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Das
Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist jetzt Kooperationszentrum
für Strahlenschutz der Weltgesundheitsorganisation (World Health
Organisation, WHO) in den Bereichen ionisierende und
nichtionisierende Strahlung. Dies gab Bundesumweltminister Sigmar
Gabriel anlässlich seines Besuches beim BfS in Salzgitter
bekannt. "Damit leistet das Bundesamt für Strahlenschutz einen
entscheidenden Beitrag Deutschlands zur Verbesserung des
Strahlenschutzes für Mensch und Umwelt auch auf internationaler
Ebene", erklärte Bundesumweltminister Sigmar Gabriel. Der
Präsident des BfS, Wolfram König, betonte: "Die Ernennung
durch die WHO stellt eine besondere Würdigung der Arbeit des BfS
dar. Ich freue mich über diese Auszeichnung, mit der die WHO das
BfS als international renommierten und kompetenten wissenschaftlichen
Partner anerkennt".
Das
BfS ist damit in drei große Projekte der WHO aktiv eingebunden.
Das „EMF-Projekt“ befasst sich mit der Frage, ob es bei
niederfrequenten und hochfrequenten elektromagnetischen Feldern auch
unterhalb der geltenden Grenzwerte zu gesundheitlichen Auswirkungen
kommen kann. Das "Intersun-Projekt" beschäftigt sich mit den
gesundheitlichen Gefahren sowie mit möglichen Umweltschäden
durch UV-Strahlung. Im Rahmen des "Internationalen Radon Projekts (IRP)"
wird die Belastung der Bevölkerung durch das in
der Natur vorkommende radioaktive Gas Radon und die damit verbundenen
gesundheitlichen Risiken untersucht. Alle drei Projekte haben zum
Ziel, mögliche und existierende gesundheitliche und ökologische
Risiken umfassend und auf wissenschaftlichen Erkenntnissen begründet
zu bewerten, darauf aufbauend Empfehlungen auszusprechen sowie die
Öffentlichkeit zu informieren.
Als
Kooperationszentrum erhebt das BfS repräsentative Daten bezogen
auf die Bevölkerung Deutschlands und stellt diese der WHO zur
Verfügung. Das BfS unterstützt die WHO durch Initiierung
und Koordinierung von Forschungsvorhaben, um offene wissenschaftliche
Fragen bezüglich gesundheitlicher Aspekte zu klären. Die
Veranstaltung wissenschaftlicher Kongresse und die Veröffentlichung
der Forschungsergebnisse gehören ebenso zu den Aufgaben des
Kooperationszentrums wie die aktive Unterstützung der WHO bei
der Erstellung von verständlichen Informationsmaterialien für
die Öffentlichkeit, insbesondere auch für Kinder und
Jugendliche.
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