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Optische Strahlung

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UV-Tipp der Woche: Vitamin D - so wenig Sonne genügt

Landschaft mit Beinen in der Luft Bewegung in der Sonne

Um Vitamin D gibt es gerade einen richtigen Hype. Es wird als das neue Wundermittel gegen so ziemlich alles angepriesen: Gegen Müdigkeit, schmerzende Knochen, Kopfschmerzen, aber auch gegen Schlafprobleme und Depression. Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass sie zu wenig Vitamin D haben. Tabletten finden sich daher frei verkäuflich in Apotheken und Drogeriemärkten.

Wie erreichen Sie einen ausgeglichenen Vitamin D-Spiegel?

Sie möchten etwas für einen ausgeglichenen Vitamin D-Spiegel tun, aber nicht gerade auf Tabletten setzen? Sie fragen sich, ob ein ausgiebiges "Sonnenbad" reicht oder doch lieber das Solarium, wie die Sonnenbankbetreiber meinen? Und wie viel Sonne brauchen wir?

Spaziergänge im Sommer

Dafür ist viel weniger nötig, als Sie denken. Gehen Sie zum Beispiel im Sommer zwei bis dreimal pro Woche spazieren und setzen Sie dabei Gesicht, Hände und Arme unbedeckt der Sonne aus. Schon die Hälfte der Zeit, nach der Sie einen Sonnenbrand bekommen würden, reicht aus, um ausreichend Vitamin D zu bilden.

Ein Mehr an Sonne bringt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kein Mehr an Vitamin D. Es erhöht lediglich das Risiko UV-bedingter Gesundheitsschäden. Und das Mehr an Bewegung fördert das allgemeine Wohlbefinden, baut Stress ab und bringt Sie auf neue Gedanken.

Vitamin-D-Präparate für Säuglinge und Kleinkinder

Sinnvoll sind Vitamin-D-Präparate bei Säuglingen und Kleinkindern. Säuglinge und Kleinkinder bis zum zweiten erlebten Frühsommer bekommen die Tabletten vom Kinderarzt verschrieben, die Kasse zahlt. Das ist deswegen wichtig, weil insbesondere Säuglinge nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden sollten.

Mehr zum Thema erfahren Sie unter Bildung des körpereigenen Vitamin D.

Eine von Fachexperten gemeinsam erarbeitete Empfehlung zu Vitamin D veröffentlichte das Bundesamt für Strahlenschutz zusammen mit dem UV-Schutz-Bündnis.

Archiv: UV-Tipps der letzten Wochen

Gut geschützt unterm Sonnenschirm?Einklappen / Ausklappen

Ein Sonnenschirm am Strand wirft Schatten Sonnenschirm am Strand

Sie spannen gerade Ihren Sonnenschirm am Strand auf und fragen sich, ob das im Sinne des UV-Schutzes ausreichend ist? Nicht ganz einfach zu beantworten…

Drei Faktoren sind entscheidend

Im Wesentlichen hängt es von drei Faktoren ab:

  1. vom verwendeten Material für den Schirm,
  2. von der Größe des Schirms und
  3. von der Positionierung des Sonnenschirms zur Sonne.
Das Material

Ein Sonnenschirm ist nicht nur starker Sonnenstrahlung, sondern auch Regen ausgesetzt. Der Stoff des Schirms wird beim Aufspannen zudem gedehnt. Das Material wird also stark beansprucht. Umso wichtiger ist es, dass es von guter Qualität ist.

Das Material des Schirms sollte einen so genannten UPF (UV protection factor; UV-Schutzfaktor) aufweisen. Der UV-Standard 801 betrachtet das Sonnenschirm-Textil unter extremer Sonneneinstrahlung und im gedehnten und befeuchteten Zustand. Erst die Messung des geringsten Wertes unter diesen "Worst Case"-Bedingungen bescheinigt letztendlich den UV-Schutzfaktor. Weist der Sonnenschirm keinen solchen UPF aus, ist damit zu rechnen, dass trotz Schatten kein ausreichender UV-Schutz besteht.

Die Größe

Ein Sonnenschirm sollte so groß sein, dass Sie unter ihm vollständig im Schatten sind. Dabei sollten Sie sich nicht im Randbereich des Schirmes befinden. Die UV-Strahlung gelangt nämlich nicht nur direkt von der Sonne zur Erde, sondern wird vielfach gestreut.

Die Position zur Sonne

Und dann kommt es auch darauf an, wo Sie Ihren Schirm aufspannen. Heller Sand reflektiert bis zu 25 % der UV-Strahlung. Und auch das Wasser reflektiert die Strahlung, was wiederum dazu führt, dass Sie auch unter einem Sonnenschirm ein hoher Anteil von UV-Strahlung erreichen kann.

Kein Wunder also, dass man auch unter einem Sonnenschirm einen Sonnenbrand bekommen kann. Darum: Eincremen nicht vergessen!

Hautkrebs? Ich doch nichtEinklappen / Ausklappen

Die A-B-C-D-Regel bei der Selbstuntersuchung auf Hautkrebs Die A-B-C-D-Regel

Haben Sie sich auch schon mit Bekannten über Hautkrebs unterhalten? Meistens heißt es dann: "Das stimmt doch alles gar nicht. Meine Freundin, die hat sich immer in die Sonne gelegt, bis sie krebsrot war. Und die hat keinen Hautkrebs. Also kann das gar nicht sein."

Klar, nicht jeder bekommt Hautkrebs. Und vor allem nicht sofort. Zwischen Ursache und Ausbruch der Krankheit liegen gerade bei Krebs oft Jahrzehnte. Aber die Fakten sind eindeutig: in Deutschland erkrankt jeder siebte Mann und jede neunte Frau bis zum Alter von 75 Jahren an Hautkrebs – Tendenz steigend. 2014 erkrankten rund 290.000 Menschen neu an Hautkrebs – 10 Prozent mehr als 2013.

Je früher ein Hautkrebs erkannt wird, umso höher sind die Heilungsaussichten.

Woran erkenne ich, ob ich betroffen bin? – Die A-B-C-D-Regel

Sie können selbst aktiv werden – kontrollieren Sie Ihre Haut einmal im Monat von Kopf bis Fuß und sehen Sie sich jede Hautveränderung und jeden dunkelgefärbten Fleck (Pigmentmal, Muttermal) genau an. Bei der Beurteilung von Pigmentmalen ist die A-B-C-D-Regel hilfreich:

  • A wie Asymmetrie: Auffällig ist ein Mal, das in seiner Form nicht gleichmäßig rund oder oval ist.
  • B wie Begrenzung: Die Begrenzung eines Pigmentmals sollte scharf und regelmäßig sein. Eine unscharfe Begrenzung sollte ebenso Anlass zur Vorsicht sein wie unregelmäßige Ausfransungen an einem Mal.
  • C wie Colour (Farbe): Hat ein Muttermal mehrere Farbtönungen, muss es genau beobachtet werden.
  • D wie Durchmesser: Ein Pigmentmal, dessen Durchmesser größer ist als zwei Millimeter, sollte in jedem Fall beobachtet werden.

Spätestens, wenn Sie auffällige Hautpartien oder sich verändernde Muttermale entdecken, ist ein Arztbesuch unerlässlich.

Hautkrebs-Screening – eine lebensrettende Untersuchung

Gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahre können alle zwei Jahre zur Früherkennung ein Hautkrebs-Screening bei einem dafür qualifizierten Haus- oder Hautarzt in Anspruch nehmen. Einige Krankenkassen bieten das auch für Jüngere an. Privatversicherte sollten bei ihren Krankenkassen erfragen, ob ihre Kasse die Untersuchung unterstützt.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.hautkrebs-screening.de. Mehr zum Thema Hautkrebs erfahren Sie auch unter Langfristige Wirkungen.

Sonnencreme - darauf kommt es anEinklappen / Ausklappen

Mensch cremt sich ein Sonnenschutz mit Sonnencreme

Das schon mal vorweg: Eine Sonnencreme schützt eine Zeit lang vor einem Sonnenbrand, aber nicht vor Hautkrebs. Schädigungen der Haut, die zu Hautkrebs führen können, entstehen bereits lange vor dem Sonnenbrand. Und die vermeintlich "gesunde" Bräune ist ein Anzeichen für bereits geschädigte Haut. Darum ist Sonnencreme nicht die erste Wahl, wenn es um UV-Schutz geht. Schatten aufsuchen und richtig anziehen – auch beim Baden – gehen vor.

Was sagt der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger die Haut mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne ausgesetzt werden kann, bis ein Sonnenbrand auftritt. Wer also ohne Sonnenschutzmittel sich ca. 10 Minuten in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, verlängert diese Zeit mit einem LSF von 20 theoretisch auf etwas mehr als 3 Stunden. Aber – erfahrungsgemäß bildet sich der Sonnenbrand früher – also sollte die theoretisch erreichbare Schutzdauer höchstens zu 60 % ausgeschöpft werden. Welcher Lichtschutzfaktor der richtige ist, hängt von mehreren Dingen ab: vom Alter, vom Hauttyp und von der Stärke der UV-Bestrahlung.

Kinder und Jugendliche benötigen einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, bei Erwachsenen sollte es mindestens 20 sein. Säuglinge sollten überhaupt nicht in die direkte Sonne.

Menschen mit heller Haut reagieren empfindlicher als Menschen mit dunklerer Haut, benötigen also einen höheren Lichtschutzfaktor.

Je höher der UV-Index ist, desto höher ist die sonnenbrandwirksame UV-Bestrahlungsstärke, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten und desto eher sind Sonnenschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Sonnencreme: Auf was kommt es an?

Gute Sonnenschutzmittel sollten fotostabil sein, dürfen also ihre Schutzwirkung nicht unter Einfluss von Licht verlieren. Sie sollten außerdem sowohl im UV-B- als auch im UV-A-Bereich schützen. Die Sonnencreme vom letzten Jahr sollte nicht mehr verwendet werden. Noch eins ist wichtig: Der ausgewiesene Schutz wird nur erreicht, wenn das Sonnenschutzmittel ausreichend und an allen unbedeckten Körperstellen aufgetragen wird. Das bedeutet bei Cremes 2 Milligramm pro Quadratzentimeter Haut. Um den ganzen Körper einzucremen benötigen Erwachsene ca. 30 bis 40 Milliliter. Wer aus dem Sommerurlaub mit einer halbvollen Tube nach Hause kommt, hat also etwas falsch gemacht – oder 10 Tage Regenwetter hinter sich.

Einmal eincremen = den ganzen Tag geschützt? Leider NEIN

Rund 30 Minuten bevor Sie in die Sonne gehen, sollten Sie sich das erste Mal eincremen und regelmäßig nachcremen. Spätestens nach dem Baden ist die nächste Schicht Sonnencreme angesagt. Es heißt zwar auf manchen Verpackungen "wasserfest". Dieser Begriff bedeutet aber nur, dass die Creme bis zu einem gewissen Grad "wasserresistent" ist. Der UV-Schutz geht also auch damit verloren, wenn Sie baden, nur nicht so schnell. Also auch hier ist Nachcremen angesagt.

Übrigens: Das Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht. Es erhält sie nur.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Schutz für die Haut.

Zeitvertreib für RegentageEinklappen / Ausklappen

Mann im Liegestuhl im Regen UV-Experte im Regen

Es sind Ferien, die Wetteraussichten sind trübe und den Kindern ist langweilig? Nutzen Sie doch die Zeit, um mit Ihren Kindern in unseren Informationen zur Sonne zu stöbern. Da gibt es viel zu entdecken.

UV-Wissen für Kinder

Je eher Kinder den sorgsamen Umgang mit der Sonne lernen, desto selbstverständlicher wird er für sie. In der Rubrik UV-Wissen für Kinder haben wir Wissenswertes zur Sonne und wie man sich am besten schützt, kindgerecht aufbereitet.

  • Mit heiler Haut durch den Sommer
    Die Bildergeschichte Mit heiler Haut durch den Sommer ist für die Kleinsten gedacht. Sie erzählt, wie die Sonnenstrahlen zu unterschiedlichen Tages- und Jahreszeiten auf der Erde ankommen und wie sie auf unseren Körper wirken.
  • Das UV-Quiz
    Elf "knifflige" Fragen zur Sonne: Hier zeigt sich, wer das Zeug zum "UV-Experten" hat. Finden Sie es raus.
  • Malblätter
    Ihre Kinder malen gerne? Dann haben wir etwas für Sie: Die Malblätter Sonne – ich passe auf!. Sie können sie herunterladen und ausdrucken oder kostenfrei bei uns bestellen.
  • Video UV-Strahlung
    Das Video "UV-Strahlung" erklärt anschaulich, was UV-Strahlung ist und wie sie wirkt - und gibt Tipps zum UV-Schutz.

Über unsere UV-Prognosen erfahren Sie, wann Sie wieder die Badesachen einpacken können und welcher UV-Schutz dann angesagt ist.

In diesem Sinne wünschen wir eine kurzweilige Ferienwoche.

Sonnige Grüße

Ihr Bundesamt für Strahlenschutz

Koffer packen – Checkliste für den SommerurlaubEinklappen / Ausklappen

Koffer Koffer

Für alle, die gerade ihre Koffer packen, haben wir hier ein paar Dinge zusammengestellt, die auf keinen Fall fehlen sollten:

1. Kleidung

Den besten Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung bietet Kleidung – auch beim Schwimmen. Darum sollten Sie das langärmelige T-Shirt und die kniebedeckende Hose bzw. Rock nicht zu Hause im Kleiderschrank hängen lassen. UV-Schutz-Kleidung ist besonders gut – sie schützt auch im Wasser. Schuhe sollten den Fußrücken bedecken.

2. Kopfbedeckung

Gut behütet mit dem Sonnenhut – mit breiter Krempe oder Nackenschutz schützen Sie auch Ohren und Hals vor einem Sonnenbrand.

3. Sonnenbrille

Eine Sonnenbrille beugt Augenschäden wie Linsentrübung oder Netzhautschädigungen vor. Es müssen keine teuren Markengläser sein. Wichtig ist der Herstellerhinweis "UV 400" für die Gläser und dass die Brille gut am Gesicht anliegt.

4. Sonnencreme

Dick aufgetragen, gleichmäßig verteilt und regelmäßigt nachgecremt schützt sie vor Sonnenbrand – zumindest eine Zeit lang. Geeignet sind Sonnencremes mit hohem bis sehr hohem Lichtschutzfaktor, die fotostabil sind und UV-B- und UV-A filtern. Die alte Sonnencreme vom letzten Jahr sollte zu Hause bleiben.

5. Schattenspender

Eine Strandmuschel oder Sonnenschirm leistet beim Badeurlaub gute Dienste. Nebenbei sparen Sie sich den Kampf um den letzten Strandkorb oder den einzigen Platz im Schatten.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Schutz.

Gut geschützt auf Reisen - UV-Schutz im AutoEinklappen / Ausklappen

Zeichnung von einem Auto in sonniger Landschaft Mit dem Auto in den Urlaub

Deutschland startet in die Sommerferien. Für Sie geht's mit dem Auto in den Urlaub? Dann sollten Sie den UV-Schutz nicht außer Acht lassen.

UV-Schutz im Auto – ist das nötig?

Vor UV-B-Strahlung ist man im Auto gut geschützt. Sie wird von den Scheiben abgehalten. Darum bekommt man im Auto keinen Sonnenbrand. Doch dieser Schutz ist trügerisch. Während die Frontscheiben im Auto weitestgehend vor UV-A- und UV-B-Strahlung schützen, lassen Seitenscheiben die UV-A-Strahlung fast ungehindert passieren.

Auch UV-A-Strahlung verursacht Hautschäden

UV-A-Strahlung verursacht vorzeitige Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs. Im Sommer ist daher bei längeren Autofahrten an sonnigen Tagen auch im Auto UV-Schutz geboten. Dies gilt vor allem für Kinder, deren Haut ausgesprochen empfindlich gegenüber UV-Strahlung ist.

Und wie schützen Sie sich?

Den besten Schutz bietet die Kleidung. Unbedeckte Körperstellen sollten vor der Fahrt eingecremt werden. Bei Pausen auf dem Rastplatz gehört das Nachcremen unbedingt dazu.

Schützen Sie besonders Kleinkinder auf dem Rücksitz mit einem Sonnenschutz für die seitlichen Autoscheiben.

Und denken Sie bitte auch daran, sich gegen Hitze zu schützen. Machen Sie öfters eine Pause und suchen Sie dazu einen kühlen, schattigen Platz auf. Vergessen Sie auch nicht, ausreichend ungesüßte Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Damit beugen Sie einem Sonnenstich und einem Hitzschlag vor.

Und noch etwas: im Stau…

Kennen Sie das auch? Kaum steht man im Stau, werden die Fenster geöffnet und gerne auch das Schiebedach. Schnell ist dann der Ellbogen aus dem Fenster gelehnt - und der Sonnenbrand nicht weit. Also, UV-Schutz nicht vergessen. Eincremen und bei geöffnetem Schiebedach den Hut aufsetzen. Die Haut unter dem spärlichen Kopfhaar freut sich!

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Schutz im Auto?

Achten Sie auf den UV-IndexEinklappen / Ausklappen

Blick in den Himmel durch Blumen und UV-Index UV-Index

Sie wollen sich effektiv vor Sonnenbrand und Hautkrebs schützen? Dann sollten Sie den UV-Index im Auge behalten. Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt montags, mittwochs und freitags 3-Tages-Prognosen heraus. Über den UV-Newsletter erhalten Sie die Prognosen direkt ins E-Mail-Postfach.

UV-Index – was ist das?

Der UV-Index (UVI) ist ein Maß für die Sonnenbrandwirksamkeit der Sonneneinstrahlung und wird (international einheitlich) in ganzen Zahlen angegeben. Ein UV-Index von 7 in Deutschland ist genauso zu bewerten wie der gleiche Wert in Kenia oder Kanada. Am Äquator beträgt der UV-Index bei unbedecktem Himmel auf Meereshöhe etwa 12.

In Deutschland werden im Sommer durchschnittlich UVI-Werte bis 8 erreicht, in den Hochlagen der süddeutschen Gebirgsregionen sogar noch höhere Werte. Je höher der UV-Index an einem Tag ist, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten.

Aber Achtung, auf dem Wasser und am Strand auf hellen Sandflächen ist die Strahlenbelastung aufgrund der reflektierten UV-Strahlung oft höher, als der UV-Index angibt. Das gilt auch für die Gletscherwanderung, denn auch der Schnee reflektiert die UV-Strahlung.

Wie schütze ich mich?

Der UV-Index UV-IndexDer UV-Index

Bei einem UV-Index von 3 bis 7 ist Schutz erforderlich, ab einem UV-Index von 8 ist Schutz absolut notwendig. Den besten UV-Schutz gewährleistet die Kombination verschiedener Maßnahmen:

  • Starke Sonne meiden
  • Kleidung anziehen
  • Sonnencreme verwenden
  • Augen schützen

Vor allem um die Mittagszeit sollte man Schatten aufsuchen oder – ab einem UVI 8 - im Haus bleiben. Kleidung, Schuhe und Kopfbedeckung sind die einfachsten Möglichkeiten für einen wirkungsvollen UV-Schutz. Grundsätzlich gilt: Je dichter gewebt, desto besser. Alle unbedeckten Hautflächen sollten großzügig und wiederholt mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Die Augen schützt am besten eine Sonnenbrille, die seitlich eng am Kopf anliegt und deren Gläser UV-Strahlung bis 400 Nanometer (Kennzeichnung "UV 400") ausfiltern.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Index.

Welche Kleidung schützt am besten?Einklappen / Ausklappen

Ein Kind in UV-Schutzkleidung spielt am Strand

Je sonniger und heißer, desto luftiger, sparsamer und dünner die Kleidung: Ein Motto, das zwar den Wunsch nach Kühlung befriedigt, aber nicht den notwendigen UV-Schutz erfüllt - gerade für Menschen, die sich beruflich oder in der Freizeit viel im Freien aufhalten.

Grundsätzlich schützt jedes Kleidungsstück vor zu intensiver UV-Strahlung. Wie hoch der Schutz ist, hängt in erster Linie vom Gewebetyp und der Dichte des Gewebes ab. Grundsätzlich gilt: je dichter gewebt, desto besser.

Und wie sieht es mit UV-Schutzkleidung aus?

UV-Schutzkleidung ist besonders gedacht für Menschen, die sich viele Stunden in der Sonne aufhalten, sei es beruflich oder in der Freizeit. Die Kleidung ist in der Regel leicht, sauerstoffdurchlässig und trocknet extrem schnell, so dass sie auch beim Baden nicht stört.

Wie groß die Schutzwirkung durch UV-Schutzkleidung ist, wird durch den so genannten UV-Schutzfaktor (UPF) angegeben. Der UPF gibt an, wie viel länger eine Person, die UV-Schutzkleidung trägt, sich in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand davonzutragen - vergleichbar mit dem Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels. Beim Kauf von UV-Schutzkleidung sollte man nicht nur auf den angegebenen Lichtschutzfaktor achten, sondern vor allem auf den angegebenen Standard. In Deutschland ist die Klassifizierung nach UV-Standard 801 üblich.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Schutz durch Kleidung.

Sonnenschutz – auch was für die SchuleEinklappen / Ausklappen

Schultafel mit dem Text "Unterrichtsmaterial" und einem Bild der Sonne

Je näher die Sommerferien rücken, desto mehr denken die Schülerinnen und Schüler an Sommer, Sonne, Badespaß – und passend hält das BfS Malblätter, Broschüren und Infomaterial rund um das Thema UV-Schutz bereit. So können Lehrzeit und der nahende Strandurlaub nahtlos ineinander übergehen.

Unterrichtsmaterialien "Sonne – aber sicher!"

Unter dem Motto "Sonne – aber sicher!" bietet das Bundesamt für Strahlenschutz Unterrichtsmaterialien für Grundschule und weiterführende Schulen.

Auch für Kindergärten und Kindertagesstätten gibt es umfangreiches Material: Malblätter für Kinder, Infobroschüren für Eltern und vieles mehr.

Video: UV-Strahlung

Das Video zur UV-Strahlung erklärt anschaulich, was UV-Strahlung ist und wie sie wirkt - und gibt Tipps zum UV-Schutz.

Mehr zum Thema Sonnenschutz im Unterricht finden Sie unter Unterrichtsmaterial "Sonne – aber sicher!"

Die Sonnenbrille – nicht nur coolEinklappen / Ausklappen

Person trägt Sonnenbrille

Die Sonnenbrille – kaum ein anderes Modeaccessoire steht so für Coolness wie getönte Brillengläser. Was dabei jeweils angesagt ist, fällt von Saison zu Saison unterschiedlich aus. Auch Strahlenschützer finden Sonnenbrillen cool, vor allem in Sachen UV-Schutz. Und was in dieser Hinsicht angesagt ist, sind ihre Empfehlungen für die perfekte Sonnenbrille praktisch zeitlos:

UV-400 – auf diese Kennzeichnung sollten Sie achten

UV-400 – mit dieser Kennzeichnung versehene Sonnenbrillen filtern die gesamte UV-Strahlung bis 400 Nanometer. Sie erfüllen damit die Anforderungen, die aus Sicht des Strahlenschutzes an eine gute Sonnenbrille zu stellen sind.

Brillenglas: darf’s auch rot oder blau sein?

Die rosarote Brille ist was für Verliebte. Alltagstaugliche Sonnenbrillen sind braun oder grau gefärbt. Rot- oder Blautönungen hingegen beeinträchtigen die Kontrastwiedergabe und das scharfe Sehen. Auch die Tönung ist nicht außer Acht zu lassen.

Breite oder schmale Bügel?

Da UV-Strahlung sehr stark streut, sollte die Brille einen guten Seitenschutz aufweisen. Ob dies durch die Größe der Gläser oder durch die Formgebung der Brille gelöst wird, ist eine modische Frage.

Alles Wissenswerte haben wir unter UV-Schutz für die Augen für Sie zusammengestellt.

© Bundesamt für Strahlenschutz