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Wismut Uranbergarbeiter-Kohortenstudie

Die Deutsche Uranbergarbeiter-Kohortenstudie („Wismut Kohorte“) ist die weltweit größte Kohortenstudie an Bergarbeitern, die Radon und seinen Zerfallsprodukten ausgesetzt waren. Die Studie wird seit mehreren Jahren vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) durchgeführt und umfasst die Daten von knapp 59.000 männlichen Bergarbeitern, die im Uranerzbergbau der Wismut in der ehemaligen DDR zwischen 1946 und 1990 beschäftigt waren. Das zweite Mortalitäts-Follow-up ist abgeschlossen und erste Ergebnisse dazu sind publiziert. Es ist beabsichtigt, den Datensatz interessierten Wissenschaftlern zur weiteren Analyse zugänglich zu machen.
 
Kohortenstudie: Beschreibung und Ergebnisse
 
Der Bergbau hat in Sachsen und Thüringen eine Jahrhunderte lange Tradition. Im südlichen Erzgebirge wurden neben Silber, Kobalt und Wismut auch Kupfer, Nickel und Zinn abgebaut. Nach dem Zweiten Weltkrieg kam in großem Umfang der Abbau und die Verarbeitung von Uranerz hinzu. Dies geschah auf Befehl der sowjetischen Militär-Administration, die das Uran für ihr Atombombenprogramm benötigte. Die gesamte Operation erfolgte anfangs unter strenger Geheimhaltung. mehr...


   
Technical Report: The German Uranium Miners Cohort Study (Wismut Cohort)
 
Technical Report: The German Uranium Miners Cohort Study (Wismut cohort), 1946 - 2003 finden Sie hier zum herunterladen als pdf-Datei mehr...


Opening of the Data Set; Call for Proposals
 
Seit Anfang 2010 stellt das BfS den Datensatz der Wismut-Kohortenstudie interessierten Wissenschaftlern für eigene Auswertungen zur Verfügung. Hierzu muss ein Antrag für eine spezifische Fragestellung gestellt werden. Dieser wird durch ein internationales Advisory Committee begutachtet. Detaillierte Informationen zum Datensatz und zu den Antragsformalitäten finden Sie auf der englischen Version der Seite. mehr...


   
Teilergebnisse: Tumore des Hals-Nasen-Rachenraums
 
Eine hohe berufliche Radonbelastung kann das Risiko, an Krebserkrankungen des Hals-Nasen-Rachenraums zu sterben, erhöhen. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Auswertung der deutschen Uranbergabeiterstudie des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Bisher war lediglich für Lungenkrebs ein Zusammenhang mit der Radonbelastung wissenschaftlich erwiesen. mehr...


Andere Wismut-Studien des BfS
 
Innerhalb des EU-Alpha-Risk Projektes werden die Daten aus den französischen, tschechischen und deutschen Kohortenstudien an ehemaligen Uranbergarbeitern gemeinsam im Hinblick auf Krebsrisiken durch niedrige Strahlenexposition untersucht. Des Weiteren wird die Strahlendosis für einzelne Organe abgeschätzt und das Risiko berechnet, dass vom jeweiligen Organ eine Krebserkrankung ausgeht bzw. dass die Person an dieser Krebserkrankung verstirbt. mehr...


   
Publikationen zur Kohortenstudie
 
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