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Moderne Kommunikationstechnologien - Bluetooth und WLAN
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Infoblatt Juli 2005
Moderne Kommunikationstechnologien wie Bluetooth und WLAN ermöglichen
die kabellose Verbindung von Geräten der Telekommunikation und der
Datenverarbeitung. In Abhängigkeit von der Technologie und der
dazugehörigen maximalen Sendeleistung erzielen die Geräte
unterschiedliche Reichweiten. Die Übertragung der Daten erfolgt per
Funk mit Hilfe hochfrequenter elektromagnetischer Felder.
Was ist Bluetooth?
Bluetooth – ein Industriestandard für die kabellose Vernetzung von
Geräten über kurze Distanzen – ist ein Funksystem für den Nahbereich.
Im Büro vernetzt es Geräte wie PC, Notebook, Laptop, Palmtop,
Organizer, Drucker, Scanner, Funkmaus und Funktastatur. Ebenso stellt
es die Verbindung zwischen Handy und Headset her.
Der verwendete Frequenzbereich liegt zwischen 2400 und 2480 Megahertz (MHz).
Welche Strahlung tritt bei Bluetooth auf?
Bluetooth verfügt über drei Leistungsklassen. Die maximale Sendeleistung beträgt in
- Klasse I: 100,0 Milliwatt (mW) bei einer Reichweite bis circa 100
Meter. Diese Geräte müssen eine automatische Leistungsregelung haben:
die benötigte Sendeleistung passt sich dem tatsächlichen Bedarf an.
- Klasse II: 2,5 mW im Bereich des Büroarbeitsplatzes bis maximal 50 Meter.
- Klasse III: 1,0 mW für Anwendungen im Nahbereich bis etwa 10 Meter.
Die meisten der auf dem Markt befindlichen Geräte gehören den Klassen II und III an.
Die tatsächlich abgestrahlte durchschnittliche Leistung hängt vom
Betriebszustand und von der zu übermittelnden Datenmenge ab. Sie liegt
deutlich unter den genannten maximalen Sendeleistungen der einzelnen
Klassen.
Was ist WLAN?
WLAN – Wireless Local Area Network – überbrückt per Funk Entfernungen
von 30 bis 100 Meter, im Freien vereinzelt bis 300 Meter. Im
„Ad-hoc-Modus“ ermöglichen PC-Einsteckkarten die direkte Kommunikation
zwischen Geräten. Beim „Infrastructure-Modus“ kommunizieren Geräte über
zentrale Zugangspunkte („Access Points“, „Hot Spots“), zum Beispiel, um
Verbindungen mit dem Festnetz aufzunehmen.
Durch WLAN können weitläufige PC-Netzwerke verbunden und externe
Arbeitsplätze von Firmen, Universitäten etc. an das hauseigene
Datennetz angeschlossen werden. In Hotels, Flughäfen und andere
Einrichtungen verschafft WLAN einen drahtlosen Zugang zum Internet.
WLAN arbeitet im Frequenzbereich 2400 MHz (wie Bluetooth) sowie im
Bereich zwischen 5000 und 6000 MHz, der zurzeit noch wenig genutzt
wird.
Welche Strahlung tritt bei WLAN auf?
Die maximal zulässige Strahlungsleistung der Endgeräte und der zentralen Zugangspunkte ist abhängig vom Frequenzbereich:
- 100 mW bei 2400 MHz,
- 200 mW bei 5150 bis 5350 MHz bei einer Nutzung innerhalb geschlossener Räume sowie
- 1000 mW bei 5470 bis 5725 MHz bei einer Nutzung sowohl innerhalb als auch außerhalb ge-schlossener Räume.
Die Frequenzen zwischen 5000 und 6000 MHz dürfen nur mit automatischer Leistungsregelung genutzt werden.
Bei den angegebenen Leistungen handelt es sich um die auf eine
Standardantenne bezogene abgestrahlte Leistung. Der Einsatz stärker
bündelnder Richtantennen ist nicht erlaubt.
Werden gesundheitliche Risiken verursacht?
Grundlage für die Beurteilung möglicher gesundheitlicher
Beeinträchtigungen durch hochfrequente elektromagnetische Felder ist
die Spezifische Absorptionsrate (SAR). Sie beschreibt, welche Menge der
Strahlungsleistung (gemessen in Watt (W); 1 W = 1000 mW) vom
menschlichen Körper (kg) aufgenommen wird.
Die maximal zulässige SAR beträgt
- 0,08 W/kg für den ganzen Körper und
- 2,00 W/kg für Teile des Körpers, zum Beispiel für den Kopf.
Durch Bluetooth oder WLAN verbundene Geräte bleiben als
Einzelkomponenten deutlich unterhalb dieser SAR-Grenzwerte. Aktuelle
Ergebnisse zeigen, dass etwa ein Bluetooth-USB-Stick („USB“: Universal Serial Bus) der Klasse I oder eine
WLAN-Einsteckkarte für Notebooks bei minimalem Abstand zum Körper
Teilkörper-SAR-Werte von nur circa 0,1 W/kg erreichen.
Werden die Grenzwerte eingehalten, gibt es nach dem aktuellen Stand der
Wissenschaft keine Nachweise, dass hochfrequente elektromagnetische
Felder gesundheitliche Risiken verursachen.
Bei Bluetooth-Geräten der Klassen II und III ist keine Typprüfung
erforderlich, da sie aufgrund der geringen maximalen Sendeleistung die
maximal zulässigen SAR-Werte immer einhalten.
Vorsorge und Empfehlungen
Das Bundesamt für Strahlenschutz empfiehlt, die persönliche
Strahlenbelastung durch hochfrequente elektromagnetische Felder zu
reduzieren, um etwaige gesundheitliche Risiken möglichst gering zu
halten:
- Bevorzugen Sie herkömmliche Kabelverbindungen, wenn auf den Einsatz von Bluetooth- oder WLAN-Lösungen verzichtet werden kann.
- Vermeiden Sie die Aufstellung von zentralen WLAN-Zugangspunkten
in unmittelbarer Nähe der Orte, an denen sich Personen ständig
aufhalten, zum Beispiel am Arbeitsplatz.
Aktuelle Forschung
Berichte über Untersuchungen des Deutschen Mobilfunk
Forschungsprogramms zur Strahlenthematik bei Bluetooth- und
WLAN-Geräten finden Sie im Internet
unter:
www.emf-forschungsprogramm.de
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