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Bluetooth, Wireless Local Area Networks (WLAN) und Ultrawideband (UWB)

Mann nutzt Internet im Café mittels WLANBluetooth, Wireless Local Area Networks und Ultrawideband (UWB) sind Anwendungen hochfrequenter elektromagnetischer Strahlung, mit deren Hilfe verschiedene Geräte zur Telekommunikation und Datenverarbeitung kabellos und mobil miteinander verbunden werden.

Bluetooth und WLAN

Der Nahbereichs-Funk Bluetooth zielt vorrangig auf die Kopplung von Peripheriegeräten im Bürobereich ab (z.B. PC, Notebook, Lap- und Palmtop, Organizer, Drucker, Scanner). Der verwendete Frequenzbereich liegt zwischen 2400 und 2480 MHz. Bluetooth verfügt über drei Leistungsklassen: 1 mW für Anwendungen im Nahbereich bis ca. 10 m, 2,5 mW im Bereich des Büroarbeitsplatzes bis ca. 30 - 50 m, sowie 100 mW für Entfernungen bis ca. 100 m. Der Schwerpunkt der Anwendungen von Bluetooth liegt auf den beiden niedrigeren Leistungsklassen.

Zur Überbrückung größerer Entfernungen und insbesondere auch für die Bildung weiträumiger PC-Netzwerke über Funk kommt WLAN zur Anwendung. Über Einsteckkarten für PCs können die Geräte direkt miteinander kommunizieren. Über zentrale Zugangspunkte (Access Points, Hot Spots) sind Verbindungen mit dem Festnetz möglich. Mobile Arbeitsplätze in Firmen können damit an das hauseigene Datennetz angebunden werden, Studenten und Mitarbeiter von Universitäten werden mit Hilfe von WLAN vernetzt und Hotels, Flughäfen oder andere Einrichtungen bieten mittlerweile drahtlose Zugänge ins Internet an. In Deutschland sind zwei Frequenzbereiche freigegeben, knapp über 2,4 GHz und bei 5 GHz. Die maximal zulässige Strahlungsleistung der Geräte (Access Points) ist abhängig vom Frequenzbereich. Sie beträgt im Frequenzbereich um 2400 MHz 100 mW, im Frequenzbereich von 5150 - 5350 MHz bei einer Nutzung ausschließlich innerhalb geschlossener Räume 200 mW und im Frequenzbereich zwischen 5470 und 5725 MHz bei einer Nutzung sowohl innerhalb als auch außerhalb geschlossener Räume 1 W.

Aufgrund der geringen Sendeleistungen sowohl bei Bluetooth als auch bei WLAN findet die 26. BImSchV für diese Funksendeanlagen keine Anwendung. Nach den Ergebnissen entsprechender Untersuchungen im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms werden die international empfohlenen Referenzwerte für diesen Frequenzbereich von WLAN- und Bluetooth-Anlagen eingehalten, bzw. in der Regel deutlich unterschritten (siehe Vorhaben „Bestimmung der Exposition bei Verwendung kabelloser Übermittlungsverfahren im Haushalt und Büro“ - Weitere Informationen zum Thema Bluetooth und WLAN sind im Infoblatt Juli 2005 zu finden.

Ultra Wideband (UWB)

Ultra-Wideband (UWB) ist eine Technologie zur schnellen Datenübertragung, bei der –wie der Name sagt – ein besonders breiter Frequenzbereich genutzt wird. Als Anwendungsgebiet für UWB kommen vor allem schnelle Datendienste über kurze Entfernungen in Frage. Daneben sind aber auch Radaranwendungen im Verkehrstechnik-Sektor (z.B. zur Kollisionsvermeidung), Anwendungen im Bereich der Personenkontrolle (z.B. zur Detektion von gefährlichen Gegenständen) und im Bereich der Medizintechnik (z.B. zur Detektion von Tumoren), sowie im RFID-Bereich (RFID = Radio-frequency identification, automatische Identifizierung und Lokalisierung von Gegenständen und Lebewesen mit Hilfe elektromagnetischer Felder) denkbar. Der größte Anwendungsbereich dürfte aber in der Audio-, Video- und Datenübertragung zwischen nicht allzu weit (einige Meter) voneinander entfernten Geräten liegen (z.B. zwischen Computer und zugehöriger Peripherie, wie z.B. Drucker, externe Harddisks, PDA, MP3-Player („Wireless USB“), zwischen Computer und Beamer oder zwischen Komponenten von Heimkinosystemen). Ein Ersatz der bisher für diese Anwendungen vorherrschenden Kabelverbindungen durch Funkverbindungen wird aufgrund der erzielbaren Übertragungsraten von mehreren hundert MBit/s (teilweise bis in den GBit/s-Bereich) ermöglicht.

Da für UWB Frequenzbereiche (mit)benutzt werden, die eigentlich für andere (schmalbandige) Funkdienste vorgesehen sind, bedarf die Nutzung der UWB-Technologie einer funktechnischen Regulierung durch europäische und nationale Verordnungen. Für die Europäische Gemeinschaft erfolgte im Februar 2007 eine entsprechende Entscheidung der Europäischen Kommission (2007/131/EG) zur Gestaltung der harmonisierten Frequenznutzung durch UWB Geräte. Im Januar 2008 wurde die nationale Funkregulierung durch die deutsche Bundesnetzagentur veröffentlicht. Darin sind Obergrenzen für die Sendeleistung von UWB-Geräten im Frequenzbereich zwischen 1.600 MHz und 10.600 MHz für Ultrabreitbandgeräte mit einer Mindestbandbreite von 50 MHz definiert.

Um möglichst frühzeitig eine belastbare Datenbasis für die von verschiedenen Ultra-Wideband Funkanwendungen verursachten maximal möglichen und durchschnittlich zu erwartenden Expositionen zu schaffen, wurde im Rahmen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (DMF) ein entsprechendes Vorhaben durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass von den nach dem UWB Verfahren arbeitenden Geräten sehr geringe Expositionen ausgehen, wobei der überstrichene Frequenzbereich aber sehr groß (bis zu 7,5 GHz Bandbreite) ist. Überschreitungen der empfohlenen Grenzwerte der spezifischen Absorptionsrate (SAR) sind bei Einhaltung der von der Funkregulation vorgegebenen Sendeleistungsbeschränkungen nicht möglich.

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