Spezifische Absorptionsrate bei Ganzkörperexposition von Kindern
Individuelle Strahlenempfindlichkeit in Lungenkrebsfamilien
Bestimmung der RBW für Neutronenstrahlung
Einfluss menschlicher Faktoren auf das Ergebnis von zerstörungsfreien Prüfungen
Bewertung des Potenzials für unentdeckten Schadensfortschritt an druckführenden Komponenten
Risikokommunikation im Bereich der Niederfrequenten Felder
Molekulare Parameter der Strahlenempfindlichkeit
Personendosimetrie mit elektronischen Personendosimetern
Magnetfelder alternativer Antriebskonzepte
Interne Radiodekontamination von Personen
Risiken elektromagnetischer Felder aus Sicht deutscher Allgemeinmediziner
Erkundung eines Endlagerstandortes im internationalen Vergleich
Molekulare Biomarker für zelluläre und klinische Strahlenempfindlichkeit
Zusatzauswertung der QUEBEB-Studie
Wachstum von Brustkrebszelllinien unter Magnetfeldeinfluss
Erhöhung der Zuverlässigkeit der RODOS-Ergebnisse für eine SWR-Anlage
Bestimmung der Exposition durch WiMAX
Kohortenstudie zur Abschätzung des Krebsrisikos
Nuklidvektoren bei Freigabemessungen - 3604S04441
Strahlenexposition von Kindern bei zahnmedizinischen Röntgenuntersuchungen
Untersuchungen zur Biokinetik
Ringversuch zu Freigabemessungen
Risikokommunikation im Bereich UV
Weiterentwicklung der Eingangsparameter für LASAIR
Amtliche elektronische Personendosimetrie in Deutschland
Einfluss hochfrequenter Felder des Mobilfunks auf die metabolische Umsatzrate
KIKK-Studie
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Stabilität und Bedingungsfaktoren der Bedenken wegen Mobilfunksendeanlagen - Zusatzauswertung der QUEBEB-Studie - 3608S08001

urn:nbn:de:0221-2009082137
BfS-RESFOR-16/09

Zusammenfassung

Ziel war die Untersuchung von Determinanten und der Beständigkeit der Risikowahrnehmung von Mobilfunksendeanlagen.

Es wurden Daten ausgewertet, die in Deutschland in einer Stichprobe mit 3253 Probanden im Alter von 14 bis 69 Jahren in zwei im Abstand von zwei Jahren durchgeführten schriftlichen Befragungen erhoben wurden. Die Teilnehmer schätzten ihre Besorgnis wegen Mobilfunksendeanlagen ein, gaben an, ob sie ihre gesundheitlichen Beeinträchtigungen auf Sendeanlagen zurückführen und machten Angaben zu ihrer Besorgnis wegen 12 weiterer Umwelt- und Gesundheitsrisiken. Ferner wurden Daten zu Ängstlichkeit, Depressivität, Stress und zur gesundheitlichen Lebensqualität sowie zur Handynutzung und zur Sichtbarkeit von Mobilfunksendeanlagen erhoben.

Der Anteil derer, die wegen Mobilfunksendemasten ziemlich oder stark besorgt sind, war in der Vertiefungserhebung mit 19,9 % höher als der Anteil der wegen anderer Quellen elektromagnetischer Felder (EMF), darunter elektrische Hochspannungsleitungen, Besorgter. Dennoch war die Besorgnis wegen Mobilfunksendeanlagen im Vergleich zur Besorgnis wegen unumstrittener Umwelt- und Gesundheitsrisiken wie Zigarettenrauchen oder Luftverschmutzung eher gering ausgeprägt. Bedenken wegen Mobilfunksendemasten stellen bei vielen Probanden keine beständige Kognitionen dar: Nur 60,0 % derer, die sich 2004 als wegen Mobilfunkmasten besorgt bezeichnet hatten, äußerten dies auch zwei Jahre später noch; nur 31,7 % derer, die 2004 gesundheitliche Beeinträchtigungen mit Sendemasten in Verbindung gebracht hatten, wiederholten diese Einschätzung zwei Jahre später. Für jede der erhobenen psychologischen Variablen, i. e. Ängstlichkeit, Depressivität, Stress und gesundheitlichen Lebensqualität, zeigt sich, dass psychisch belastete Personen signifikant häufiger Bedenken wegen Mobilfunkmasten haben. Ferner zeigt sich ein enger Zusammenhang zwischen der allgemeinen Besorgnis wegen Umwelt- und Gesundheitsrisiken und den Bedenken wegen Mobilfunksendeanlagen: Personen mit hoher allgemeiner Besorgnis machen sich mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit auch Sorgen wegen Sendemasten (OR=4,54; 95%-KI=3,54–5,82) und führen eigene gesundheitliche Beeinträchtigungen eher auf Sendemasten zurück (OR=9,59; 95%-KI=6,13–15,00). Besonders enge Zusammenhänge finden sich zwischen der Besorgnis wegen anderer Quellen von EMF und der Besorgnis wegen Sendemasten. Daraus, dass Bedenken wegen Mobilfunksendeanlagen einerseits wenig beständig sind und andererseits stark durch Persönlichkeitsmerkmale wie allgemeine Besorgnis, Ängstlichkeit und Depressivität bedingt sind, lässt sich folgern, dass diese Bedenken nicht das Resultat einer spezifischen Auseinandersetzung mit den Gegebenheiten von Mobilfunkmasten sind. Dies lässt die Chancen, derartige Bedenken durch Information zu modifizieren, eher gering erscheinen.

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