindlichen und den stillgelegten Kernkraftwerken mit Leistungsreaktoren mit mehr als 50 Megawatt Leistung.

Von dieser Gesamtmenge wurden zirka 6.670 Tonnen Schwermetall an die Wiederaufarbeitungsanlage AREVA NC (vormals COGEMA) in Frankreich, an die Wiederaufarbeitungsanlage Sellafield Ltd. (vormals BNFL) in Großbritannien und an die WAK in Karlsruhe abgegeben sowie in sonstigen Anlagen im europäischen Ausland entsorgt.
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