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INTERPHONE-Studie findet kein erhöhtes Hirntumorrisiko durch Handynutzung – BfS rät weiterhin zur Vorsorge
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Am 18. Mai 2010 wurden erste zusammengefasste Ergebnisse aus der INTERPHONE-Studie über möglichen Langzeitfolgen der Mobilfunknutzung veröffentlicht. Der Auswertung zufolge konnte kein erhöhtes Risiko von Hirntumoren durch Handynutzung nachgewiesen werden. Die nun vorliegende Studie kann jedoch nicht alle offenen Fragen hinsichtlich der Langzeitnutzung des Mobilfunks beantworten. Das BfS sieht daher – wie auch die Autoren der INTERPHONE-Studie – für die Langzeitnutzung und für mögliche Auswirkungen auf Kinder weiterhin Forschungsbedarf und empfiehlt als Vorsorgemaßnahme, die individuelle Strahlenbelastung so gering wie möglich zu halten.
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Veröffentlichung: Mobilfunk - Risikodiskurse in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit
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Der Schwerpunkt „Mobilfunk - Risikodiskurse in Wissenschaft, Politik und Öffentlichkeit“ der Zeitschrift „TECHNIKFOLGENABSCHÄTZUNG – Theorie und Praxis“ (Nr. 3, 17. Jahrgang, Dezember 2008; Hrsg.: Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS)) gibt einen Überblick über die Diskurse zum wissenschaftlichen Kenntnisstand zu möglichen gesundheitlichen Risiken des Mobilfunks.
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Einstufung hochfrequenter elektromagnetischer Felder durch die IARC
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Die Internationale Krebsforschungsagentur (IARC) der Weltgesundheitsorganisation hat hochfrequente elektromagnetische Felder am 31.5.2011 in Gruppe 2B der IARC-Skala eingestuft. Diese Einordnung bedeutet, dass es nach Einschätzung der IARC nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand begrenzte Hinweise auf eine krebserregende Wirkung dieser Felder auf den Menschen gibt. Diese stammen aus epidemiologischen Beobachtungen, können aber nur unzureichend beziehungsweise nicht durch experimentelle Befunde gestützt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz ist im Rahmen seines Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms solchen Hinweisen nachgegangen. Auch in diesem Programm konnten die Hinweise nicht bestätigt werden. Das Bundesamt für Strahlenschutz kann mögliche Langzeitwirkungen und Wirkungen auf Kinder ebenfalls nicht ausschließen. Daher empfiehlt es, die eigene Strahlenbelastung vorsorglich so gering wie möglich zu halten, und hält weitere Forschungen auf diesem Gebiet für erforderlich. Das BfS ist eines von fünf internationalen wissenschaftlichen Kooperationszentren der WHO, das unter anderem für den Mobilfunk zuständig ist, und wird sich in dieser Funktion dafür einsetzen, dass die Frage nach gesundheitlichen Auswirkungen durch den Mobilfunk auch weiterhin mit Nachdruck verfolgt wird.
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Neue Frequenzen für die mobile Kommunikation: Gesundheitliche Bewertung
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Im Sommer 2010 wurde die Versteigerung zusätzlicher Frequenzen für neue mobile Kommunikationstechnologien durch die Bundesnetzagentur abgeschlossen. Die Lizenzbedingungen der Bundesnetzagentur schreiben keine bestimmte Technik vor. Um die Frequenzen möglichst effizient zu nutzen und einen schnellen Internetzugang mit einer möglichst hohen Datenübertragungsrate zu erreichen, wird voraussichtlich der neue Mobilfunkstandard „LTE“ (Abkürzung für „Long-Term Evolution“) eingesetzt werden.
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Beeinflusst die Handynutzung die männliche Fruchtbarkeit?
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Es wird oft kontrovers diskutiert, ob die Handynutzung einen Einfluss auf die männliche Fruchtbarkeit hat. Als erste haben Davoudi et al. (2002) anhand einer Gruppe von 13 gesunden Männern berichtet, dass die häufige Nutzung eines GSM-Mobiltelefons die Beweglichkeit von Spermien reduziert. Weitere Untersuchungen an männlichen Probanden und an Tieren folgten. Das BfS fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet sie.
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Bundesamt für Strahlenschutz: Handys für Kinder sind nicht sinnvoll
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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) fordert bereits seit Jahren, dass besonders strahlungsarme Handys mit einem SAR-Wert unter 0,6 Watt pro Kilogramm mit dem Blauen Engel ausgezeichnet werden. Bisher hatten die Hersteller dies abgelehnt. An der im September 2007 erfolgten Vergabe des ersten Blauen Engels für ein strahlungsarmes Handy bemängelt das BfS allerdings, dass damit ein Handy ausgezeichnet wird, das sich explizit an die Zielgruppe Kinder richtet und dessen SAR-Wert nur knapp unter 0,6 Watt pro Kilogramm liegt.
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Dänische Kohortenstudie zu „Handynutzung und Krebs“
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Aufgrund der rasanten Ausbreitung der Nutzung von Mobiltelefonen stellt sich die Frage nach möglichen Gesundheitsschäden, insbesondere Krebserkrankungen im Kopfbereich (Hirntumore, Augentumore, Akustikusneurinom, etc.), da hier die Strahlenbelastung am größten ist. Die Aussagekraft vieler Studien zu dieser Thematik ist zum Teil durch kurze Beobachtungszeiträume (Zeiten zwischen erster Handynutzung und möglichen Tumordiagnosen) und durch geringe Fallzahlen eingeschränkt.
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