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Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die 2007 begonnene Umrüstung
der Schachtanlage Konrad zu einem Endlager für schwach radioaktive
Abfälle professionell geführt. Bei der Vorstellung des
BfS-Jahresberichts in Berlin sagte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel:
"Für mich ist es besonders wichtig, dass sich die Öffentlichkeit in der
Region zu jedem Zeitpunkt informieren kann. Das BfS hat mit der
Einrichtung eines Informationsbüros und seiner offenen
Informationspolitik Beispielhaftes geleistet". Zur Schließung der
Schachtanlage Asse II in Niedersachsen sagte Gabriel: "Die Sicherheit
des Betriebspersonals sowie der Bevölkerung in der Umgebung der
Schachtanlage hat Priorität. Das BfS leistet hier wertvolle
Unterstützung. Das wird auch von Kritikern der Endlagerung anerkannt."
Einer der Schwerpunkte der Arbeit des BfS liegt auf den Risiken
natürlicher Strahlung. BfS-Präsident Wolfram König wies darauf hin, dass
die Ultraviolett (UV)-Strahlung gerade bei Kindern und Jugendlichen
häufig unterschätzt würde. "80 Prozent der UV-Lebensdosis erhält man im
Alter bis zu 18 Jahren. Der Körper reagiert erst nach vielen, vielen
Jahren. Die Haut vergisst nichts", so König.
Strahlung kann man nicht immer sehen und spüren. Sie kommt unter anderem
natürlich im Sonnenlicht, im Edelgas Radon oder in der Höhenstrahlung
vor. Sie ist ein erhebliches gesundheitliches Risiko. So erkranken in
Deutschland jährlich bis zu 140.000 Menschen neu an Hautkrebs. Eine
wesentliche Ursache dafür ist die natürlich und künstlich vorkommende
UV-Strahlung. Dabei kann man die Sonne ohne Reue genießen, wenn man
einige wichtige Vorsorgemaßnahmen beachtet, insbesondere bei Kindern.
Eltern sollten besonders darauf achten, dass ihre Kinder frühzeitig den
richtigen Umgang mit der Sonne lernen. Besonders wichtig ist guter
Sonnenschutz. Kinder unter zwei Jahren sollten der Sonne gar nicht
ausgesetzt werden. Geeignete Kleidung und Kopfbedeckung sind ein
effektiver Schutz vor Sonnenbrand.
Seit dem 1. Juli 2008 bieten die Krankenkassen kostenlos Untersuchungen
zur Früherkennung von Hautkrebs an. Bundesumweltministerium (BMU) und
BfS raten den Bürgerinnen und Bürgern, diese kostenlosen Untersuchungen
zu nutzen. Gerade bei Hautkrebs gibt es mit Hilfe der Früherkennung und
frühzeitiger Behandlung gute Heilungschancen.
Ebenfalls natürliche Strahlung verursacht das Edelgas Radon, das
insbesondere in Gebieten mit granithaltigem Gestein im Untergrund in
vielen Regionen der Mittelgebirge vorkommt und dort zu hohen Belastungen
in Häusern führen kann. Radon ist nach dem Rauchen die zweithäufigste
Ursache für Lungenkrebs. Allein in Deutschland würden jährlich 1.900
Lungenkrebs-Sterbefälle registriert, deren Ursache nach jetzigem Wissen
auf Radon zurückgehe. "Es ist sinnvoll, die Radonkonzentration gerade in
höher belasteten Häusern zu reduzieren", sagte König. Häufig reichen
schon einfache und preisgünstige Baumaßnahmen aus. Bei der Errichtung
von Neubauten bieten Beton-Plattenfundamente und Abdichtungen gegen
Bodenfeuchte einen wirkungsvollen Schutz gegen das Eindringen des
Edelgases. Besonders wichtig ist auch, Leitungsdurchführungen im
Mauerwerk in den Bereichen abzudichten, in denen das Gebäude Kontakt mit
den umgebenden Erdschichten hat. Der Einbau einer dicht schließenden
Kellertür trägt dazu bei, die Ausbreitung von Radon in höhere Etagen zu
verhindern. Nachhaltig und kostengünstig sind Maßnahmen zur
Radonverminderung, wenn diese vorsorglich bereits beim Neubau von
Häusern ergriffen werden. Die Kosten liegen dann in vielen Fällen bei
maximal 2.000 Euro für ein Haus mit 100 Quadratmeter Grundfläche.
Hinweis: Der vollständige Jahresbericht 2007 des BfS ist im Internet
unter http://www.bfs.de/bfs/druck/jahresberichte/jb2007.html abrufbar oder
kann kostenlos per E-Mail über epost@bfs.de oder beim Bundesamt für Strahlenschutz, Postfach 100149, 38201 Salzgitter
bezogen werden.
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