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Grundlagen, Begriffsbestimmungen
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Im elektromagnetischen Spektrum sind die hochfrequenten elektromagnetischen Felder im Frequenzbereich zwischen etwa 100 Kilohertz (kHz = 1.000 Hz) und 300 Gigahertz (GHz = 1.000.000.000 Hz) angesiedelt (siehe auch Abb. Elektromagnetisches Spektrum). Hertz ist die Maßeinheit für die Frequenz, das heißt für die Zahl der Schwingungen pro Sekunde. Für die hochfrequenten elektromagnetischen Felder (HF-EMF) gilt: Sowohl das elektrische als auch das magnetische Feld wechseln zwischen zigtausend und mehreren Milliarden Mal in der Sekunde ihre Richtung.
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Anwendungen hochfrequenter Felder
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Zahlreiche Technologien nutzen hochfrequente elektromagnetische Felder: Rundfunk und Fernsehen sind aus dem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken, schnurlose Telefone erhöhen die Bequemlichkeit beim Telefonieren im Haus und im Garten, Kleinkinder werden im Kinderzimmer mit Babyphonen überwacht, Computer werden über Wireless LAN (WLAN), Bluetooth und neuerdings auch Ultrawideband- (UWB-) Technologien untereinander und mit Peripherie-Geräten vernetzt, Polizei und Feuerwehr nutzen ein eigenes Funknetz zur Kommunikation über größere Entfernungen. Außerdem werden hochfrequente Felder für Radarsysteme, in Mikrowellenherden und für die Warensicherung angewendet. Derzeit werden zudem neue Anwendungen für hochfrequente Felder im Terahertzbereich entwickelt und erprobt (z.B. Bodyscanner an Flughäfen). Den stärksten Anstieg in der Nutzung erfährt aber seit einigen Jahren der Mobilfunk. Mit der UMTS- und der WiMAX-Technologie zur schnellen Übertragung von Bildern und Daten wird die Nutzungshäufigkeit noch weiter ansteigen.
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Biologische und gesundheitliche Wirkungen hochfrequenter elektromagnetischer Felder
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Hochfrequente elektromagnetische Felder werden von biologischen Systemen aufgenommen und führen in erster Linie zu einer Erwärmung. Die physikalische Grundlage dieser thermischen Wirkung ist gut bekannt und unstrittig. Fraglich sind mögliche biologische Wirkungen nicht-thermischer Art im Bereich niedriger Intensitäten hochfrequenter Strahlung, deren Existenz bisher wissenschaftlich nicht nachgewiesen wurde, die aber weiterhin intensiv erforscht werden.
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Rechtliche Grundlagen, Grenzwerte und Vorsorge
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Seit 1997 gilt in Deutschland die "Verordnung über
elektromagnetische Felder" auf der Grundlage des
Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV). Diese Verordnung wurde zum
Schutz der Bevölkerung vor gesundheitlichen Gefahren elektromagnetischer Felder
erlassen.Sie stützt sich auf Empfehlungen der Strahlenschutzkommission und der
"Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender
Strahlung" (ICNIRP).
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Risikowahrnehmung der Öffentlichkeit zur Mobilfunktechnologie
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Diskussionen über mögliche gesundheitliche Risiken durch hochfrequente elektromagnetische Felder, zum Beispiel in der Umgebung von Rundfunk- und Fernsehsendern, finden schon seit vielen Jahren statt. Der rasante Ausbau der Mobilfunknetze und der starke Anstieg der Zahl der Mobilfunknutzer vor einigen Jahren hat in der Öffentlichkeit zu einer verstärkten Diskussion um die möglichen Risiken der Mobilfunktechnologie geführt.
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Arbeitsschutz
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Im Gegensatz zur vergleichsweise geringen Exposition der allgemeinen Bevölkerung mit hochfrequenten elektromagnetischen Feldern treten an bestimmten Arbeitsplätzen hohe Belastungen auf. Beispiele sind Anwendungen zum Erwärmen von Gewebe in der Medizin oder Anlagen zum Erwärmen und Verbinden von Materialien in der Industrie.
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