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 A

A
Ampere, Maßeinheit der elektrischen Stromstärke
 

Ablaugung
siehe »Subrosion«
 

Ableitung radioaktiver Stoffe
Abgabe flüssiger, aerosolgebundener und gasförmiger radioaktiver Stoffe aus Anlagen und Einrichtungen auf hierfür vorgesehenen Wegen.
 

Absorption
Schwächung der Intensität einer Teilchen- oder Wellenstrahlung beim Durchgang durch Materie. Die Energie der Strahlung wird dabei in eine andere Energieform (z.B. Wärme) umgewandelt. Die von biologischen Geweben absorbierte Energie ist Grundlage für die Berechnung der vom Organismus aufgenommenen Dosis.
 

Abteufen
Unter Abteufen versteht man vertikales Vorarbeiten in das Gebirge mit unterschiedlichen Verfahrenstechniken, wie z.B. Bohr- und Sprengarbeiten. Ein Schacht wird abgeteuft.
 

Aerosol
Feste oder flüssige Bestandteile der Luft (Durchmesser: 10-3 bis 10-8 cm). Der überwiegende Teil der natürlichen und künstlichen Radionuklide der Luft ist an Aerosole gebunden.
 

Aktivität
Aktivität ist die Anzahl der pro Zeiteinheit in einem radioaktiven Stoff auftretenden Kernumwandlungen. Die Maßeinheit der Aktivität ist das Becquerel (Kurzzeichen: Bq), mit der die Anzahl der radioaktiven Kernumwandlungen pro Sekunde angegeben wird. Da die Radionuklide in Stoffmengen unterschiedlicher Konfiguration enthalten sein können, wird die Aktivitätsangabe auch häufig auf diese bezogen, z.B. Becquerel pro Gramm (Bq/g) in Feststoffen, Becquerel pro Liter (Bq/l) in Flüssigkeiten oder Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) in Luft. Die alleinige Angabe der Aktivität ohne Kenntnis des Radionuklids lässt keine Aussage über die Strahlenexposition zu.
 

Aktivität, spezifische
Verhältnis der Aktivität eines Radionuklids zur Masse des Materials, in dem das Radionuklid verteilt ist. Bei festen radioaktiven Stoffen ist die Bezugsmasse für die Bestimmung der spezifischen Aktivität die Masse des Körpers oder Gegenstandes, mit dem die Radioaktivität bei vorgesehener Anwendung untrennbar verbunden ist. Bei gasförmigen radioaktiven Stoffen ist die Bezugsmasse die Masse des Gases oder Gasgemisches.
 

Aktivitätskonzentration
Verhältnis der Aktivität eines Radionuklids zum Volumen des Materials, in dem das Radionuklid verteilt ist.
 

Aktivitätskonzentration der Luft
Die Aktivitätskonzentration in der Luft wird in der Einheit Becquerel pro Kubikmeter (Bq/m3) angegeben. Die Aktivitätskonzentration der Luft gibt an, welche Aktivität eines bestimmten Radionuklids in einem Kubikmeter Luft enthalten ist.
 

AkEnd
Weltweit gibt es bis heute kein Endlager für abgebrannte Brennelemente aus Kernkraftwerken und für hochradioaktiven Abfall aus der Wiederaufarbeitung. In Deutschland ist seit 1979 der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als Endlager für alle Arten radioaktiver Abfälle erkundet worden. Die Bundesregierung hat allerdings Zweifel an der Eignung von Gorleben. Sie hat deshalb im Einvernehmen mit den Energieversorgungsunternehmen die Erkundung am 1. Oktober 2000 für eine Zeitdauer zwischen drei und maximal zehn Jahren zur Klärung konzeptioneller und sicherheitstechnischer Fragen unterbrochen (Moratorium).

Der Bund sieht keine Alternative zur Endlagerung in tiefen geologischen Formationen für die langfristig sichere Entsorgung radioaktiver Abfälle. Deshalb will die Bundesregierung weitere Standorte in unterschiedlichen Gesteinsformationen für die Endlagerung suchen und auf ihre Eignung überprüfen.

Damit stellt sich die Frage, wie Standorte identifiziert werden können, die für eine sichere Endlagerung geeignet sind und gleichzeitig Akzeptanz in der Öffentlichkeit finden.

Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) im Februar 1999 den Arbeitskreis Auswahlverfahren Endlagerstandorte (AkEnd) eingerichtet. Die Empfehlungen des AkEnd dienen der Unterstützung des Bundes im Rahmen der Wahrnehmung seiner Aufgabe, gemäß § 9 a Abs. 3 Atomgesetz (AtG) Anlagen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle einzurichten.

Der AkEnd ist ein fachlich-wissenschaftliches Gremium, das im Rahmen der gesteckten Ziele unabhängig und frei von Vorgaben und Weisungen arbeitet. Das BMU hat bei der Berufung in den AkEnd auf Ausgewogenheit hinsichtlich Personen und Institutionen geachtet, damit im AkEnd ein weites Spektrum der in der Fachwelt zum Thema Endlagerung vertretenen Auffassungen repräsentiert ist.

Die Mitglieder des AkEnd sind Fachleute aus den Bereichen Geowissenschaften, Sozialwissenschaften, Chemie, Physik, Mathematik, Bergbau, Deponietechnik, Ingenieurwesen und Öffentlichkeitsarbeit.

Der AkEnd hatte den Auftrag, ein nachvollziehbares Verfahren für die Suche und die Auswahl von Standorten zur Endlagerung aller Arten radioaktiver Abfälle in Deutschland zu entwickeln. Das Verfahren sollte die Beteiligung der Öffentlichkeit in geeigneter Form vorsehen und fundierte Kriterien beinhalten. Die Entwicklung sollte auf wissenschaftlicher Basis sachorientiert, unvoreingenommen und ohne Ausschluss relevanter Aspekte erfolgen. Dabei sollten die Vorgehensweisen und Erfahrungen in anderen Ländern berücksichtigt werden. Der AkEnd sollte seine Überlegungen schon während ihrer Entwicklung mit der nationalen und internationalen Fachwelt und mit der interessierten Öffentlichkeit erörtern
 

AKW
Atomkraftwerk oder auch Kernkraftwerk (KKW). Wärmekraftwerk, überwiegend zur Stromversorgung, bei dem die bei der Kernspaltung in einem Reaktor freigesetzte Kernbindungsenergie in Wärme und über einen Wasser-Dampf-Kreislauf mittels Turbine und Generator in elektrische Energie umgewandelt wird.
 

Aktinische Keratosen
Aktinische oder solare Keratosen werden auch als Sonnenschwielen bezeichnet. Es handelt sich um durch Sonnenstrahlung ausgelöste Verhornungsstörungen der Haut (Horn- bis warzenartige rötlich-braune Wucherungen). Sie treten meist ab dem 50. Lebensjahr auf und sind besonders an den Stellen anzutreffen, die über Jahrzehnte hinweg intensiver Sonnenstrahlung ausgesetzt waren.
Betroffen sind überwiegend hellhäutige Personen mit den Hauttypen I oder II auf, die leicht einen Sonnenbrand bekommen. Bei dunklen Hauttypen sind aktinische Keratosen sehr selten. Außerdem findet man sie bei Männern häufiger als bei Frauen. Aktinische Keratosen treten öfter bei Menschen auf, die sich berufsbedingt häufig im Freien aufhalten. Aktinische Keratosen sind Vorstufen des Stachelzell-Hautkrebses (Spinaliom).
 

AKR-Mäuse
Ein spezieller Inzucht-Stamm, der eine hohe spontane Leukämierate aufweist. Es handelt sich um ein anerkanntes Tiermodell für menschliche Leukämien, das in der Krebsforschung eingesetzt wird.
 

ALARA
Abkürzung für "as low as reasonably achievable" (so niedrig wie vernünftigerweise erreichbar). Prinzip des Strahlenschutzes bei ionisierender Strahlung, nach dem immer alle vernünftigen und sinnvollen Maßnahmen ergriffen werden müssen, um die Strahlenexposition des Menschen auch unterhalb der Grenzwerte so gering wie möglich zu halten.
 

Alphastrahlung, Alphateilchen
Teilchenstrahlung in Form von Alphateilchen. Beim Kernzerfall bestimmter Radionuklide ausgesandtes, positiv geladenes Teilchen. Es besteht aus zwei Neutronen und zwei Protonen und ist mit dem Kern des Heliumatoms identisch. Alphateilchen werden durch wenige Zentimeter Luft bereits absorbiert und können weder ein Blatt Papier noch die Haut des Menschen durchdringen. Alphateilchen können auf den Organismus nur dann einwirken, wenn die Alphastrahlung aussendende Substanz eingeatmet oder mit der Nahrung aufgenommen wird oder in offene Wunden gelangt. Im Allgemeinen ist der Alphazerfall von der Abgabe von Gammastrahlung begleitet – siehe »Betastrahlung«, »Gammastrahlung«.
 

AMG
Arzneimittelgesetz
Medical Preparations Act
 

AM
Amplitudenmodulation
 

Amplitude
Maximale Auslenkung einer Schwingung oder einer Welle
 

Anlagen zur Kernbrennstoffver- und -entsorgung
In Betrieb befindliche und stillgelegte Anlagen zur Urananreicherung, Brennelementfertigung, Wiederaufarbeitung und Konditionierung verbrauchter Brennelemente. Hierzu gehören auch Einrichtungen zur Aufbewahrung von Behältern mit verbrauchten Brennelementen (Interims- und Zwischenlager) und von Behältern mit verfestigten hochradioaktiven Spaltproduktlösungen (Zwischenlager) mit dem Ziel einer späteren Endlagerung.
 

Angiologie
Die Lehre von den Blut- und Lymphgefäßen; Schwerpunktfach der Inneren Medizin.
 

Anlagen zur Spaltung von Kernbrennstoffen
Zu den Anlagen zur Spaltung von Kernbrennstoffen gehören Kernkraftwerke und Forschungsreaktoren. Der Meldepflicht gemäß Atomrechtlicher Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) unterliegen Anlagen, deren Höchstleistung 50 kW thermischer Dauerleistung überschreitet (siehe auch "meldepflichtige Ereignisse").
 

Antenne
Vorrichtung zum Senden oder Empfangen hochfrequenter elektromagnetischer Wellen.
 

Anthropogen
durch den Menschen beeinflusst, verursacht.
 

Äquivalentdosis
Produkt aus Energiedosis an einem Punkt im ICRU-Weichteilgewebe und dem Qualitätsfaktor Q, der die relative biologische Wirksamkeit der unterschiedlichen Strahlenarten berücksichtigt. Die Äquivalentdosis ist die Messgröße für die biologische Wirkung ionisierender Strahlung auf den Menschen. Ihre Einheit ist J/kg mit dem speziellen Namen Sievert (Sv). 1 µSv = Mikrosievert ist der millionste Teil des Sievert. 1 mSv = Millisievert ist der tausendste Teil des Sievert.
 

AtG
Atomgesetz (Atomic Energy Act), Gesetz über die friedliche Verwendung der Kernenergie und den Schutz gegen ihre Gefahren von 1959, grundlegend geändert 2002 zur rechtlichen Regelung des Atomausstiegs. Nach der Kalkar-Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 1978 obliegt dem Gesetzgeber die normative Grundsatzentscheidung für oder gegen die Nutzung der Kernenergie.
 

Atom
Ein Atom ist das kleinste Teilchen eines Elements und chemisch nicht teilbar. Ein Atom besteht aus einem sehr dichten Kern und einer Atomhülle. Die Hauptmasse des Atoms ist in Form von Protonen (elektrisch positiv geladene Teilchen) und Neutronen (elektrisch neutrale Elementarteilchen) im Kern konzentriert. Die Atomhülle besteht aus negativ geladenen Elektronen, die den Kern umkreisen. Atome sind elektrisch neutral, da die Protonenzahl im Kern und die Elektronenzahl in der Hülle gleich ist.
 

Atomtransporte
Beförderung von Kernbrennstoffen oder sonstigen radioaktiven Stoffen auf öffentlichen oder der Öffentlichkeit zugänglichen Verkehrswegen.
 

Athermische Effekte
Eine Reihe verschiedener Effekte bei Einwirkung hochfrequenter elektromagnetischer Felder, die unabhängig von einer Erwärmung des Gewebes auftreten
 

AVV
Allgemeine Verwaltungsvorschrift
General Administrative Provisions
 

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 B

B
Symbol für die magnetische Flussdichte
 

BAfM
Bundesanstalt für Milchforschung
Federal Dairy Research Centre
 

Barrieren, radiologische
Der sichere Einschluss des radioaktiven lnventars einer kerntechnischen Anlage erfolgt nach dem Mehrfachbarrierenprinzip, d. h. zur Freisetzung radioaktiver Stoffe müssen diese mehrere verschiedene, hintereinander geschaltete Barrieren passieren. Die radiologischen Barrieren eines Kernreaktors bestehen aus: 1. der Rückhaltung der Spaltprodukte im Kernbrennstoff selbst, 2. dem Einschluss des Kernbrennstoffs in Hüllrohren, 3. dem Einschluss der Brennelemente im Reaktordruckbehälter und 4. dem gasdichten Sicherheitsbehälter um den Reaktordruckbehälter.
 

BAuA
Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
 

Becquerel (Bq)
Das Becquerel (Kurzzeichen: Bq) ist die Maßeinheit der »Aktivität« eines radioaktiven Stoffes und gibt an, wie viele Kernzerfälle pro Sekunde stattfinden.
 

BEMFV
Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder
 

BEMS (Bioelectromagnetic Society)
Die BEMS wurde 1978 als Organisation von Wissenschaftlern aus Biologie, Physik, Medizin und Ingenieurwissenschaften gegründet, die an den Wechselwirkungen elektromagnetischer Felder mit biologischen Systemen interessiert sind. Die BEMS ist eine internationale Organisation, der z.Zt. etwa 626 Einzelpersonen aus ca. 38 verschiedenen Ländern angehören und ist Herausgeberin der wissenschaftlichen Fachzeitschrift "Bioelectromagnetics".
 

Betastrahlung
Teilchenstrahlung, die aus beim radioaktiven Zerfall von Atomkernen ausgesandten Elektronen besteht. Die Energieverteilung der Betateilchen ist kontinuierlich (Betaspektrum) und besitzt eine scharfe obere Grenze (sog. Endenergie)
 

Betastrahlung, Betateilchen
Teilchenstrahlung in Form von Elektronen (Betateilchen). Elektron mit positiver oder negativer Ladung, das von einem Atomkern oder Elementarteilchen beim Betazerfall ausgesandt wird. Das Durchdringungsvermögen von Betateilchen beträgt in Luft einige Zentimeter bis Meter, in Weichteilgewebe oder Kunststoff wenige Millimeter bis Zentimeter. Im Allgemeinen ist der Betazerfall von der Abgabe von Gammastrahlung begleitet – siehe »Alphastrahlung«, »Gammastrahlung«.
 

Betasubmersion
Strahlenexposition durch Betastrahlung von radioaktiven Stoffen in der Atmosphäre
 

Betreiber
Der Inhaber einer Genehmigung zum Betrieb einer kerntechnischen Anlage oder Einrichtung.
 

Bewetterung, Wetter
Unter Bewetterung versteht man die planmäßige Versorgung des Grubengebäudes mit frischer Luft.
 

BFAFi
Bundesforschungsanstalt für Fischerei
Federal Research Centre for Fisheries
 

BfArM
Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte
Federal Institute for Drugs and Medical Devices
 

BFE
Bundesforschungsanstalt für Ernährung
Federal Research Centre for Nutrition
 

BfG
Bundesanstalt für Gewässerkunde
Federal Institute of Hydrology
 

BfS
Bundesamt für Strahlenschutz
Federal Office for Radiation Protection
 

BGBl
Bundesgesetzblatt
Federal Law Gazette
 

BGR
Bundesanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe
Federal Institute for Geosciences and Natural Resources
 

BImSchV
Verordnungen zur Durchführung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes
 

Biologische Effekte
Einflüsse auf lebendes Material (Organismen, Gewebe, Zellen)
 

Biosphäre
Gesamtheit des von Leben erfüllten Teils der Erde
 

Blut-Hirn-Schranke
Die Blut-Hirn-Schranke ist eine selektiv durchlässige Barriere zwischen Blut und Hirnsubstanz. Durch sie wird der Stoffaustausch zwischen Blut und Zentralnervensystem aktiv kontrolliert. Sie hält schädliche Stoffe von den Nervenzellen fern. Die Blut-Hirn-Schranke wird von der inneren Zellschicht der kleinen Blutgefäße im Gehirn (Kapillar-Endothelzellen) und den umgebenden Hilfszellen, den Astrozyten, gebildet.
 

Brachytherapie
Behandlung von Erkrankungen durch in den Körper eingeführte bzw. auf den Körper aufgelegte Strahlenquellen
 

Brennelement
Anordnung, in der eine Vielzahl von Brennstäben zu einer Baueinheit zusammengefasst sind und mit der der Kernbrennstoff in den Kernreaktor eingesetzt wird.
 

Brennstab
Geometrische Form, in der Kernbrennstoff, ummantelt mit Hüllmaterial, in einem Reaktor eingesetzt wird. Meistens werden mehrere Brennstäbe zu einem Brennelement (BE) zusammengefasst. Beim Kernkraftwerk Krümmel mit einem Siedewasserreaktor bilden 72 Brennstäbe ein Brennelement, beim Druckwasserreaktor des Kernkraftwerks Emsland sind 300 Brennstäbe zu einem Brennelement zusammengefasst.
 

Bronchialkarzinom
Krebserkrankung der Bronchien; Lungenkrebs
 

BSH
Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Federal Office for Maritime Shipping and Hydrography
 

Bundesnetzagentur
Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen. Im Juli 2005 wurde die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) umbenannt in „Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen“. Gleichzeitig wurde ihr Aufgabenbereich erweitert.
Zu den Aufgaben im Bereich Telekommunikation gehört z.B. die Erteilung von Stand-ortbescheinigungen für Mobilfunksendeanlagen auf der Grundlage der Verordnung über das Nachweisverfahren zur Begrenzung elektromagnetischer Felder (BEMFV). Von der Bundesnetzagentur werden Messreihen zur Überprüfung der Einhaltung der Grenzwerte sowie anlassbezogene Überprüfungen von ortsfesten Amateurfunkanla-gen durchgeführt. In der EMF-Datenbank können Daten aus den Standortbescheini-gungen von Mobilfunk-Sendeanlagen abgefragt werden.
Federal Network Agency
 

Bundesweisung
Die Länder führen Bundesgesetze im Auftrag des Bundes aus (Bundesauftragsverwaltung). Bei unterschiedlicher Sachbeurteilung und Sachentscheidung kann der Bund das Land mit einer Bundesweisung zu einer Entscheidung anweisen. Die Verantwortung für die nach Weisung getroffene Sachentscheidung liegt dann beim Bund.
 

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 C

Cochlea
Bestandteil des Innenohrs; hier werden akustische Signale (Töne) in Nervensignale umgewandelt
 

Computertomographie (CT)
Röntgenuntersuchung mit relativ hoher Strahlenexposition aber sehr hoher Aussagekraft durch Darstellung als überlagerungsfreies Querschnittsbild.
 

Confounder
deutsch: Störvariable. Eine solche Variable "stört" den in einer Studie untersuchten Zusammenhang zwischen Einflussgröße und Ereignis, d.h. Erkrankungs- oder Todesursache. Eine im Zusammenhang mit ionisierender Strahlung untersuchte Erkrankung wird in der Regel nicht nur durch Strahlung, sondern auch durch andere Einflussgrößen verursacht. Ein wesentlicher Punkt in der Planung und Durchführung einer epidemiologischen Studie ist es daher, solche Confounder zu berücksichtigen. Geschieht dies nicht, so kann ein tatsächlich nicht bestehender Zusammenhang vorgetäuscht oder ein bestehender Zusammenhang verwischt werden. Täuscht der Einfluss solcher zusätzlichen, nicht in Betracht gezogenen Faktoren einen tatsächlich nicht vorhandenen Zusammenhang vor, so spricht man von "Positiv-Confounding", überdeckt er aber den tatsächlichen Zusammenhang, so spricht man von "Negativ-Confounding". Oft wird auch eine enge Korrelation zwischen der Erkrankungshäufigkeit und der Einflussgröße suggeriert, die tatsächlich nicht besteht, weil beide mit einer gemeinsamen dritten Größe zusammenhängen.
 

Confounding
Verzerrung der Risikoschätzung durch nicht berücksichtigte Störgrößen (sogenannte Confounder), die sowohl mit der Krankheit als auch mit dem untersuchten Risikofaktor korrelieren.
 

COST 281
COST steht für "European Cooperation in the Field of Scientific and Technical Research". COST fördert keine einzelnen Forschungsprojekte, sondern die Koordinierung internationaler Forschung. COST 281 bezeichnet eine Untergruppe mit dem Arbeitsschwerpunkt Telekommunikation. Hauptziel ist die Verbesserung der Informationslage über mögliche gesundheitliche Auswirkungen neuer Kommunikations- und Informationstechnologien, die mit der Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern verbunden sind. Zur Zeit nehmen 23 europäische Länder an dieser Aktion teil.
 

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 D

Dekontamination
Beseitigung oder Verminderung von radioaktiven Verunreinigungen.
 

Demodulation
Die Rückgewinnung eines Information tragenden Signals aus einer durch Modulation entstandenen Kombination von Träger- und Signalfrequenzen (hier: das Mobilfunksignal)
 

Demographie
Die Demographie (griech. demos = Volk, graphein = schreiben) ist eine Wissenschaft, die auf statistischer Ebene den Zustand und die Entwicklung der Bevölkerung untersucht. Demographische Merkmale sind (objektive) Eigenschaften von Personen sozialer und wirtschaftlicher Art, wie z.B. Geschlecht, Alter, Beruf, Einkommen, Bildung, Haushaltsgröße, Schichtzugehörigkeit, Religionszugehörigkeit, Wohnort oder Wohnortgröße.
 

Deterministisch
Deterministische Strahlenschäden sind dadurch gekennzeichnet, dass die Schwere des Schadens mit der Dosis zunimmt und in der Regel ein Schwellenwert besteht, z. B. Hautrötung, Augenlinsentrübung.
 

Dezimalstellen
Dezimalstellen - wie wird umgerechnet:
Vielfaches Vorsatzzeichen
103 = 1 000 Tausend k = Kilo
106 = 1 000 000 Million M = Mega
109 = 1 000 000 000 Milliarde G = Giga
Bruchteil Vorsatzzeichen
10-3 = 0,001 1 Tausendstel m = Milli
10-6 = 0,000 001 1 Millionstel µ = Mikro
10-9 = 0,000 000 001 1 Milliardstel n = Nano

 

Dialog
Zwiegespräch; wechselseitige Kommunikation zwischen zwei Parteien
 

Dicht-ionisierend
Locker- bzw. dicht-ionisierende Strahlung unterscheidet sich im räumlichen Abstand der Ionisierungsvorgänge, diese liegen bei dicht-ionisierender Strahlung (Alphastrahlung, Neutronen) wesentlich enger als bei locker-ionisierender Strahlung (Gammastrahlung, Röntgenstrahlung, Betastrahlung). Mit dieser unterschiedlichen Ionisationsdichte ist eine unterschiedliche biologische Wirksamkeit verknüpft.
 

Digitale Subtraktionsangiographie
Röntgendarstellung von Blutgefäßen durch Einspritzen von Kontrastmittel. Durch die elektronische Subtraktion des Leerbilds von dem Kontrastbild wird eine bessere Darstellung der Blutgefäße bei gleichzeitiger Einsparung von Kontrastmittel erreicht.
 

Diskurs
Foren einer verständnisorientierten Kommunikation, in denen mit Blick auf eine gemeinsame Erkenntnisgewinnung oder Entscheidungsfindung, Aussagen von Argumenten nach festgelegten Regeln auf ihre Geltungsansprüche hin und ohne Ansehen der Person und ihres Status untersucht werden.
 

DKFZ
Deutsches Krebsforschungszentrum
 

DNS (= DNA)
Desoxyribonukleinsäure, Träger der genetischen Information
 

Doppelblindversuch
Versuchsdurchführung, bei der sowohl der Proband als auch das Betreuungspersonal nicht weiß, ob eine Einwirkung stattfindet oder nicht. Damit soll sicher gestellt werden, dass eine Beeinflussung durch psychische Faktoren ausgeschlossen ist.
 

Dosimeter (nichtionisierende Strahlung)
Hier: Personendosimeter; ein Messgerät zur Bestimmung der individuellen Strahlenbelastung (Exposition) durch elektromagnetische Felder
 

Dosimetrie (nichtionisierende Strahlung)
Quantitative Erfassung der Exposition durch elektromagnetische Felder
 

Dosis
Die Dosis ist ein Maß für Strahlenwirkungen.

  • Energiedosis (engl. „absorbed dose“):
    Sie beschreibt die Energie, die einem Volumenelement beliebigen Materials mit einer bestimmten Masse durch ionisierende Strahlung zugeführt wird, dividiert durch diese Masse. Die Einheit der Energiedosis ist J/kg mit dem speziellen Namen Gray (Kurzzeichen: Gy).

  • Organ-Energiedosis (engl. „organ dose“) (nach DIN 6814-3):
    Sie bezeichnet die mittlere Energiedosis in einem Organ oder Gewebe. Die Einheit ist J/kg mit dem speziellen Namen Gray (Gy).

  • Organdosis (engl. „equivalent dose“) (nach DIN 6814-3):
    Die Organdosis berücksichtigt die unterschiedliche biologische Wirksamkeit verschiedener Arten ionisierender Strahlung (bei gleicher Energiedosis). Sie ist das Produkt aus der Organ-Energiedosis und dem Strahlungs-Wichtungsfaktor. Beim Vorliegen mehrerer Strahlungsarten ist die gesamte Organdosis die Summe der ermittelten Einzelbeiträge. Die Einheit der Organdosis ist J/kg mit dem speziellen Namen Sievert (Sv).

  • Effektive Dosis:
    Die effektive Dosis berücksichtigt die unterschiedliche Empfindlichkeit der Organe und Gewebe bezüglich stochastischer Strahlenwirkungen. Dazu werden die spezifizierten Organdosen mit einem Gewebe-Wichtungsfaktor multipliziert. Die effektive Dosis erhält man durch Summation der gewichteten Organdosen aller spezifizierten Organe und Gewebe, wobei die Summe der Gewebe-Wichtungsfaktoren 1 ergibt. Die Gewebe-Wichtungsfaktoren bestimmen sich aus den relativen Beiträgen der einzelnen Organe und Gewebe zum gesamten stochastischen Strahlenschaden (Detriment) des Menschen bei homogener Ganzkörperbestrahlung. Die Einheit der effektiven Dosis ist J/kg mit dem speziellen Namen Sievert (Sv).

    In der Praxis des Strahlenschutzes werden in der Regel Bruchteile der Dosiseinheit verwendet, zum Beispiel: Millisievert (mSv), Mikrosievert (µSv).


 

DWD
Deutscher Wetterdienst
German Meteorological Service
 

DWR
Druckwasserreaktor. Leistungsreaktor, bei dem die Wärme aus dem Reaktorinneren (sog. Spaltzone) durch Wasser abgeführt wird, das unter hohem Druck (etwa 160 bar) steht. Dadurch wird ein Sieden innerhalb der Spaltzone vermieden und gleichzeitig eine hohe Wassertemperatur im Reaktorkreislauf (sog. Primärkreislauf) erreicht. Das Kühlwasser des Primärkreislaufs gibt seine Wärme in einem Dampferzeuger an Wasser des Sekundärkreislaufs ab. Der so erzeugte Dampf treibt die Turbine und den Generator zur Erzeugung des elektrischen Stroms an.
Pressurized Water Reactor
 

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 E

E
Symbol für die elektrische Feldstärke
 

EEG
Elektroenzephalogramm; eine Methode zur Messung von Hirnströmen
 

Effektive Dosis
siehe unter „Dosis“

Eingebettete Fall-Kontroll-Studie
In einer Kohortenstudie kann es notwendig sein, für eine bestimmte Fragestellung zusätzliche Informationen zu nutzen, die nicht für die gesamte Kohorte vorliegen oder die aus wirtschaftlichen Gründen nicht für alle Kohortenmitglieder erfasst werden können. In diesem Falle werden aus der Kohorte "Fälle" und Kontrollen ausgewählt, für die dann – eingebettet in die Kohortenstudie – im Rahmen einer Fall-Kontroll-Studie weitergehende Datenerhebungen, z.B. durch Befragungen, durchgeführt werden.
 

EIRP
Äquivalente isotrope Strahlungsleistung
Englisch: equivalent isotropic radiated power
Die EIRP ist eine Rechengröße zur Beschreibung von Antenneneigenschaften mit Hilfe der Parameter Sendeleistung und Antennengewinn. Sie gibt an, mit welcher Sendeleistung man einen, in der Praxis nicht vorkommenden, Kugelstrahler (isotropen Strahler) versorgen müsste, um dieselbe Leistungsflussdichte wie mit einer gerichteten Antenne zu erreichen.
 

Elektrische Feldstärke
Maß für die Stärke und Richtung eines elektrischen Feldes. Die Einheit ist Volt pro Meter (V/m).
 

Elektrische Ladung
Eigenschaft von Körpern, die darin besteht, dass eine Anziehungskraft zwischen den geladenen Körpern entsteht. Willkürlich unterscheidet man zwischen positiven und negativen elektrischen Ladungen. Ladungen mit gleichen Vorzeichen stoßen sich ab, jene mit ungleichen Vorzeichen ziehen sich an. Die Einheit ist Coulomb (C).
 

Elektrische Spannung
Maß für die Arbeit, die erforderlich ist, um eine Ladung in einem elektrischen Feld von einem Punkt zum anderen zu bringen, dividiert durch die Ladung. Die Einheit ist Volt (V)
 

Elektrischer Strom
Die bezogen auf die Zeit durch den Querschnitt eines Leiters hindurchfließende elektrische Ladung. Die Einheit ist Ampere (A).
 

Elektrisches Feld
siehe Feld
 

Elektron
Elementarteilchen mit einer negativen elektrischen Elementarladung. Elektronen umkreisen den positiv geladenen Atomkern. Ihre Zahl bestimmt das chemische Verhalten des Atoms.
 

Elektrosensibilität
Umschreibung für eine subjektiv empfundene besondere Empfindlichkeit gegenüber niederfrequenten und hochfrequenten elektromagnetischen Feldern. Elektromagnetische Felder werden als Ursache für verschiedene Befindlichkeitsstörungen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schlaflosigkeit, Schwindelgefühle, Konzentrationsschwächen oder Antriebslosigkeit gesehen. Ein wissenschaftlicher Nachweis für einen ursächlichen Zusammenhang zwischen den Beschwerden und dem Einwirken niederfrequenter oder hochfrequenter elektromagnetischer Felder konnte bisher nicht erbracht werden.
 

Elektrosensitivität
Besondere Empfindlichkeit gegenüber nieder- und hochfrequenten elektromagnetischen Feldern; betroffene Personen spüren z.B. elektrische Ströme nachweislich bei geringeren Intensitäten als der Durchschnitt der Bevölkerung
 

Elektrostatisches Feld
Zeitlich unveränderliches elektrisches Feld (siehe elektrisches Feld)
 

Endlagerung
Unter Endlagerung versteht man die sichere, zeitlich ausreichende Isolation von Schadstoffen von der Biosphäre. Im Rahmen der Endlagerung radioaktiver Abfälle sind die radioaktiven Stoffe durch ein Mehrbarrierensystem von der »Biosphäre« fern zu halten. Der dafür zu betrachtende und erforderliche Zeitrahmen ergibt sich aus den »Halbwertszeiten« der endzulagernden Abfälle und des daraus abzuleitenden Gefährdungspotenzials.
 

Endpunkte (harte, weiche)
Erkrankungsarten, die in epidemiologischen Studien untersucht werden. Zu den „harten“ Endpunkten zählen beispielsweise Gesamtsterblichkeit, ausgewählte Todesursachen, Krebserkrankungen, etc., während man unter „weichen“ Endpunkten Erkrankungen wie z.B. Kopfschmerzen, Befindlichkeitsstörungen, etc. versteht
 

Energiedosis
siehe unter „Dosis“
 

Epidemiologie
Wissenschaftszweig, der sich mit der Verteilung von übertragbaren und nicht übertragbaren Krankheiten und deren physikalischen, chemischen, psychischen und sozialen Determinanten und Folgen in der Bevölkerung befasst.
 

Epidemiologische Untersuchungen
Die Epidemiologie beschäftigt sich mit der Untersuchung der Verteilung von Krankheiten in der Bevölkerung, sowie mit den Risikofaktoren, die dieser Verteilung zugrunde liegen. Die häufigsten Studientypen zur Untersuchung des Zusammenhangs von Erkrankungen und zugrunde liegenden Risikofaktoren sind Fall-Kontroll-Studien, Querschnittsstudien und Kohortenstudien.
 

EURATOM
Europäische Atomgemeinschaft (European Atomic Emergy Community).
 

Exposition
siehe Strahlenexposition
 

Expositionspfad
Weg der radioaktiven Stoffe von der Ableitung aus einer Anlage oder Einrichtung über einen Ausbreitungs- oder Transportvorgang bis zu einer Strahlenexposition des Menschen.
 

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 F

f
Symbol für die Frequenz
 

Fall-Kontroll-Studie
In einer Fall-Kontroll-Studie wird untersucht, ob Personen mit einer bestimmten Krankheit (sog. Fälle) häufiger oder höher exponiert waren als vergleichbare Personen ohne diese Krankheit (sog. Kontrollen).

Eingebettete Fall-Kontroll-Studie:
Häufig wird im Rahmen einer Kohortenstudie gezielt eine bestimmte Krankheit näher untersucht. Hierzu werden alle Personen mit dieser Krankheit (sog. Fälle) aus der Kohorte ausgewählt und eine zufällige Teilmenge von Personen aus der Kohorte ohne diese Erkrankung (sog. Kontrollen) zufällig ausgewählt. Anschließend werden für diese Untergruppe gezielt weitere Befragungen oder Erhebungen durchgeführt. Man bezeichnet diesen Studientyp auch als eingebettete Fall-Kontroll-Studie, da die Fall-Kontroll-Studie in eine Kohortenstudie eingebaut wird.
 

Fall-out
Aus der Atmosphäre auf die Erde in Form kleinster Teilchen durch Niederschlag und Sedimentation von Aerosolen abgelagertes radioaktives Material, das zum Beispiel bei Kernwaffenversuchen entstanden ist.
 

FAO
Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen
Food and Agriculture Organization of the United Nations, FAO
 

Fazies
Gesamtheit der Merkmale eines Sedimentgesteins wie gesteinskundlicher Aufbau und Fossilinhalt.
 

Feld
Zustand des Raumes, in dem jedem Raumpunkt der Wert einer physikalischen Größe, z.B. der elektrischen oder magnetischen Feldstärke, zugeordnet werden kann. In vorliegendem Zusammenhang werden betrachtet:

  • Elektrisches Feld:
    Kraftfeld, das sich zwischen elektrisch geladenen Körpern ausbildet. Entsprechend der Größe seiner elektrischen Ladung wird auf einen Körper im elektrischen Feld eine Kraftwirkung ausgeübt. Maß für die Stärke und Richtung dieser Kraftwirkung ist die elektrische Feldstärke E, die in Volt pro Meter (V/m) angegeben wird.

  • Magnetisches Feld:
    Magnetisches Feld: Kraftfeld, das u.a. von bewegten elektrischen Ladungen hervorgerufen wird. Magnetische Felder treten in der Umgebung von stromdurchflossenen Leitern und Dauermagneten auf. Bei Dauermagneten sind inneratomare Ströme der sich bewegenden Elektronen die Ursache des Magnetfeldes. Die magnetische Feldstärke H kennzeichnet Stärke und Richtung des magnetischen Feldes. Ihre Maßeinheit ist Ampere pro Meter (A/m). Neben der magnetischen Feldstärke beschreibt auch die magnetische Flussdichte B die Stärke des magnetischen Feldes. Maßeinheit ist das Tesla (T). 1 T = 1 Vs/m². Gebräuchlich ist die Maßeinheit Mikrotesla (µT). Für die Umrechnung von der magnetischen Flussdichte in die magnetische Feldstärke gilt in Luft oder biologischem Gewebe: 1 µT entspricht 0,8 A/m.

  • Elektromagnetisches Feld:
    Vom elektromagnetischen Feld spricht man, wenn zeitlich veränderliche elektrische und magnetische Felder bei hohen Frequenzen unlösbar miteinander verknüpft sind.


 

Fernfeld
Das elektromagnetische Feld wird ab einem bestimmten Abstand von einer Strahlungsquelle als Fernfeld bezeichnet. Im Fernfeld sind das elektrische und magnetische Feld eng miteinander gekoppelt und können über einen festen Faktor ineinander umgerechnet werden.
 

Fertilität
Fruchtbarkeit, Fähigkeit zur geschlechtlichen Vermehrung
 

FFS
Fischereiforschungsschiff
Fisheries Research Vessel
 

FM
Feuchtmasse
wet weight
 

Follow-up
Im Zuge des Follow-up wird für jede Person aus der Kohortenstudie festgestellt, ob sie bis zu einem bestimmten Stichtag erkrankt ist (Inzidenz-Follow-up) oder ob sie verstorben ist (Mortalitäts-Follow-up). Für das Inzidenz-Follow-up soll beim Krebsregister der ehemaligen DDR für alle Personen aus der Kohorte nachgefragt werden, ob sie jemals an Krebs erkrankt sind. Bei verstorbenen Personen wird über die Gesundheitsämter die Todesursache und das Sterbedatum erfragt.
 

Freigabe
Verwaltungsakt, der die Entlassung radioaktiver Stoffe sowie beweglicher Gegenstände, von Gebäuden, Bodenflächen, Anlagen oder Anlagenteilen, die aktiviert oder mit radioaktiven Stoffen kontaminiert sind und die aus Tätigkeiten nach § 2 Abs. 1 Nr. 1 Buchstaben a, c oder d stammen, aus dem Regelungsbereich a) des Atomgesetzes und b) darauf beruhender Rechtsverordnungen sowie verwaltungsbehördlicher Entscheidungen zur Verwendung, Verwertung, Beseitigung, Innehabung oder zu deren Weitergabe an Dritte als nicht radioaktive Stoffe bewirkt
 

Freigrenzen
Werte der Aktivität und spezifischen Aktivität radioaktiver Stoffe nach Anlage III Tabelle 1 Spalte 2 und 3, bei deren Überschreitung Tätigkeiten mit diesen radioaktiven Stoffen der Überwachung nach dieser Verordnung unterliegen.
 

Freimessen
Radioaktive Abfälle werden freigemessen, wenn ihre »Radioaktivität« so gering ist, dass sie anderen Abfallbereichen zugerechnet werden können und dann entsprechend behandelt bzw. deponiert werden. Die Freimessung kann unter Umständen eine vorangegangene Zwischenlagerzeit erfordern, damit Abfälle mit kurzen »Halbwertszeiten« während der Zwischenlagerung – in diesem Fall auch Abklingzeit genannt – ihre Aktivität verlieren.
 

Freisetzung radioaktiver Stoffe
Das Entweichen radioaktiver Stoffe aus den vorgesehenen Umschließungen in die Anlage oder Umgebung.
 

Frequenz
Anzahl der Schwingungen in einer Zeiteinheit; die Maßeinheit der Frequenz ist das Hertz (Hz): 1 Hz = 1 Schwingung pro Sekunde = 1/s. Frequenz und Wellenlänge sind miteinander verknüpft. Die Wellenlänge ist der Abstand benachbarter Schwingungszustände gleicher Phase in Ausbreitungsrichtung, z.B. zwischen zwei aufeinanderfolgenden Wellenbergen.
 

FZ
Forschungszentrum
Research Centre
 

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 G

G
G = Giga
 

Gamma-Ortsdosisleistung
Die Gamma-Ortsdosisleistung ist die Strahlenexposition, die von außen auf den Menschen einwirkt. Sie wird angegeben als Äquivalentdosis, gemessen an einem bestimmen Ort pro Stunde. Die Gamma-Ortsdosisleistung wird in der Regel in der Einheit Mikrosievert pro Stunde angegeben (µSv/h).
 

Gammastrahlung
Elektromagnetische Wellenstrahlung, die von einem Atomkern ausgestrahlt wird. Gammastrahlung ist von gleicher physikalischer Natur wie das sichtbare Licht, allerdings erheblich energiereicher und mit hohem Durchdringungsvermögen in Materie. Zur Abschirmung von Gammastrahlung müssen deshalb schwere Materialien wie beispielsweise Blei oder Beton verwendet werden. Abgesehen von der Art der Entstehung ist Gammastrahlung mit der Röntgenstrahlung vergleichbar – siehe »Alphastrahlung«, »Betastrahlung«.
 

Gammasubmersion
Strahlenexposition durch Gammastrahlung von radioaktiven Aerosolen und Gasen in der Atmosphäre.
 

Ganzkörperdosis
Produkt aus der mittleren Energiedosis des ganzen Körpers und dem Strahlungs-Wichtungsfaktor. Beim Vorliegen mehrerer Strahlungsarten ist die gesamte Ganzkörperdosis die Summe der ermittelten Einzelbeiträge. Ihre Einheit ist J/kg mit dem speziellen Namen Sievert (Sv).
 

Gastroenterologie
Spezialgebiet der Inneren Medizin, das sich mit den Erkrankungen des Magen-Darm-Trakts und angrenzender Organe befasst.
 

Gefahr
Vorgang, Umstand oder Zustand, aus dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit ein Schaden für Mensch, Umwelt oder andere Schutzgüter entstehen kann.
 

Gefahrenpotential
Inhärente Eignung eines Vorgangs, Umstands, oder Zustands, einen Schaden auslösen zu können.
 

Geosphäre
Geosphäre ist der Raum, in dem sich Erdkruste, Wasser- und Lufthülle berühren und durchdringen.
 

Gon
Eine in der Geodäsie übliche Einheit des ebenen Winkels, definiert als der hundertste Teil des rechten Winkels ( 1 Gon = 0,9°).
 

Gray
SI-Einheit der Energiedosis. 1 Gray (Gy) = 1 Joule pro Kilogramm.
 

GSF
ehemals Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit, jetzt Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt (HMGU)
 

GSM
Global System for Mobile Communications. Internationaler Standard für den Mobilfunkbetrieb. Die Sendefrequenzen liegen bei 900 MHz (z.B. D-Netz) und 1800 MHz (z.B. E- Netz). Die Datenübertragungsrate beträgt 9,6 kbit/s. Das Signal ist mit 217 Hz gepulst.
 

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 H

H
Symbol für das magnetische Feld
 

Halbwertszeit
Zeitintervall, in dem die Hälfte der Kerne eines radioaktiven Nuklids zerfallen ist. Kurze Halbwertszeiten führen zu einer hohen Strahlungsaktivität und lange Halbwertszeiten beinhalten eine niedrige Strahlungsaktivität. Die biologische Halbwertszeit ist die Zeit, in der ein biologisches System, beispielsweise ein Mensch oder Tier, auf natürlichem Wege die Hälfte der aufgenommenen Menge eines bestimmten Stoffes aus dem Körper oder einem speziellen Organ wieder ausscheidet. Die effektive Halbwertszeit ist die Zeit, in der in einem biologischen System die Menge eines Radionuklides auf die Hälfte abnimmt, und zwar im Zusammenwirken von radioaktivem Zerfall und Ausscheidung infolge biologischer Prozesse.
 

Hangendes
Unter dem bergmännischen Begriff Hangendes ist eine Gesteinsschicht zu verstehen, die eine Bezugsschicht (darunter liegendes Gestein) überlagert – siehe »Liegendes«.
 

Haufwerk
Aus dem Gebirgsverband herausgelöstes Mineral oder Gestein, das im lockeren Gemenge einen größeren Raum einnimmt als vorher.
 

Haushaltspanel
Repräsentative Auswahl von Haushalten, in denen in zeitlichen Abständen Befragungen durchgeführt werden.
 

Healthy Worker Effekt
In epidemiologischen Kohortenstudien tritt häufig eine niedrigere Erkrankungshäufigkeit bei beruflich exponierten Personengruppen im Vergleich zu nicht exponierten Personen der Allgemeinbevölkerung auf, da für manche Berufe eine bestimmte gesundheitliche Konstitution Voraussetzung ist. Nicht berufstätige Personen sind durchschnittlich „kränker“ als Berufstätige. Ein erniedrigtes Erkrankungsrisiko basierend auf der einseitigen Selektion von gesünderen beruflich exponierten Personen wird Healthy Worker Effekt genannt.
 

HF
Abkürzung für den Ausdruck "Hochfrequenz"
 

HMGU
Helmholtz Zentrum München - Deutsches Forschungszentrum für Gesundheit und Umwelt
 

Hochfrequenz
hochfrequente elektromagnetische Felder. Hier definiert als Frequenzen zwischen 100 kHz und 300 GHz (siehe nichtionisierende Strahlung)
 

Hot spots
Räumlich eng begrenzte Bereiche mit besonders hoher Absorption elektromagnetischer Felder.
 

Hz
Hertz (Einheit der Frequenz)
 

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 I

IAEA
Internationale Atomenergie-Organisation: 1957 gegründete internationale Organisation zur Förderung der friedlichen Anwendung und Nutzung der Atomenergie; Sitz Wien. Die IAEA bildet innerhalb der UN eine eigenständige Organisation. IAEO ist die amtliche deutsche Übersetzung für IAEA: Internationale Atomenergie-Organisation.
International Atomic Energy Agency
 

ICNIRP
Internationale Strahlenschutzkommission für nichtionisierende Strahlung. Internationales Fachgremium auf den Gebiet der nichtionisierenden Strahlung; gegründet 1992
International Commission on Non-Ionizing Radiation Protection
 

ICRP
Internationale Strahlenschutzkommission. Internationales Fachgremium auf dem Gebiet des Strahlenschutzes. Die Internationale Strahlenschutzkommission besteht aus einem Vorsitzenden, zwölf weiteren Mitgliedern und dem Sekretär. Die Wahl der Mitglieder erfolgt durch die ICRP aus Nominierungen, die ihr von den nationalen Delegationen des Internationalen Kongresses für Radiologie und aus den eigenen Reihen vorgelegt werden. Die Mitglieder der lCRP werden aufgrund ihrer anerkannten Leistungen auf den Gebieten medizinische Radiologie, Strahlenschutz, Physik, medizinische Physik, Biologie, Genetik, Biochemie und Biophysik ausgewählt. Die ICRP wurde 1928 unter dem Namen „International X-ray and Radium Protection Committee“ auf Beschluss des 2. Internationalen Kongresses für Radiologie gegründet. 1950 wurde sie umstrukturiert und umbenannt. Die Kommission arbeitet eng mit der Internationalen Kommission für radiologische Einheiten und Messungen (ICRU) zusammen und hat offizielle Verbindungen zur Weltgesundheitsorganisation (WHO),
International Commission on Radiological Protection
 

ICRU
Internationale Kommission für Strahleneinheiten und Messverfahren
International Commission on Radiological Units and Measurements
 

IMIS
Die Abkürzung steht für "Integriertes Mess- und Informationssystem zur Überwachung der Umweltradioaktivität". IMIS ist ein bundesweites, umfassendes Messsystem, das die Radioaktivität in allen wichtigen Umweltmedien ständig im gesamten Bundesgebiet überwacht. Bund und Länder teilen sich diese Aufgabe: Bundesbehörden überwachen den großräumigen Transport radioaktiver Stoffe und deren Verteilung in Luft und im Wasser; Länderbehörden überwachen die Radioaktivität dort, wo sich radioaktive Stoffe ablagern und ggf. in die Nahrungskette des Menschen gelangen können. IMIS umfasst über 2000 ortsfeste Messstationen zur Überwachung der Gamma-Ortsdosisleistung sowie der Aktivitätskonzentration in Luft, Niederschlag und Gewässern. Darüber hinaus wird die Radioaktivität in Lebensmitteln, Futtermitteln, Trinkwasser aber auch in Reststoffen und Abwässern ständig ermittelt. Alle Messeinrichtungen bei Bund und Ländern sind durch ein rechnergestütztes Datenüberwachungssystem mit der Zentralstelle des Bundes beim Bundesamt für Strahlenschutz
 

In vitro
Im Reagenzglas (beobachtet oder durchgeführt).
 

In vivo
Am lebenden Objekt (beobachtet oder durchgeführt).
 

Induktion
Vorgang, bei dem in einem Leiter elektrischer Strom (Wirbelstrom) erzeugt wird, wenn der magnetische Fluss innerhalb dieses Leiters geändert wird.
 

Influenz
Vorgang, bei dem in einem Körper durch ein äußeres elektrisches Feld eine Ladungsumverteilung stattfindet, so dass an der Oberfläche dieses Körpers lokal Überschüsse an positiven und an negativen elektrischen Ladungen auftreten.
 

Ingestion
Allgemein: Nahrungsaufnahme; Speziell: Aufnahme von radioaktiven Stoffen mit der Nahrung
 

Inhalation
Allgemein: Einatmung von Gasen; Speziell: Aufnahme von radioaktiven Stoffen mit der Atemluft
 

Inkorporation
Allgemein: Aufnahme in den Körper; Speziell: Aufnahme radioaktiver Stoffe in den menschlichen Körper.
 

Interessengruppen
Teil der Bevölkerung, der als Gruppe organisiert ist und nach außen gemeinsame Interessen vertritt
 

Interimslager
Einrichtungen, in denen verbrauchte Brennelemente am Standort eines Kernkraftwerks so lange in geeigneten Transport- und Lagerbehältern aufbewahrt werden, bis ein dezentrales Standort-Zwischenlager zur Verfügung steht, längstens jedoch für 6 bis 8 Jahre.
 

Interneurone
Nervenzellen, die der Erregungssteuerung und der Informationsverarbeitung dienen, indem sie andere Nervenzellen hemmend oder erregend miteinander verschalten.
 

Intervention
Eingreifen, um Einfluss auf bestehende Expositionspfade zu nehmen, mit dem Ziel, eine Verminderung der Exposition zu bewirken, selbst wenn während der Intervention die Beteiligten einer höheren Exposition ausgesetzt sind.
 

Interventionelle Radiologie
Verfahren, bei dem unter Durchleuchtungskontrolle Heilmaßnahmen, hauptsächlich die Aufdehnung verengter oder verschlossener Blutgefäße, durchgeführt werden.
 

Inzidenzrate
Die Inzidenzrate ist in einer Kohortenstudie das Verhältnis der Neuerkrankungen zu der Gesamtheit der in einem Zeitraum beobachteten Personen der Kohorte
 

Ionisation
Abgabe oder Aufnahme von Elektronen durch Atome oder Moleküle, die dadurch in einen elektrisch geladenen Zustand versetzt werden.
 

Ionisierende Strahlung
Jede Strahlung, die direkt oder indirekt durch Aufnahme oder Abgabe von Elektronen aus neutralen Atomen oder Molekülen elektrisch geladene atomare oder molekulare Teilchen, sog. Ionen, erzeugt und somit in der Lage ist, Ionisationsvorgänge an Atomen und Molekülen in der von ihr durchdrungenen Materie zu bewirken.

  • Alphastrahlung:
    Teilchenstrahlung in Form von Kernen des Elements Helium (Alphateilchen).

  • Betastrahlung:
    Teilchenstrahlung in Form von Elektronen (Betateilchen).

  • Gammastrahlung:
    Hochenergetische, kurzwellige elektromagnetische Strahlung, die beim radioaktiven Zerfall eines Nuklids vom Atomkern ausgesendet wird. Sie tritt häufig zusammen mit der Alpha- und Betastrahlung auf.

  • Neutronenstrahlung:
    Strahlung in Form elektrisch neutraler Elementarteilchen (Neutronen).

  • Röntgenstrahlung:
    Hochenergetische, kurzwellige elektromagnetische Strahlung, die mit Hilfe technischer Einrichtungen (Röntgenröhre) erzeugt wird. Röntgenstrahlung und Gammastrahlung sind in ihrer grundsätzlichen physikalischen Natur identisch.


 

Isotope
Atome ein- und desselben chemischen Elements mit gleicher Anzahl von Protonen (gleiche Ordnungszahl, jedoch unterschiedliche Massenzahl) und Elektronen, jedoch unterschiedlicher Anzahl von Neutronen. Isotope weisen die gleichen chemischen, jedoch unterschiedliche kernphysikalische Eigenschaften auf.
 

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 J

JAZ
Jahresaktivitätszufuhr
Annual Intake of Activity
 

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 K

k
k = Kilo
 

Kalisalze
Leichtlösliche Salzminerale (Carnallit, Kainit, Sylvin und andere), die auf Grund ihres Wertes und ihrer unterschiedlichen wirtschaftlichen Nutzungsmöglichkeiten besonderes Interesse beim Salzbergbau finden. Kalisalzbereiche sind auf Grund ihres hohen Kristallwassergehaltes bei der Endlagerung radioaktiver Abfälle zu meiden.
 

Kardiologie
Teilgebiet der Inneren Medizin bzw. Kinderheilkunde, das sich mit den Erkrankungen und Veränderungen des Herzens sowie deren Behandlung befasst.
 

Katarakt
Trübung der Augenlinse
 

Kausalität
Ursächlicher Zusammenhang
 

Kavitation, akustische
Unter akustischer Kavitation versteht man die schall-induzierte Bildung und die mechanische Aktivität von Hohlräumen und Gasblasen. Kavitation tritt erst bei Überschreiten eines Schwellenwertes des negativen Spitzendrucks auf und kann dann ein breites Spektrum physikalischer, chemischer und biologischer Effekte im Gewebe auslösen. Die akustische Kavitation teilt sich auf in die transiente und die stabile Kavitation. Die transiente Kavitation ist eine kurzfristige Expansion vorhandener Gasbläschen zu größeren Hohlräumen während der Unterdruckphase einer Schallwelle mit anschließendem Kollaps in der folgenden Druckphase. Dagegen ist die stabile Kavitation die Resonanzschwingung vorhandener Gasbläschen im beschallten Material über längere Zeit ohne Kollaps.
 

Kernbrennstoffe
Spaltbare Materialien in Form von Uran als Metall, Legierung oder chemischer Verbindung (einschließlich natürlichen Urans), Plutonium als Metall, Legierung oder chemischer Verbindung.
 

Kernspaltung
Spaltung schwerer Atomkerne durch Beschuss mit Neutronen, wobei große Energiemengen freigesetzt werden. Bei der Kernspaltung entstehen jeweils zwei mittelgroße Kerne, die radioaktiven Spaltprodukte. Außerdem werden neue Neutronen frei, die weitere Kernspaltungen auslösen können. Kernspaltung kann auch spontan, d.h. ohne Anregung von außen auftreten.
 

Kerntechnische Anlage / Kerntechnische Einrichtung
Anlagen zur Spaltung von Kernbrennstoffen sowie Anlagen und Einrichtungen zur Kernbrennstoffver- und -entsorgung.
 

KFA
Kernforschungsanlage
Nuclear Research Facility
 

KFZ
Kernforschungszentrum
Nuclear Research Centre
 

KKW
Kernkraftwerk
Nuclear Power Plant
 

Klystron
Elektronenröhre, in der durch den Energieaustausch zwischen einem Elektronenstrahl und stehenden elektrischen Feldern hochfrequente elektromagnetische Wellen erzeugt und verstärkt werden.
 

Kohortenstudie
Eine Untersuchung, in der eine Gruppe von Personen (Kohorte), deren Expositionsbedingungen bekannt sind, über längere Zeit beobachtet wird und die verschiedenen Expositionen mit dem Auftreten von Krankheiten in Verbindung gebracht werden.
 

Konditionierung
Unter Konditionierung versteht man die zwischen- und/oder endlagergerechte Behandlung und Verpackung von radioaktiven Abfällen. Die wichtigsten Teilbereiche der Konditionierung sind die Verfestigung flüssiger Abfälle und die handhabungsgerechte Verpackung unter Berücksichtigung des erforderlichen Strahlenschutzes für die später mit der Handhabung noch beschäftigten Mitarbeiter in den Zwischen- und Endlagern.
 

Kontamination
Verunreinigung von Arbeitsflächen, Geräten, Räumen, Wasser, Luft usw. durch radioaktive Stoffe.

  • Oberflächenkontamination:
    Verunreinigung einer Oberfläche mit radioaktiven Stoffen, die die nicht festhaftende, die festhaftende und die über die Oberfläche eingedrungene Aktivität umfasst. Die Einheit der Messgröße der Oberflächenkontamination ist die flächenbezogene Aktivität in Becquerel pro Quadratzentimeter.

  • Oberflächenkontamination, nicht festhaftende:
    Verunreinigung einer Oberfläche mit radioaktiven Stoffen, bei denen eine Weiterverbreitung der radioaktiven Stoffe nicht ausgeschlossen werden kann.


 

Kontrollgruppe
Eine Gruppe von Zellen, Tieren oder Probanden, die möglichst identischen Bedingungen ausgesetzt sind wie die exponierten Individuen, außer dass die zu untersuchende Einwirkung nicht verabreicht wird.
 

Konvergenz
Natürlicher Prozess der Volumenreduzierung von untertägigen Hohlräumen infolge Verformung bzw. Auflockerung auf Grund des Gebirgsdrucks.
 

Kosmische Strahlung
Strahlung, die von Quellen außerhalb der Erde, so aus der Sonne und den Tiefen des Weltalls auf die Erde gelangt. Kosmische Strahlung besteht aus energiereichen Teilchen und Gammastrahlung.
 

KTA
Kerntechnischer Ausschuss
Nuclear Safety Standards Commission
 

Körperdosis
Sammelbegriff für Organdosis und effektive Dosis. Die Körperdosis für einen Bezugszeitraum (z. B. Kalenderjahr, Monat) ist die Summe der durch äußere Strahlenexposition während dieses Bezugszeitraums erhaltenen Dosis und der Folgedosis, die durch eine während dieses Bezugszeitraums erfolgten Aktivitätszufuhr bedingt ist. Die Einheit der Körperdosis ist J/kg mit dem speziellen Namen Sievert (Sv).
 

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 L

Landessammelstelle
Landessammelstellen sind die Zwischenlager der Bundesländer, die für die angefallenen Abfälle aus den Bereichen Medizin, Technik und Forschung eingerichtet wurden. Landessammelstellen nehmen keine Abfälle aus dem Bereich der Energieversorgung und Wiederaufarbeitung an.
 

Langzeitsicherheitsnachweis
Der Langzeitsicherheitsnachweis hat im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens den Nachweis zu erbringen, dass der sichere Verbleib der eingelagerten radioaktiven Abfälle über den erforderlichen Zeitraum gewährleistet ist – siehe »Endlagerung«.
 

Latenzzeit
Zeit zwischen Ursache und Wirkung
 

Leberzellkarzinom
Krebserkrankung der Leberzellen
 

Leistungsflussdichte
Im Bereich der Hochfrequenzstrahlung ist die Leistungsflussdichte das Maß für die Stärke der Strahlung im Fernfeld; ihre Maßeinheit ist Watt pro Quadratmeter (W/m²). Sie charakterisiert die Energie, die pro Zeiteinheit eine Fläche senkrecht zur Ausbreitungsrichtung der Strahlung durchströmt. Wird die Hochfrequenzstrahlung von einer Antenne abgestrahlt, gilt: Je größer der Abstand von der Antenne, desto geringer wird die Leistungsflussdichte.
 

LET
Linearer Energie-Transfer
 

Leukämie
Krebs der weißen Blutzellen; Ursache weitgehend unbekannt; Inzidenzhäufigkeit 40 – 50 Fälle je 1 Million Einwohner. Es gibt mehrere Typen mit unterschiedlichem Krankheitsverlauf und unterschiedlicher Heilungswahrscheinlichkeit.
 

Liegendes
Unter dem bergmännischen Begriff Liegendes ist eine Gesteinsschicht zu verstehen, die eine Bezugsschicht (darüber liegendes Gestein) unterlagert – siehe »Hangendes«.
 

Literaturreview
Umfassende Auswertung wissenschaftlicher Veröffentlichungen zu einem gegebenen Thema
 

Locker-ionisierend
Locker- bzw. dicht-ionisierende Strahlung unterscheidet sich im räumlichen Abstand der Ionisierungsvorgänge, diese liegen bei dicht-ionisierender Strahlung (Alphastrahlung, Neutronen) wesentlich enger als bei locker-ionisierender Strahlung (Gammastrahlung, Röntgenstrahlung, Betastrahlung). Mit dieser unterschiedlichen Ionisationsdichte ist eine unterschiedliche biologische Wirksamkeit verknüpft.
 

Löser
Löser sind Gesteinsbrocken, die sich von der Decke eines Grubenbaues ablösen und herunterfallen können oder bereits herabgefallen sind.
 

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 M

m
m = Milli
 

M
M = Mega
 

Machbarkeitsstudie
In einer Machbarkeitsstudie wird untersucht, ob und unter welchen Bedingungen eine geplante aufwändige Untersuchung erfolgreich sein kann
 

Magnetfeld
Zustand des Raumes, der sich durch Kraftwirkungen auf magnetische Dipole (Magnetnadeln) äußert.
 

Magnetische Feldstärke
Maß für die Stärke und Richtung des Magnetfeldes. Die Einheit ist Ampere pro Meter (A/m).
 

Magnetische Flussdichte
Größe, die die Induktionswirkung des magnetischen Feldes beschreibt; die Einheit ist Tesla (T). Magnetische Flussdichte und magnetische Feldstärke sind durch die Permeabilität µ (eine Materialkonstante) verbunden.
 

Magnetische Induktion
Magnetische Flussdichte; Maß für die Anzahl der magnetischen Feldlinien pro Fläche. Die Einheit ist Tesla (T). 1 T = 1 Vs/m² (Voltsekunde pro Quadratmeter).
 

Median
Der Median ist der Wert, der die Verteilung einer Variablen X exakt in zwei Hälften teilt, daher auch die Alternativbezeichnung Zentralwert.
 

Meldepflichtige Ereignisse
Ereignisse in kerntechnischen Anlagen oder Einrichtungen, die die Meldekriterien der Atomrechtlichen Sicherheitsbeauftragten und Meldeverordnung (AtSMV) erfüllen und den zuständigen Aufsichtsbehörden zu melden sind.
 

Metastudien
Studien, bei denen die Ergebnisse verschiedener Untersuchungen zu einer bestimmten Thematik verglichen, zusammengefasst und nach bestimmten Vorgaben bewertet werden
 

mikro (µ)
µ = Mikro
 

Mittelwert
Der Mittelwert (arithmetisch) entspricht der Summe aller Werte einer Variablen X geteilt durch die Anzahl n der Werte.
 

Modulation
Änderung eines oder mehrerer Parameter einer hochfrequenten Trägerwelle zur Übertragung von Informationen. So wird beispielsweise bei Rundfunkprogrammen (Träger im MHz-Bereich) die Sprache (kHz-Bereich) durch Frequenzmodulation übertragen. Dabei wird die Frequenz der Trägerwelle im Rhythmus des Sprachsignals verändert. Andere Verfahren sind Amplituden- (Mittelwelle), Frequenz- (UKW) oder Phasen- (Richtfunk) Modulation.
 

Molekularbiologie
Die Molekularbiologie ist eine interdisziplinäre Wissenschaft, die sich mit den molekularen Strukturen und Funktionen in lebenden Organismen beschäftigt.
 

Monochlorid
Chemische Substanz
 

Monomere
Monomere sind im strikten Sinne Einzelmoleküle

Chemie
Der Organische Chemiker versteht hierunter Moleküle mit einer reaktionsfähigen Doppelbindung oder mit funktionellen Gruppen. Diese können miteinander zu langen Kettenmolekülen, den Polymeren reagieren.

Biochemie
Bei Proteinen (Eiweißen) bezeichnet der Begriff “Monomer” das Vorliegen einer einzigen Untereinheit. Manche Proteine sind aus mehreren Monomeren zusammengesetzt
 

Morbidität
Krankheitshäufigkeit, Anzahl von Erkrankungen innerhalb einer Population.
 

Mortalität
Sterblichkeit
 

MRT
Magnet-Resonanz-Tomographie
Magnetic Resonance Tomography
 

MW
Rundfunktechnik: Abkürzung für Mittelwelle
Physik: Abkürzung für Megawatt (1 Million Watt)
 

Myokardszintigraphie
Nuklearmedizinische Untersuchung des Herzens (Myokard = Herzmuskel) zur Beurteilung der Herzmuskeldurchblutung und Ventrikelfunktion des Herzens
 

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 N

n
n = Nano
 

Nahfeld
Räumlicher Bereich des elektromagnetischen Feldes zwischen der Strahlungsquelle und ihrem Fernfeld (elektromagnetisches Feld in unmittelbarer Nähe der Strahlungsquelle). Die Berechnung der elektrischen und magnetischen Feldstärke und der Leistungsflussdichte ist im Nahfeld wesentlich komplizierter als im Fernfeld. In diesem Bereich pulsiert der Energiefluss von der Quelle weg und zur Quelle zurück.
 

Nahfeldexposition
Räumlicher Bereich des elektromagnetischen Feldes zwischen der Strahlungsquelle und ihrem Fernfeld.(elektromagnetisches Feld in unmittelbarer Nähe der Strahlungsquelle).
 

Nekrosen
Im lebenden Organismus auftretende morphologische Veränderungen von Zellen oder Geweben nach lokalem Zell- oder Gewebstod.
 

Netzfrequenzen
Für die Übertragung von elektrischer Energie werden verschiedene Frequenzen verwendet; in Deutschland sind dies 50 Hz für den Haushalts- und 16 2/3 Hz für den Bahnstrom
 

Neurophysiologie
Wissenschaft die sich mit der Funktion des zentralen und peripheren Nervensystems befasst.
 

Neutron
Elektrisch neutrales Elementarteilchen. Neutronen sind Bausteine des Atomkerns und werden bei der Kernspaltung freigesetzt.
 

Neutronenstrahlung
Neutronen sind elektrisch neutrale Elementarteilchen. Sie werden insbesondere bei der Kernspaltung – einer speziellen Form der Kernumwandlung – freigesetzt. Die Kernspaltung ist nur für schwere Atomkerne – wie z.B. vom Element Uran – charakteristisch. Die Neutronenstrahlung besitzt wie die »Gammastrahlung«ein hohes Durchdringungsvermögen und erfordert zur Abschirmung ebenfalls einen stärkeren Einsatz von Abschirmmaterialien.
 

Nichtionisierende Strahlung
Als nichtionisierend bezeichnet man elektromagnetische Felder, die keine Ionisationsvorgänge an Atomen oder Molekülen auslösen können. Nichtionisierende Strahlung wird unterteilt in:

  • statische elektrische und magnetische Felder
    (Frequenzbereich 0 Hz) z.B. Erdmagnetfeld
  • niederfrequente elektrische und magnetische Felder
    (Frequenzbereich kleiner 100 kHz): z.B. beim technischen Wechselstrom
  • hochfrequente elektromagnetische Felder
    (Frequenzbereich 100 kHz - 300 GHz): z.B. Radio- und Mikrowellen
  • Optische Strahlung
    (Wellenlängenbereich 1 mm - 100 nm): z.B. Infrarotstrahlung, sichtbares Licht, UV-Strahlung

 

Nuklearmedizin
Anwendung radioaktiver Stoffe am Menschen zu diagnostischen und therapeutischen Zwecken.
 

Nuklid
Durch Protonenzahl (Ordnungszahl) und Massenzahl charakterisierte Atomart.
 

NWG
Nachweisgrenze
detection limit
 

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 O

ODL
Ortsdosisleistung
Ambient Dose Rate
 

Offene radioaktive Stoffe
Alle radioaktiven Stoffe mit Ausnahme der umschlossenen radioaktiven Stoffe.
 

Offenhaltungsbetrieb
Der Offenhaltungsbetrieb ist der einlagerungsfreie Betrieb eines Endlagers unter Aufrechterhaltung sämtlicher Vorkehrungen zum Strahlenschutz und der bergrechtlichen Sicherheit.
 

Organdosis
siehe unter „Dosis“
 

Ortsdosis
Äquivalentdosis, gemessen an einem bestimmten Ort. Die Einheit der Ortsdosis ist J/kg mit dem speziellen Namen Sievert (Sv).
 

Ortsdosisleistung
Ortsdosis pro Zeitintervall.
 

OR
(engl.: Odds Ratio; deutsch: Chancenverhältnis): Gibt das Verhältnis an, mit dem "Fälle" relativ zu Kontrollen exponiert sind. Bei einem OR von 1 ist der Anteil der exponierten Personen in beiden Gruppen gleich gewesen. Bei OR < 1 war der Anteil der Exponierten unter den Fällen geringer, bei OR > 1 größer als unter den Kontrollen. Mittels Signifikanztest kann geprüft werden, wie statistisch bedeutsam dieser Unterschied ist. Für seltene Krankheiten kann das OR dem RR gleich gesetzt werden.
 

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 P

Palliativ
Die Beschwerden einer Krankheit lindernd, aber nicht die Ursachen bekämpfend.
 

Permeabilität
Durchlässigkeit, z.B. von Membranen
 

Personendosimeter (nichtionisierende Strahlung)
Messgerät zur Bestimmung der Höhe der Exposition durch niederfrequente oder hochfrequente elektromagnetischer Felder auf eine einzelne Person
 

Perzentil
Statistischer Wert, der von einem bestimmten Prozentsatz der Messergebnisse einer Stichprobe eingehalten wird (z. B. 95 % Perzentil ist der Wert, der von nur 5 % der Stichprobe überschritten wird)
 

PET
Positronen-Emissions-Tomographie
Positron Emission Tomography
 

Phase
Physik:
Zeitliche Entfernung gleicher Schwingungszustände zweier harmonischer Schwingungen.
 

Physiologie
Die Physiologie befasst sich mit den physikalischen und biochemischen Funktionen der Zellen, Organe und des ganzen Körpers von Lebewesen
 

Pilotstudie
siehe Machbarkeitsstudie
 

Planfeststellungsbeschluss
Der Planfeststellungsbeschluss ist ein Verwaltungsakt, mit dem die Zulässigkeit eines Vorhabens unter Einschluss aller sonst erforderlichen Genehmigungen, Erlaubnisse usw. festgestellt wird.
 

Prospektiver Ansatz
Ein Untersuchungsansatz, in dem eine definierte Personengruppe vorausschauend über einen bestimmten Zeitraum in der Zukunft beobachtet wird.
 

Proton
Elektrisch positiv geladenes Teilchen, bildet zusammen mit Neutronen den Atomkern.
 

Prävalenz
Krankheitshäufigkeit an einem bestimmten Stichtag
 

PTB
Die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) (Federal Institute of Physics and Metrology), Braunschweig und Berlin, ist natur- und ingenieurwissenschaftliches Staatsinstitut und technische Oberbehörde der Bundesrepublik Deutschland für das Messwesen und für die physikalische Sicherheitstechnik. Sie ist die Nachfolgerin der 1887 in Berlin gegründeten Physikalisch-Technischen Reichsanstalt. Die PTB gehört zum Dienstbereich des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie. Sie hat ca. 1650 festangestellte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, von denen etwa 1300 in Braunschweig tätig sind. Die Aufgaben und Tätigkeiten der PTB lassen sich in vier Bereiche gliedern:

  • Grundlagen der Metrologie,

  • Messtechnik für den gesetzlich geregelten Bereich,

  • Messtechnik für die Industrie,

  • internationale Zusammenarbeit.


 

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 Q

Quantil
Für den gesamten Wertebereich einer Variablen X lässt sich mit Hilfe der Summenhäufigkeitsverteilung abschätzen, welcher Anteil aller Untersuchungseinheiten maximal einen Wert x aufweist. Diesen Wert bezeichnet man als Quantil bzw. bei Verwendung von prozentualen Anteilen als Perzentil.
 

Querschnittsstudie
Querschnittstudien umfassen eine Auswahl von Personen aus einer Zielpopulation zu einem festen Zeitpunkt (Stichtag). Für die ausgewählten Personen wird der Krankheitsstatus und die gegenwärtige oder auch frühere Exposition gleichzeitig erhoben.
 

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 R

Radar (radio detection and ranging)
Das Radar ist ein Gerät, das hochfrequente elektromagnetische Felder (üblicherweise im GHz-Bereich) aussendet und die zurückgeworfenen Echos empfängt und auswertet. Dadurch können Objekte im Raum geortet und ihre Entfernung ermittelt werden.
 

Radioaktive Stoffe
Stoffe, die ionisierende Strahlen spontan aussenden.
 

Radioaktivität
Eigenschaft bestimmter Atomkerne (Radionuklide), sich ohne äußere Einwirkung in andere Atomkerne umzuwandeln und dabei ionisierende Strahlung auszusenden. Messgröße ist die »Aktivität«, d.h. die Anzahl der pro Zeiteinheit auftretenden Kernumwandlungen eines Radionuklids oder Radionuklidgemisches. Die Einheit ist das »Becquerel« (Bq), das einer Kernumwandlung pro Sekunde entspricht. Es gibt sowohl in der Natur vorkommende natürliche Radionuklide als auch durch kernphysikalische Prozesse erzeugte künstliche Radionuklide. Kennzeichnend für jedes Radionuklid ist seine Halbwertszeit.
 

Radioisotope
»Radionuklide« mit derselben Kernladungszahl (d.h. gleiches chemisches Element und gleiche Protonenanzahl im Kern) nennt man auch Isotope. Beispiel: Die beiden Uranisotope U-235 und U-236 beinhalten jeweils 92 Protonen. Die Anzahl der Neutronen beträgt jedoch 143 bzw. 144.
 

Radiojod
Radioaktive Jodisotope.
 

Radionuklid
Ein Radionuklid ist ein instabiles Nuklid, das spontan ohne äußere Einwirkung unter Aussendung energiereicher (ionisierender) Strahlung in ein anderes Nuklid zerfällt. Zurzeit sind über 2.770 verschiedene Nuklide bekannt, die sich auf die 112 zurzeit bekannten Elemente verteilen. Von diesen Nukliden sind über 2.510 Nuklide instabil und radioaktiv.
 

Radiosynoviorthese
Wiederherstellung bzw. Erneuerung (Orthese) der Gelenksschleimhaut (Synovia) mit Hilfe von Bestrahlung (Radiatio). Ein Verfahren zur Behandlung von schmerzhaften, in 1. Linie chronischen entzündlichen, Gelenkerkrankungen, durch lokale Anwendung radioaktiver Substanzen. Hierzu wird ein radioaktives Medikament direkt in das erkrankte Gelenk gespritzt. Es führt zu einer Verödung der Gelenkschleimhaut und beseitigt den Entzündungsprozess. Es resultiert eine erhebliche Linderung der Schmerzen sowie eine deutliche Verbesserung der Beweglichkeit, in vielen Fällen sogar völlige Beschwerdefreiheit.
 

Radon
Radon-222 ist ein natürliches Zerfallsprodukt aus der Uran-Radium-Reihe, das überall auf der Erde vorhanden ist und wesentlich zur natürlichen Umweltradioaktivität beiträgt. Es ist ein Edelgas, das farb-, geruchs- und geschmacklos ist, sich nicht bindet und über Risse und Spalten aus dem Erdreich in die Atemluft entweicht. Durch weiteren Zerfall entstehen wiederum radioaktive Folgeprodukte, die über die Atemwege in die Lunge gelangen und dort u.a. Alpha-Strahlung aussenden. Diese kann die Zellen der Lunge schädigen. Diese Schäden können die Entstehung von Krebserkrankungen begünstigen.
 

RegTP
Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post; seit Juli 2005 „Bundesnetzagentur“
Federal Network Agency
 

REI
Richtlinie zur Emissions- und Immissionsüberwachung kerntechnischer Anlagen (Guideline Relating to Emission and Immission Monitoring of Nuclear Facilities)
 

Rekrutierung
Einberufung, Zusammensetzung
 

Relatives Risiko
Gibt den Faktor an, um den sich die Erkrankungshäufigkeit in einer exponierten Gruppe von der in einer Vergleichsgruppe unterscheidet.
 

Resonanzfrequenz
Im Hochfrequenzfeld: Frequenz, bei der die spezifische Absorptionsrate (SAR) am größten ist, bezogen auf die gleiche einfallende Hochfrequenzenergie. Die Resonanzfrequenz ergibt sich, wenn die halbe Wellenlänge der Strahlung etwa der Größe des bestrahlten Objekts entspricht.
 

Retina
Netzhaut des Auges; hier werden optische Signale in Nervensignale umgewandelt.
 

Retrospektiver Ansatz
Ein Untersuchungsansatz, in dem für eine bestimmte Personengruppe die Exposition oder das Auftreten von Krankheiten rückwirkend über einen bestimmten Zeitraum erhoben wird.
 

Reviews
Hier: Arbeitskolloquien; im Rahmen des Mobilfunk Forschungsprogramms sind zur besseren Koordinierung der Forschungsprojekte innerhalb der Bereiche Biologie, Dosimetrie, Epidemiologie und Risikokommunikation sog. Arbeitskolloquien (auch Reviews genannt) vorgesehen.
 

Risiko
Qualitative und/oder quantitative Charakterisierung eines Schadens hinsichtlich der Möglichkeit seines Eintreffens (Eintrittswahrscheinlichkeit) und der Tragweite der Schadenswirkung (Schadensausmaß).
 

Risikokommunikation
Interaktiver (wechselseitiger) Prozess des Austausches von Informationen und Meinungen zu Risiken zwischen wissenschaftlichen Experten, Risikomanagern (Behörden) und der Öffentlichkeit (Betroffene, Interessengruppen, etc.).
 

Risikowahrnehmung
Prozess der subjektiven Aufnahme, Verarbeitung und Bewertung von risikobezogenen Informationen aufgrund persönlicher Erfahrung, aufgenommener Informationen und der Kommunikation mit anderen Individuen
 

Rollloch
Stark geneigter oder senkrechter Grubenbau von geringem rechteckigen oder runden Querschnitt zur Abwärtsförderung von Material, das unter der Wirkung seiner Schwerkraft hinab rollt. Rolllöcher können auch der Wetterführung und Personenbeförderung dienen.
 

RR
(engl.: risk ratio oder relative risk; deutsch: Risikoverhältnis oder relatives Risiko): Das Verhältnis zwischen der Erkrankungswahrscheinlichkeit in einer exponierten und einer nicht exponierten Personengruppe, die in einer Kohortenstudie untersucht wurden. Bei einem RR von 1 besteht kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Bei RR < 1 ist das Risiko in der exponierten Gruppe geringer, bei RR > 1 größer als in der nicht exponierten Gruppe. Mittels Signifikanztest kann geprüft werden, wie statistisch bedeutsam dieser Unterschied ist.
 

RSK
Die Reaktor-Sicherheitskommission (RSK) berät seit 1958 das für die Sicherheit kerntechnischer Anlagen und den Strahlenschutz zuständige Bundesministerium, das ist seit 1986 das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU). Beratungsgegenstand sind Angelegenheiten der Sicherheit und damit in Zusammenhang stehende Angelegenheiten der Sicherung von kerntechnischen Anlagen und der Entsorgung radioaktiver Abfälle.

Die RSK gibt als Ergebnis ihrer Beratungen Stellungnahmen und Empfehlungen an das BMU ab. Die zu beratenden Themen werden grundsätzlich vom BMU festgelegt, jedoch steht es der RSK frei, auch zu selbst gewählten Themen Stellung zu nehmen.

Die Arbeitsweise der RSK wird durch eine Satzung vom 22. Dezember 1998 geregelt und durch eine beim Bundesamt für Strahlenschutz eingerichtete Geschäftsstelle unterstützt.

Näheres zur Arbeit der RSK und ihre Stellungnahmen und Empfehlungen sind auf den Internet-Seiten der RSK aufgeführt.
 

Röntgenverordnung
Die Röntgenverordnung (RöV) regelt in erster Linie den Betrieb von Röntgeneinrichtungen. Die Röntgenverordnung erfasst des weiteren auch technische Einrichtungen, in denen durch die Beschleunigung von Elektronen als Nebeneffekt Röntgenstrahlung erzeugt wird (Störstrahler).
 

RöV
Röntgenverordnung
X-ray Ordinance
 

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 S

S
Symbol für die Leistungsflussdichte
 

Salinar
Eine Bezeichnung für Gesteinskomplexe, die überwiegend aus Salzgesteinen bestehen. Der Begriff wird sowohl für das Verbreitungsgebiet, als auch für einen salzführenden Teil innerhalb der Schichtenfolge verwendet.
 

Salzgrus
Feinkörniges Salzgesteinsmaterial.
 

Salzspiegel
Ein Salzspiegel ist eine durch »Ablaugung« erzeugte horizontale Fläche oberhalb von Salzlagern bzw. Salzstöcken. Meist liegt auf dem Salzspiegel ein so genannter Gipshut auf, der aus den schwer löslichen Bestandteilen des abgelaugten Salzes besteht.
 

SAR
Spezifische Absorptionsrate
specific absorption rate
 

Schaden
Negativ bewertete Folge eines Ereignisses oder einer Handlung
 

Schwebe
Schwebe ist die bergmännische Bezeichnung für das verbliebene Gestein zwischen übereinander liegenden Grubenhohlräumen.
 

Selbstverpflichtung
Freiwillige Selbstverpflichtung der Mobilfunkbetreiber gegenüber der Bundesregierung vom 06. Dezember 2001 mit dem Ziel, die Vorsorge im Bereich des Mobilfunks weiter zu verbessern. Zentrale Inhalte: Verbesserung der Information der Behörden vor Ort, gemeinsame Nutzung von Antennenstandorten, alternative Standortprüfung bei Kindergärten und Schulen, Verbesserung des Verbraucherschutzes, Kennzeichnung von Handys und Verstärkung der Forschung. Ferner schlagen die Mobilfunkbetreiber vor, ein Messnetz zur kontinuierlichen Überprüfung der elektromagnetischen Felder aufzubauen.
 

Selektion
Auswahl
 

Sendeleistung
Die von einer Antenne abgestrahlte elektrische Leistung.
 

SI-Einheiten
Einheiten des Internationalen Einheitensystems (SI). Die Anwendung der Einheiten im Strahlenschutzmesswesen ist durch die Ausführungsverordnung zum Gesetz über Einheiten im Messwesen vom 13.12.1985 (BGBl.I S.2272) geregelt.

Zusammenhang zwischen den geltenden SI-Einheiten und den seit 1985 amtlich nicht mehr zugelassenen Einheiten im Strahlenschutz
  SI-Einheit alte Einheit Beziehung
Aktivität Becquerel (Bq);
1 Bq = 1/s
Curie (Ci) 1 Ci =
3,7 · 1010 Bq
1 Bq ~ 2,7 · 10-11 Ci
Energiedosis Gray (Gy);
1 Gy = 1 J/kg
Rad (rd) 1 rd = 0,01 Gy 1 Gy = 100 rd
Äquivalentdosis
effektive Dosis
Sievert (Sv);
1 Sv = 1 J/kg
Rem (rem) 1 rem = 0,01 Sv 1 Sv = 100 rem
Ionendosis Coulomb pro Kilogramm (C/kg) Röntgen (R) 1 R =
2,58 · 10-4 C/kg
1 C/kg ~ 3876 R

 

Sicherheitsanalyse
Im Rahmen einer Sicherheitsanalyse werden mit Hilfe von Berechnungen und Untersuchungen mögliche radiologische Auswirkungen eines Endlagers im bestimmungsgemäßen Betrieb, in der Nachbetriebsphase und bei Störfällen abgeschätzt und überprüft.
 

Sievert
SI-Einheit der Äquivalentdosis und der effektiven Dosis 1 Sievert (Sv) = 100 Rem, 1 Sievert = 1 000 Millisievert (mSv) = 1 000 000 Mikrosievert (µSv).
 

Signifikanz
Von statistischer Signifikanz spricht man dann, wenn die Beobachtung in einer Bevölkerungsgruppe deutlich vom Erwartungswert abweicht. Um dies beurteilen zu können, werden statistische Verfahren angewandt, die die Zahl der in einer untersuchten Bevölkerungsgruppe beobachteten Erkrankungsfälle vergleichen mit der Zahl der in dieser Gruppe erwarteten Fälle, wenn die Erkrankungen in der beobachteten Gruppe genau so häufig – bezogen auf die betrachtete Personenzahl – auftreten würden wie in der Vergleichsgruppe. Da es sich hierbei um Stichproben handelt, kann man nicht einfach sagen, es sind mehr oder weniger, sondern muss für diese Aussage eine Irrtumswahrscheinlichkeit angeben. Man hat sich darauf geeinigt, dass eine Abweichung zwischen beobachteten und erwarteten Fallzahlen dann als signifikant angesehen wird, wenn diese Irrtumswahrscheinlich weniger als 5% beträgt.
 

SIR / SMR
(engl.: Standardised Incidence Ratio/Standardised Mortality Ratio; deutsch: Standardisiertes Inzidenz- bzw. Mortalitätsverhältnis): Das Verhältnis zwischen der Erkrankungswahrscheinlichkeit in einer Kohorte und in einer Vergleichsgruppe (meist Gesamtbevölkerung). Bei einem SIR/SMR von 1 besteht kein Unterschied zwischen den beiden Gruppen. Bei SIR/SMR < 1 ist das Risiko in der Kohorte geringer, bei SIR/SMR > 1 größer als in der Vergleichsbevölkerung. Mittels Signifikanztest kann geprüft werden, wie statistisch bedeutsam dieser Unterschied ist.
 

Skin-Effekt
Physikalisches Phänomen der Verdrängung des Wechselstromes an die Oberfläche des Leiters mit zunehmender Frequenz
 

Sohle
Unter Sohle versteht man entweder die untere Grenzfläche (Boden) eines Grubenbaus oder die Gesamtheit der annähernd in einem Niveau aufgefahrenen Grubenbaue.
 

SPECT
Single-Photon-Emissionscomputertomographie
Single Photon Emission Computed Tomography
 

Spezifische Absorptionsrate
Die spezifische Absorptionsrate (SAR) beschreibt die Energie, die im Hochfrequenzfeld pro Kilogramm Körpergewicht in einer bestimmten Zeit vom Körper aufgenommen und vor allem in Wärme umgewandelt wird; ihre Maßeinheit ist Watt pro Kilogramm (W/kg). Die SAR wird über 6 Minuten Einwirkdauer gemittelt; danach hat sich durch körpereigene Wärmeregulierung ein Gleichgewicht zwischen Wärmezufuhr und -abgabe gebildet. Vorher wird die Erhöhung der Körpertemperatur allein von der aufgenommenen Energie bestimmt. Durch Mittelungen über unterschiedliche Massenbereiche wird zwischen Einwirkungen auf den ganzen Körper und Einwirkungen auf kleinere Gewebebereiche unterschieden. Beispielsweise wird bei der Mittelung über 10 g Körpergewebe - das entspricht der Masse des Auges - die inhomogene Energieverteilung im Nahfeldbereich von Antennen berücksichtigt (z. B. bei Handybenutzung).
 

SSK
Strahlenschutzkommission; Nach der Satzung der Strahlenschutzkommission (SSK) vom 22 Dezember 1998 hat die SSK den Auftrag, das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz- und Reaktorsicherheit in den Angelegenheiten des Schutzes vor den Gefahren ionisierender und nichtionisierender Strahlen zu beraten. Im einzelnen umfassen die Aufgaben der SSK:

  • Stellungnahmen und Empfehlungen zur Bewertung biologischer Strahlenwirkungen und zu Dosis-Wirkungsbeziehungen,
  • Erarbeitung von Vorschlägen für Dosisgrenzwerte und daraus abgeleiteter Grenzwerte,
  • Beobachtung der Entwicklung der Strahlenexposition der Gesamtbevölkerung, spezieller Gruppen der Bevölkerung und beruflich strahlenexponierter Personen,
  • Anregung zu und Beratung bei der Erarbeitung von Richtlinien und besonderen Maßnahmen zum Schutz vor den Gefahren ionisierender und nichtionisierender Strahlen
  • Beratung bei der Erarbeitung von Empfehlungen zum Notfallschutz und bei der Planung von Maßnahmen zur Reduzierung der Strahlenexposition bei kerntechnischen Anlagen

 

Standort-Zwischenlager
Einrichtungen, in denen verbrauchte Brennelemente am Standort eines Kernkraftwerks bis zur endlagergerechten Konditionierung in geeigneten Transport- und Lagerbehältern aufbewahrt werden. Die Lagerdauer ist für maximal 40 Jahre ab Beladung des ersten Behälters vorgesehen.
 

Steinsalz
Steinsalz ist ein in reinem Zustand farbloses, sonst durch Verunreinigungen gefärbtes Mineral, chem. Natriumchlorid. In gereinigter Form wird es auch als Kochsalz bezeichnet.
 

Stilllegung
Alle Maßnahmen nach endgültiger Betriebseinstellung einer kerntechnischen Anlage, die den einstweiligen sicheren Einschluss oder den Abbau der Anlage zum Ziel haben, bis hin zur vollständigen Beseitigung.
 

Stochastisch
Zufallsbedingt; stochastische Strahlenschäden sind solche, bei denen die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von der Dosis abhängt, nicht jedoch deren Schwere
 

Strahlenexposition
Als Strahlenexposition bezeichnet man die Einwirkung von Strahlung auf den menschlichen Körper oder Körperteile. Ganzkörperexposition ist die Einwirkung ionisierender oder nichtionisierender Strahlung auf den ganzen Körper, Teilkörperexposition ist die Einwirkung ionisierender oder nichtionisierender Strahlung auf einzelne Organe, Gewebe oder Körperteile. Bei der äußeren Strahlenexposition durch ionisierende Strahlung wirkt die Strahlung von außen auf den Körper ein. Als innere Strahlenexposition bezeichnet man die Einwirkung der Strahlung von Radionukliden, die in den Körper mit der Atemluft (Inhalation) und mit der Nahrung (Ingestion) aufgenommen werden. Das Maß für die Strahlenexposition durch ionisierende Strahlung ist die effektive Dosis.
 

Strahlung
Strahlung ist eine Energieform, die sich als elektromagnetische Welle - oder als Teilchenstrahlung - durch Raum und Materie ausbreitet.
 

Strecke
Eine Strecke ist ein horizontal oder weitgehend horizontal verlaufender Grubenbau mit großer Länge im Verhältnis zum Querschnitt für Materialtransport, Personenbeförderung und Wetterführung.
 

StrlSchV
Strahlenschutzverordnung
Radiation Protection Ordinance
 

StrVG
Strahlenschutzvorsorgegesetz
Precautionary Radiation Protection Act
 

Studienpopulationen
Stichprobe aus einer Grundgesamtheit von Personen, an der die Untersuchung durchgeführt wird.
 

Störfaktoren
Bei epidemiologischen Studien können neben der untersuchten Exposition auch andere Faktoren einen Einfluss auf das Ergebnis haben. Diese müssen bei der Auswertung der Daten berücksichtigt werden.
 

Störfall
Ereignisablauf, bei dessen Eintreten der Betrieb der Anlage oder die Tätigkeit aus sicherheitstechnischen Gründen nicht fortgeführt werden kann und für den die Anlage auszulegen ist oder für den bei der Tätigkeit vorsorglich Schutzvorkehrungen vorzusehen sind.
 

Subrosion
Unter der Erdoberfläche stattfindende Auflösung (Ablaugung) von leichtlöslichen Gesteinen, insbesondere Salzen, durch Grundwässer. Solche unterirdische Ablaugung kann ein Nachsinken des darüber liegenden Gebirgsabschnittes zur Folge haben, sodass sich an der Erdoberfläche eine Senke (Subrosionssenke) bildet.
 

SWR
Siedewasserreaktor. Leistungsreaktor, bei dem – im Gegensatz zum Druckwasserreaktor (DWR) – ein Teil des Kühlwassers im Reaktorinneren siedet und die Wärme als Dampf abgeführt wird. Der so erzeugte Nass- oder Sattdampf wird im Maschinenhaus direkt zum Antrieb der Turbine und des Generators zur Erzeugung des elektrischen Stroms verwendet.
Boiling Water Reactor
 

Synapse
Verbindungsstelle zweier Nervenzellen, die der Reizübertragung dient.
 

Szintigraphie
Bildgebendes Diagnoseverfahren, bei dem radioaktive Stoffe (Arzneimittel) in den Körper des Patienten eingebracht werden. Diese nuklearmedizinische Untersuchung liefert Aussagen zur Funktion verschiedener Organsysteme sowohl hinsichtlich allgemeiner Stoffwechselstörungen als auch örtlich umschriebener Krankheitsherde in einzelnen Organen.
 

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 T

T
Tesla (Einheit der magnetischen Flussdichte)
 

Teletherapie
Behandlung von Erkrankungen durch Bestrahlung des Körpers von außen.
 

Temelín
Atomkraftwerk im südböhmischen Temelín, Tschechische Republik. Die Existenz des AKW ist aus sicherheitstechnischer und ökonomischer Sicht fragwürdig und wird durch eine grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) begleitet.
 

Teratogen
fruchtschädigend; verursacht Fehlbildungen des Keimlings durch chemische und physikalische Agenzien.
 

Terrestrische Strahlung
Strahlung, die von natürlichen Radionukliden und ihren Zerfallsprodukten, die in den Böden und Gesteinen der Erdkruste vorhanden sind, ausgeht.
 

Teufe
Mit dem bergmännischen Begriff Teufe wird die Tiefenlage unter der Tagesoberfläche angegeben.
 

Thyratron
Gasgefüllte Schaltröhre ähnlich einer Verstärkerröhre (Triode), deren Hauptentladung durch eine gitterähnliche Elektrode eingeleitet wird. Diese Röhren werden zur Impulsmodulation von Magnetrons und anderen Oszillatoren sowie als schnelle elektronische Schalter verwendet. Größere Bauformen dienen für Motorsteuerungen, gesteuerte Gleichrichter oder zur Betätigung noch leistungsfähigerer Schalter.
 

Transportgenehmigungen
Transportgenehmigungen, in Bezug auf Atomtransporte, werden vom Bundesamt für Strahlenschutz erteilt, wenn die gesetzlichen Voraussetzungen - unter anderem - die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderliche Vorsorge gegen Schäden getroffen ist.
 

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 U

UFOPLAN
Der sich aus den Ressortaufgaben des Bundesumweltministeriums ergebende Forschungsbedarf wird jährlich in einem Umweltforschungsplan (UFOPLAN) festgelegt.
 

Umschlossene radioaktive Stoffe
Radioaktive Stoffe, die ständig von einer allseitig dichten, festen, inaktiven Hülle umschlossen oder in festen inaktiven Stoffen ständig so eingebettet sind, dass bei üblicher betriebsmäßiger Beanspruchung ein Austritt radioaktiver Stoffe mit Sicherheit verhindert wird; eine Abmessung muss mindestens 0,2 cm betragen.
 

Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP)
Im Rahmen des »Planfeststellungsverfahrens« umfasst die UVP die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen eines Vorhabens auf Menschen, Tiere, Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, einschließlich der jeweiligen Wechselwirkungen sowie auf Kultur- und sonstige Sachgüter.
 

UMTS
Universal Mobile Telecommunication System; Mobilfunksystem der sogenannten "dritten Generation", das aufgrund hoher Übertragungsraten neben Sprachkommunikation auch Bild- und Videoübertragung erlaubt. UMTS soll ab 2003 Frequenzen zwischen 1920 und 1980 MHz, sowie zwischen 2110 und 2170 MHz nutzen.
 

Unfall
Ereignisablauf, der für eine oder mehrere Personen eine effektive Dosis von mehr als 50 mSv zur Folge haben kann.
 

UNSCEAR
Wissenschaftliches Komitee der Vereinten Nationen über die Wirkung von atomarer Strahlung (United Nation's Scientific Committee on the Effects of Atomic Radiation). UNSCEAR erstellt regelmäßig Berichte für die UN-Vollversammlung über die Strahlenexposition und die Wirkungen ionisierender Strahlung.
 

Urananreicherung
Ein physikalisches Verfahren, mit dem der Prozentsatz des spaltbaren lsotops U-235 über den Gehalt von 0,72% des Natururans hinaus gesteigert werden kann. In der Bundesrepublik Deutschland wird zu diesem Zweck von der URENCO Deutschland GmbH am Standort Gronau eine Urananreicherungsanlage betrieben in der Uran – in Form der flüchtigen chemischen Verbindung Uranhexafluorid (UF6) – großtechnisch mit Hilfe des Gaszentrifugenverfahrens angereichert wird.
 

Uranerzbergbau
Unmittelbar nach Kriegsende wurde in Sachsen und Thüringen unter sowjetischer Regie durch das Unternehmen Wismut mit der Gewinnung von Uran begonnen. Der vor allem in den Anfangsjahren ohne Rücksicht auf Mensch und Umwelt vorangetriebene Uranerzbergbau hat zu massiven Umweltschäden geführt.
 

UV-Index
Der UV-Index beschreibt den am Boden erwarteten Tagesspitzenwert der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. Der Bevölkerung wird dadurch die Möglichkeit gegeben, sich über die Gefahren der solaren UV-Strahlung aktuell beim Bundesamt für Strahlenschutz zu informieren.
 

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 V

V
Volt (Einheit der elektrischen Spannung)
 

Versatz
Unter Versatz versteht man sowohl das Verfahren als auch das Material (Verfüllgut) für die Verfüllung der noch vorhandenen Hohlräume bzw. Resthohlräume während der endgültigen Verschlussphase in der Nachbetriebsphase eines Endlagerbergwerkes.
 

Verschleppung von radioaktiven Stoffen
Weiterverbreitung von radioaktiven Stoffen aus Strahlenschutz-Überwachungsbereichen auf das Betriebsgelände oder außerhalb des Betriebsgeländes einer kerntechnischen Anlage / Einrichtung.
 

Versturztechnik
Die Versturztechnik kommt als Alternative zur Stapeltechnik zum Einsatz, wenn man die Abfallgebinde in einen tiefergelegenen Einlagerungshohlraum abrutschen oder auch fallen lässt. Die Versturztechnik kann sich durch die räumlichen Gegebenheiten anbieten, sie wird aber auch unter Umständen aus Gründen des Strahlenschutzes für das Bedienungspersonal angewandt.
 

Vertrauen
Im Rahmen der Risikokommunikation meint "Vertrauen" das "Sich-verlassen-können" auf das Vorhandensein von Kompetenz (Wissen, Können), die Wahrung von Fairness (Offenheit, Chancengleichheit) und die Wahrnehmung sozialer Verantwortung (z.B. gegenüber Mitarbeitern, Kunden, Nachbarn, Allgemeinheit).
 

VOAS
Verordnung über die Gewährleistung von Atomsicherheit und Strahlenschutz der ehemaligen DDR
Ordinance on the Guarantee of Nuclear Safety and Radiation Protection
 

Vorsorgeprinzip
Handlungsmaxime, die besagt, dass bei Fehlen wissenschaftlicher Gewissheit über das Ausmaß und die Folgen einer Gefährdung von Mensch und Umwelt (z.B. durch eine neue Technologie) präventive Maßnahmen zur Verhinderung von Schäden zu ergreifen sind. Beim Mobilfunk stützen sich die Vorsorgemaßnahmen vor allem auf die Information der Bevölkerung, die Intensivierung der Forschung sowie die Verringerung der Exposition.
 

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 W

W
Watt (Einheit der Leistung)
 

WAA
Wiederaufarbeitungsanlage
Reprocessing Plant
 

Wellenlänge
Distanz, die eine Welle während einer Schwingungsdauer (Periode) zurücklegt
 

WHO
Weltgesundheitsorganisation
World Health Organization
 

Wiederaufarbeitung
Kombination physikalischer und chemischer Trennverfahren, durch welche die Stoffe Uran und Plutonium (in Form chemischer Verbindungen) aus verbrauchten Brennelementen zurückgewonnen und die hochradioaktiven Abfälle abgetrennt werden. Großtechnisch wird zur Wiederaufarbeitung vor allem das sog. PUREX-Verfahren angewendet (Plutonium-Uran-Reduktions-Extraktions-Verfahren).

In der Bundesrepublik Deutschland wurden von 1971 bis 1990 in einer Pilotanlage verbrauchte Brennelemente zu Versuchszwecken wiederaufgearbeitet (Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe, WAK). Der Wiederaufarbeitungsbetrieb wurde Ende 1990 eingestellt und die Anlage stillgelegt. Sie wird zur Zeit zurückgebaut.
 

Wirbelstrom
Durch Induktion in einem leitfähigen Körper erzeugter elektrischer Strom.
 

worst-case - Szenarien
der schlimmste Fall; entspricht dem Zusammentreffen der ungünstigsten, in der Realität vorkommenden Bedingungen
 

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 Z

ZdB
Zentralstelle des Bundes
Central Federal Agency for the Surveillance of radioactivity
 

Zeitschlitzverfahren
Unter der Bezeichnung Time Divison Multiple Access (TDMA) bekanntes Verfahren, das es im Rahmen der digitalen Telekommunikation ermöglicht, auf einer Sendefrequenz mehrere Gespräche gleichzeitig zu übertragen. Jedem Gespräch wird hierzu jeweils ein Zeitschlitz zugewiesen, in dem die zeitlich aufgeteilten Sendesignale (digitalisierten und komprimierten Sprach-"Pakete") übertragen werden. Beim GSM-System beispielsweise nutzt man 8 Zeitschlitze von jeweils 577 µs Dauer, um bis zu 8 Gespräche gleichzeitig zu übertragen.
 

Zwischenlagerung
Zeitlich befristete Lagerung bestrahlter Brennelemente oder radioaktiver Abfälle vor ihrer Endlagerung. Bestrahlte Brennelemente sollen in dezentralen Zwischenlagern an den Standorten der Atomkraftwerke aufbewahrt werden - und zwar bis zu ihrer endlagergerechten Konditionierung und späteren Endlagerung.
 

Zytogenetik
Zytogenetik beschäftigt sich mit der Darstellung und Analyse von Chromosomen. Die Chromosomen sind die Träger der Erbanlagen und lassen sich im Lichtmikroskop darstellen. Sie befinden sich im Zellkern.
 

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