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Elektromagnetische Felder > Statische / niederfrequente Felder
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Statische und niederfrequente elektrische und magnetische Felder
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Grundlagen, Begriffsbestimmungen
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Seit Werner von Siemens in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts das Prinzip des Elektrodynamos entwickelte, ist die Elektrizität in alle Lebensbereiche des Menschen vorgedrungen. In Industrie, Verkehr, Forschung und Medizin und natürlich in jedem Haushalt finden wir elektrisch betriebene Maschinen und Geräte.
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Vorkommen im Alltag
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Statische Felder sowie niederfrequente elektrische und magnetische Felder begegnen uns im Alltag in vielfältiger Form. Quellen statischer Felder sind z.B. Gleichspannungsanlagen, elektrifizierte Verkehrssysteme, die mit Gleichstrom betrieben werden (z.B. Straßenbahnen), die Magnetschwebebahnen, Lautsprecheranlagen, Heizdecken, Dauermagneten z.B. an Namensschildern, und auch die sog. "Magnetheilmittel" wie Magnetpflaster, Magnetkissen, -decken, -bänder oder -gürtel.
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Andere Anwendungen
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Außer den bekannten Quellen elektrischer und magnetischer Felder im Alltag gibt es noch einige sehr spezielle Anwendungen, die ebenfalls statische oder niederfrequente Felder in ihrer Umgebung hervorrufen.
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Biologische und gesundheitliche Wirkungen von niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern
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Jede elektrische Leitung ist von einem elektrischen und einem magnetischen Feld umgeben. Das magnetische Feld tritt nur auf, wenn in der Leitung Strom fließt. Das elektrische Feld ist überall vorhanden, wo eine elektrische Spannung besteht.
Im Alltag treten aufgrund der Versorgung mit 50-Hz-Wechselstrom vor allem elektrische und magnetische Wechselfelder auf. Statische elektrische
und magnetische Felder kommen zum Beispiel in Verbindung mit Gleichstromanlagen
vor.
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Grenzwerte und Vorsorgemaßnahmen
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In der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (Verordnung über elektromagnetische Felder - 26. BImSchV) sind Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung vor gesundheitlichen Gefahren durch elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder von Niederfrequenz- und Hochfrequenzanlagen festgelegt. Sie gilt seit 1997 und beruht auf Empfehlungen der Strahlenschutzkommission und der "Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung" (ICNIRP).
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Arbeitsschutz
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Im Gegensatz zur vergleichsweise geringen Exposition der allgemeinen Bevölkerung mit statischen und niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern können an bestimmten Arbeitsplätzen sehr hohe Belastungen auftreten. Beispiele sind elektrische Schalt- und Umspannanlagen, industrielle Elektrolyse- und Galvanikanlagen, Elektroschweißanlagen sowie medizinische Therapie- und Diagnoseverfahren.
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WHO aktualisiert die Risikobewertung von niederfrequenten Feldern
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Bereits 2002 wurden niederfrequente Felder von der mit der WHO assoziierten International Agency for Research on Cancer (IARC) als Klasse 2B "möglicherweise kanzerogen" eingestuft. Ausschlaggebend hierfür waren die epidemiologischen Beobachtungen einer statistischen Assoziation von kindlicher Leukämie und einer zeitlich gemittelten Magnetfeldexposition der Kinder im Bereich >0,3 - 0,4 µT.
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