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Anwendungen hochfrequenter Felder
Zahlreiche Technologien nutzen hochfrequente elektromagnetische Felder: Rundfunk und Fernsehen sind aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken, schnurlose Telefone erhöhen die Bequemlichkeit beim Telefonieren im Haus und im Garten, Kleinkinder werden im Kinderzimmer mit Babyphonen überwacht, Computer werden über Wireless LAN (WLAN), Bluetooth und neuerdings auch Ultrawideband- (UWB-) Technologien untereinander und mit Peripherie-Geräten vernetzt, Polizei und Feuerwehr nutzen ein eigenes Funknetz zur Kommunikation über größere Entfernungen. Außerdem werden hochfrequente Felder für Radarsysteme, in Mikrowellenherden und für die Warensicherung angewendet. Derzeit werden zudem neue Anwendungen für hochfrequente Felder im Terahertzbereich entwickelt und erprobt (z.B. Bodyscanner an Flughäfen). Den stärksten Anstieg in der Nutzung erfährt aber seit einigen Jahren der Mobilfunk. Mit der UMTS- und der WiMAX-Technologie zur schnellen Übertragung von Bildern und Daten wird die Nutzungshäufigkeit noch weiter ansteigen.
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Mobilfunk – GSM und UMTS
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Für den Mobilfunk werden derzeit der GSM (Global System for Mobile Communicati-ons) und der UMTS (Universal Mobile Telecommunication System) Standard einge-setzt. Der Frequenzbereich der GSM-Systeme liegt um 900 MHz (für das D-Netz) und um 1800 MHz (für das E-Netz). Das Frequenzband für UMTS liegt zwischen 1900 und 2170 MHz.
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Sonstige Funkdienste
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Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, z.B. Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst und Grenzschutz betreiben ein eigenes Funknetz, das von anderen Funknetzen streng getrennt ist (BOS-Funk).
Freie Sprechfunkdienste sind Funkdienste, die für die Allgemeinheit zugänglich und weder anmelde- noch gebührenpflichtig sind.
Der Amateurfunk ist ein Experimentalfunk, der einer Lizenz bedarf. Geräte und Antennen werden von den Amateuren häufig verändert.
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Schnurlose Festnetztelefone
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Schnurlose Telefone für Haus und Garten übertragen per Funk Gespräche zwischen einer am Telefonfestnetz angeschlossenen Basisstation und einem oder mehreren tragbaren Telefonen
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WiMAX
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WiMAX (Worldwide Interoperability for Microwave Access) ist ein neuer Standard für regionale Funknetze. Da mit diesem Standard theoretisch mehrere Kilometer Reichweite und Datenraten von mehreren Mbit/s möglich sind, wird WiMAX oft als „großer Bruder“ von WLAN bezeichnet. Insbesondere in ländlichen Gegenden, in denen aufgrund wirtschaftlicher Überlegungen keine kabelgebundene Internetversorgung vorhanden oder geplant ist, kann WiMAX für Netzbetreiber eine Alternative zur Überbrückung der sogenannten „letzten Meile“ zum Kunden darstellen
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Babyüberwachungsgeräte
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Babyüberwachungsgeräte übertragen Geräusche aus dem Kinderzimmer in andere Räume, um Aufsichtspersonen, z.B. den Eltern, so die Möglichkeit zu geben, den Schlaf des Babys oder Kleinkinds auch aus der Entfernung zu überwachen. Derzeit werden zwei verschiedene technische Möglichkeiten genutzt: Verbindung über die Stromleitungen des Hauses oder der Wohnung oder eine Funkverbindung. Die meisten Babyüberwachungsgeräte arbeiten heute mit Funk.
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Rundfunk und Fernsehen
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Rundfunksender arbeiten im Frequenzbereich zwischen 1,4 und 108 MHz, Fernsehsender im Bereich zwischen 174 und 890 MHz. Die Zahl der Sendeanlagen ist im Vergleich zum Mobilfunk klein, allerdings arbeiten die einzelnen Sender je nach dem zu versorgenden Gebiet und dem Frequenzbereich mit teilweise sehr hohen Sendeleistungen bis zu mehreren Millionen Watt (MW). Die Sicherheitsabstände in Abstrahlrichtung der Antenne betragen daher teilweise mehrere hundert Meter. Bei hohen Funktürmen ist am Boden in der Regel kein Sicherheitsabstand erforderlich.
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Weitere Anwendungen
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Radaranlagen werden für vielfältige Zwecke eingesetzt. Am bekanntesten sind Radarsysteme für die zivile und militärische Flugüberwachung, Wetterradar oder Verkehrsüberwachungsradar. In Mikrowellenherden wird HF-Strahlung mit einer Frequenz von 2,45 GHz zum schnellen Erwärmen von Speisen verwendet. Einige Typen von Warensicherungsanlagen arbeiten mit hochfrequenter Strahlung im Frequenzbereich zwischen 1,8 und 10 MHz oder zwischen 2400 und 2500 MHz. Zurzeit werden neue Anwendungen für den Millimeter-/Terahertzbereich des elektromagnetischen Spektrums entwickelt. Bei der Sicherheitsüberprüfung werden an einigen Flughäfen weltweit bereits sog. Bodyscanner erprobt, die mit Terahertzstrahlung arbeiten. Bildschirmarbeitsplätze sind von elektromagnetischen Feldern umgeben, die sich aus der Funktionsweise der Geräte ergeben und immer einen weiten Frequenzbereich umfassen.
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