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Elektromagnetische Felder > FAQs zum Thema > FAQs Vorsorge
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Vorsorge bei elektromagnetischen Feldern
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1.
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Warum hält das BfS Vorsorgemaßnahmen bei elektromagnetischen Feldern für notwendig?
Über die Wirkung niederfrequenter elektrischer und magnetischer und hochfrequenter elektromagnetischer Felder auf den Menschen ist bereits sehr viel bekannt. Um die Menschen vor den wissenschaftlich nachgewiesenen gesundheitlichen Wirkungen dieser Felder zu schützen, sind in der 26. Verordnung zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) für feststehende, gewerblich genutzte Niederfrequenzanlagen (zum Beispiel Hochspannungsleitungen) und Hochfrequenzanlagen (zum Beispiel Mobilfunksendeanlagen) Grenzwerte festgelegt.
Die Wissenschaft kann aber nicht beweisen, dass kein Risiko existiert, daher kann nie definitiv ausgeschlossen werden, dass doch noch ein gesundheitliches Risiko entdeckt wird.
Hochfrequente elektromagnetische Felder
Die Bewertung der Ergebnisse des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms hat ergeben, dass die gültigen Grenzwerte vor den bekannten gesundheitlichen Wirkungen hochfrequenter Felder schützen. Es wurden aber auch zwei Bereiche identifiziert, die weiter untersucht werden sollten: mögliche Langzeitwirkungen einer intensiven Handynutzung und mögliche Wirkungen auf Kinder und Jugendliche.
Niederfrequente elektrische und magnetische Felder
Epidemiologische Studien zeigen übereinstimmend Hinweise auf ein mögliches gesundheitliches Risiko beim Einwirken niederfrequenter magnetischer Felder (siehe „Biologische und gesundheitliche Wirkungen von niederfrequenten elektrischen und magnetischen Feldern“. Bei Kindern, die über längere Zeit Magnetfeldern ausgesetzt waren, die deutlich unter dem Grenzwert lagen, wurde ein geringfügig, aber signifikant erhöhtes Risiko gefunden, an Leukämie zu erkranken. Allerdings konnte ein ursächlicher Zusammenhang bislang nicht nachgewiesen werden.
Aus Sicht des Bundesamtes für Strahlenschutz ist Vorsorge angesichts der noch bestehenden wissenschaftlichen Unsicherheiten wichtig und angemessen.
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2.
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Welche Vorsorgemaßnahmen empfiehlt das BfS?
Ein wesentlicher Aspekt der Vorsorge ist, die Feldeinwirkung auf die Bevölkerung soweit wie möglich zu verringern. Dies wird erreicht, indem die Stärke der Felder reduziert und ihre Einwirkdauer verkürzt wird. Zu den Vorsorgemaßnahmen gehört aber auch verstärkte Forschung, um wissenschaftliche Unsicherheiten zu verringern und den aktuellen Kenntnisstand zu erweitern, sowie die Information und Sensibilisierung der Bevölkerung über die gesundheitlichen Risiken. Beides sind wesentliche Aufgaben des Bundesamtes für Strahlenschutz.
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3.
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Wie kann jeder selbst vorsorgen?
Es gibt viele Möglichkeiten, die Einwirkung niederfrequenter elektrischer und magnetischer sowie hochfrequenter elektromagnetischer Felder individuell zu verringern:
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Abstand halten:
In den meisten Fällen nimmt die Stärke elektromagnetischer Felder mit dem Abstand von der Quelle stark ab. Daher kann durch eine Vergrößerung des Abstandes in vielen Fällen bereits sehr einfach die Feldeinwirkung deutlich reduziert werden.
Beispiele für entsprechende Maßnahmen sind:
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Radiowecker, die am Stromnetz betrieben werden, nicht direkt neben das Kopfende des Bettes stellen
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Babyüberwachungsgeräte in mindestens einem Meter Abstand vom Kind aufstellen und das Netzgerät für die Stromversorgung so weit wie möglich vom Kind entfernt betreiben
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Dauer der Einwirkung verringern - unnötige Quellen abschalten:
In vielen Fällen bleiben Geräte eingeschaltet, beziehungsweise im Standby-Betrieb, auch wenn sie nicht benötigt werden. Dadurch wird unnötig Strom verbraucht und - anders als bei ausgeschalteten Geräten - entstehen auch magnetische Felder.
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Strahlungsarme Geräte verwenden:
Für einige Geräte gibt es Informationen über die Strahlenbelastung vom Hersteller oder im Internet. Eine Liste der SAR-Werte von aktuell verfügbaren Handy-Modellen finden Sie hier. Über strahlungsarme schnurlose Telefone (DECT-Telefone) informiert das BfS in dem Artikel „Strahlungsarme DECT-Schnurlostelefone“ . Für Babyüberwachungsgeräte, Handys und DECT-Telefone gibt es sogar ein entsprechendes Umweltzeichen (Blauer Engel). Leider wird dieses von den Herstellern von Handys und DECT-Telefonen aber praktisch nicht genutzt.
Hinweise zur Minimierung der Strahlenbelastung bei der Nutzung von Handys finden Sie unter den „Häufig gestellten Fragen zum Thema „Mobilfunk“.
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