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Information vom 14.07.2009

Weitere Laugenzutritte mit Kontamination festgestellt
Gefährdung von Betriebspersonal und Umgebung der Asse aber ausgeschlossen
Bei einem Kontrollgang der Schachtanlage Asse II ist an der tiefsten Stelle des Schachtes 2 in 950 m Tiefe eine Ansammlung von neuen Salzlösungen festgestellt worden. Eine weitere Stelle wurde auf der 925-m-Sohle gefunden. Wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) heute mitteilte, wurden in den Lösungen Werte für Cäsium 137 von 121 Bq pro Liter festgestellt und für Tritium von 27 000 Bq/Liter. Beide Werte liegen unterhalb der Freigrenzen der Strahlenschutzverordnung.

Die Experten des BfS gehen davon aus, dass die gefundenen Radionuklide aus dem Lösungssumpf vor der Kammer 12 der 750-m-Ebene stammen. Mit hoher Wahrscheinlichkeit kommen die Laugenzutritte aus dem so genannten Tiefenaufschluss. Die Lösungen sind ausgepresst worden, weil die Hohlräume im Gebirge zusammengedrückt werden. Das Helmholtz Zentrum München als ehemaliger Betreiber der Asse hatte in den Tiefenaufschluss zwischen 2005 bis 2008 kontaminierte Lauge eingeleitet.

Das BfS hat Strahlenschutzmaßnahmen veranlasst. Sofern Arbeiten in diesem Bereich erfolgen, der nicht regelmäßig betreten wird, werden Vorkehrungen getroffen. Dadurch soll eine Verschleppung der Radionuklide in andere Grubenbereiche verhindert werden. Wie es weiter hieß, ist eine Gefährdung des Betriebspersonals und der Umgebung ausgeschlossen.
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