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Optische Strahlung

UV-Strahlung - Sonne - Solarien - Infrarot-Strahlung - Laser

Optische Strahlung

Anwendung künstlicher UV-Strahlung

Künstliche UV-Strahlung findet heutzutage breite Anwendung, sowohl zu kosmetischen Zwecken (Solarien) als auch in der Medizin, in der Forschung, bei der Materialprüfung wie auch in der Kunst.

Medizin und Forschung

In der Medizin wird künstliche UV-Strahlung zur Behandlung verschiedener Hautkrankheiten eingesetzt, wobei der Arzt den eigentlichen Nutzen für den Patienten gegenüber dem Risiko gesundheitlicher Schädigungen durch UV-Strahlung abwägt. Energiereiche kurzwellige UV-C-Strahlung wird auch zur Desinfektion in biologischen und medizinischen Labors oder auch in Teichpumpen verwendet, da UV-C so energiereich ist, dass Viren und Bakterien sowie Kleinstlebewesen abgetötet werden.

In der biologischen und medizinischen Forschung findet künstliche UV-Strahlung generell eine breite Anwendung. Farbstoffe, wie zum Beispiel das in den Biowissenschaften verwendete DAPI (4′,6-Diamidin-2-phenylindol, ein Fluoreszenzfarbstoff), werden von UV-Strahlung angeregt und geben dann sichtbares Licht ab. Man nutzt solche durch UV-Strahlung anregbaren Farbstoffe, zum Beispiel, um biologische Stoffwechselvorgänge möglichst an lebenden Zellen zu beobachten oder um Bestandteile von Zellen, wie zum Beispiel das Erbgut, während biologischer Arbeitsschritte in der Forschung sichtbar zu machen.

Analyse, Materialprüfung und Schulung

In der Mineralogie wird künstliche UV-Strahlung zur Analyse mineralischer Bestandteile von Proben angewendet. In der Forensik dient sie der Analyse von Indizien und Tatorten, indem mit UV-Strahlung biologische Spuren wie Blut, Sperma oder Speichel nachgewiesen werden.

In der Materialprüfung, zur Aushärtung von Stoffen (Polymere; zum Beispiel unter UV-Licht härtende Materialien in der Zahnheilkunde), in der Elektronik, der Fotolithographie und zur chlorfreien Bleiche von Zellstoffen wird künstliche UV-Strahlung verwendet. Eine weitere Anwendung ist das Sichtbarmachen von Sicherheitsmerkmalen, unter anderem auf Dokumenten, wie zum Beispiel Ausweispapieren oder Zahlungsmitteln.

In Schulungen wird künstliche UV-Strahlung zur Visualisierung von mit Fluoreszenzfarbstoffen markierten Substanzen eingesetzt – zum Beispiel zur Kontrolle, ob Hautschutzmittel richtig aufgetragen wurden oder zur Demonstration von Kreuzkontamination (Keimübertragung) innerhalb von Hygiene-Schulungen.

Kunst

Auch in der Kunst wird künstliche UV-Strahlung gerne verwendet. UV-A-Strahlung, umgangssprachlich auch als „Schwarzlicht“ bekannt, ist vor allem in Diskotheken und für Showeffekte üblich. UV-A-Strahlung regt fluoreszierende Stoffe (zum Beispiel optische Aufheller in Waschmitteln für weißen Baumwollstoff, Fluoreszenzfarbstoffe, weißes Pigment oder Mineralien) zum Leuchten an. Man verwendet Schwarzlicht auch für das so genannte Schwarzlichttheater.

Stand: 27.09.2017

© Bundesamt für Strahlenschutz