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UV-Tipp der Woche: Sonnenbrand - die unterschätzte Gefahr!

Sonne am Himmel von Wolken umsäumt Sonne

"Ein Sonnenbrand muss sein, sonst wird man nicht braun" – dieser Irrglaube hält sich hartnäckig und kann tödliche Konsequenzen haben.
Sonnenbrand ist eine durch UV-Strahlung verursachte Entzündung der Haut. Die Entzündung zeigt sich durch Hautrötung und Schwellung der betroffenen Hautpartien. In besonders schweren Fällen kommt es zur Blasenbildung. Der Höhepunkt der Beschwerden wird nach zwölf bis 36 Stunden erreicht.

Sonnenbrand ist also eine massive Hautschädigung – und unsere Haut vergisst nichts: Ein Sonnenbrand ist das eindeutige Indiz, dass man sich einem Zuviel an UV-Strahlung ausgesetzt hat. Die Reparatursysteme in den Hautzellen sind überlastet, Schädigungen im Erbgut durch die UV-Strahlung bleiben bestehen und können dazu führen, dass die Hautzellen zu Krebszellen entarten.

Sonnenbrände erhöhen das Hautkrebsrisiko

Sonnenbrände erhöhen in jedem Alter das Risiko für Hautkrebs. Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass häufige Sonnenbrände insbesondere in Kindheit und Jugend das Risiko, am schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken, um das Zwei- bis Dreifache erhöhen.

Wird die Haut rot, ist es schon zu spät. Wer dann erst zur Sonnencreme greift, handelt zu spät – für sich und erst recht für seine Kinder.

Darum schützen Sie Ihre Haut und die Ihrer Kinder und vermeiden Sie unter allen Umständen einen Sonnenbrand. Dabei helfen Sonnenschutzmaßnahmen, die Ihnen in der folgenden Reihenfolge angewendet unbeschwerten Sonnengenuss ermöglichen.

Sonnenschutzmaßnahmen

  1. Meiden Sie starke Sonne – suchen Sie Schatten auf und gehen Sie bei UV-Index-Werten ab 8 möglichst nicht nach draußen.
  2. Ziehen Sie sich schützende Kleidung an, tragen Sie weitkrempige Hüte, Schuhe und setzen Sie eine Sonnenbrille auf – auch die Augen werden durch UV-Strahlung geschädigt.
  3. Cremen Sie alle dann noch unbedeckten Körperstellen großzügig mit einer guten Sonnencreme ein. Für Kinder wird ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30, für Jugendliche und Erwachsene mindestens 20 empfohlen.

Mehr Informationen zu Sonnenschutzmaßnahmen finden Sie unter Schutz vor UV-Strahlung.

Archiv: UV-Tipps der letzten Wochen

Vitamin D - so wenig Sonne genügtEinklappen / Ausklappen

Landschaft mit Beinen in der Luft Bewegung in der Sonne

Um Vitamin D gibt es gerade einen richtigen Hype. Es wird als das neue Wundermittel gegen so ziemlich alles angepriesen: Gegen Müdigkeit, schmerzende Knochen, Kopfschmerzen, aber auch gegen Schlafprobleme und Depression. Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass sie zu wenig Vitamin D haben. Tabletten finden sich daher frei verkäuflich in Apotheken und Drogeriemärkten.

Wie erreichen Sie einen ausgeglichenen Vitamin D-Spiegel?

Sie möchten etwas für einen ausgeglichenen Vitamin D-Spiegel tun, aber nicht gerade auf Tabletten setzen? Sie fragen sich, ob ein ausgiebiges "Sonnenbad" reicht oder doch lieber das Solarium, wie die Sonnenbankbetreiber meinen? Und wie viel Sonne brauchen wir?

Spaziergänge im Sommer

Dafür ist viel weniger nötig, als Sie denken. Gehen Sie zum Beispiel im Sommer zwei bis dreimal pro Woche spazieren und setzen Sie dabei Gesicht, Hände und Arme unbedeckt der Sonne aus. Schon die Hälfte der Zeit, nach der Sie einen Sonnenbrand bekommen würden, reicht aus, um ausreichend Vitamin D zu bilden.

Ein Mehr an Sonne bringt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kein Mehr an Vitamin D. Es erhöht lediglich das Risiko UV-bedingter Gesundheitsschäden. Und das Mehr an Bewegung fördert das allgemeine Wohlbefinden, baut Stress ab und bringt Sie auf neue Gedanken.

Vitamin-D-Präparate für Säuglinge und Kleinkinder

Sinnvoll sind Vitamin-D-Präparate bei Säuglingen und Kleinkindern. Säuglinge und Kleinkinder bis zum zweiten erlebten Frühsommer bekommen die Tabletten vom Kinderarzt verschrieben, die Kasse zahlt. Das ist deswegen wichtig, weil insbesondere Säuglinge nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden sollten.

Mehr zum Thema erfahren Sie unter Bildung des körpereigenen Vitamin D.

Eine von Fachexperten gemeinsam erarbeitete Empfehlung zu Vitamin D veröffentlichte das Bundesamt für Strahlenschutz zusammen mit dem UV-Schutz-Bündnis.

Welche Kleidung schützt am besten?Einklappen / Ausklappen

Ein Kind in UV-Schutzkleidung spielt am Strand

Je sonniger und heißer, desto luftiger, sparsamer und dünner die Kleidung: Ein Motto, das zwar den Wunsch nach Kühlung befriedigt, aber nicht den notwendigen UV-Schutz erfüllt - gerade für Menschen, die sich beruflich oder in der Freizeit viel im Freien aufhalten.

Grundsätzlich schützt jedes Kleidungsstück vor zu intensiver UV-Strahlung. Wie hoch der Schutz ist, hängt in erster Linie vom Gewebetyp und der Dichte des Gewebes ab. Grundsätzlich gilt: je dichter gewebt, desto besser.

Und wie sieht es mit UV-Schutzkleidung aus?

UV-Schutzkleidung ist besonders gedacht für Menschen, die sich viele Stunden in der Sonne aufhalten, sei es beruflich oder in der Freizeit. Die Kleidung ist in der Regel leicht, sauerstoffdurchlässig und trocknet extrem schnell, so dass sie auch beim Baden nicht stört.

Wie groß die Schutzwirkung durch UV-Schutzkleidung ist, wird durch den so genannten UV-Schutzfaktor (UPF) angegeben. Der UPF gibt an, wie viel länger eine Person, die UV-Schutzkleidung trägt, sich in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand davonzutragen - vergleichbar mit dem Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels. Beim Kauf von UV-Schutzkleidung sollte man nicht nur auf den angegebenen Lichtschutzfaktor achten, sondern vor allem auf den angegebenen Standard. In Deutschland ist die Klassifizierung nach UV-Standard 801 üblich.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Schutz durch Kleidung.

Die Sonnenbrille – nicht nur coolEinklappen / Ausklappen

Person trägt Sonnenbrille

Die Sonnenbrille – kaum ein anderes Modeaccessoire steht so für Coolness wie getönte Brillengläser. Was dabei jeweils angesagt ist, fällt von Saison zu Saison unterschiedlich aus. Auch Strahlenschützer finden Sonnenbrillen cool, vor allem in Sachen UV-Schutz. Und was in dieser Hinsicht angesagt ist, sind ihre Empfehlungen für die perfekte Sonnenbrille praktisch zeitlos:

UV-400 – auf diese Kennzeichnung sollten Sie achten

UV-400 – mit dieser Kennzeichnung versehene Sonnenbrillen filtern die gesamte UV-Strahlung bis 400 Nanometer. Sie erfüllen damit die Anforderungen, die aus Sicht des Strahlenschutzes an eine gute Sonnenbrille zu stellen sind.

Brillenglas: darf’s auch rot oder blau sein?

Die rosarote Brille ist was für Verliebte. Alltagstaugliche Sonnenbrillen sind braun oder grau gefärbt. Rot- oder Blautönungen hingegen beeinträchtigen die Kontrastwiedergabe und das scharfe Sehen. Auch die Tönung ist nicht außer Acht zu lassen.

Breite oder schmale Bügel?

Da UV-Strahlung sehr stark streut, sollte die Brille einen guten Seitenschutz aufweisen. Ob dies durch die Größe der Gläser oder durch die Formgebung der Brille gelöst wird, ist eine modische Frage.

Alles Wissenswerte haben wir unter UV-Schutz für die Augen für Sie zusammengestellt.

Sonnencreme - darauf kommt es anEinklappen / Ausklappen

Mensch cremt sich ein Sonnenschutz mit Sonnencreme

Das schon mal vorweg: Eine Sonnencreme schützt eine Zeit lang vor einem Sonnenbrand, aber nicht vor Hautkrebs. Schädigungen der Haut, die zu Hautkrebs führen können, entstehen bereits lange vor dem Sonnenbrand. Und die vermeintlich "gesunde" Bräune ist ein Anzeichen für bereits geschädigte Haut. Darum ist Sonnencreme nicht die erste Wahl, wenn es um UV-Schutz geht.

Schatten aufsuchen und richtig anziehen – auch beim Baden – gehen vor.

Was sagt der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger die Haut mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne ausgesetzt werden kann, bis ein Sonnenbrand auftritt. Wer also ohne Sonnenschutzmittel sich ca. 10 Minuten in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, verlängert diese Zeit mit einem LSF von 20 theoretisch auf etwas mehr als 3 Stunden. Aber – erfahrungsgemäß bildet sich der Sonnenbrand früher – also sollte die theoretisch erreichbare Schutzdauer höchstens zu 60 % ausgeschöpft werden. Welcher Lichtschutzfaktor der richtige ist, hängt von mehreren Dingen ab: vom Alter, vom Hauttyp und von der Stärke der UV-Bestrahlung.

Kinder und Jugendliche benötigen einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, bei Erwachsenen sollte es mindestens 20 sein. Säuglinge sollten überhaupt nicht in die direkte Sonne.

Menschen mit heller Haut reagieren empfindlicher als Menschen mit dunklerer Haut, benötigen also einen höheren Lichtschutzfaktor.

Je höher der UV-Index ist, desto höher ist die sonnenbrandwirksame UV-Bestrahlungsstärke, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten und desto eher sind Sonnenschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Sonnencreme: Auf was kommt es an?

Gute Sonnenschutzmittel sollten fotostabil sein, dürfen also ihre Schutzwirkung nicht unter Einfluss von Licht verlieren. Sie sollten außerdem sowohl im UV-B- als auch im UV-A-Bereich schützen. Die Sonnencreme vom letzten Jahr sollte nicht mehr verwendet werden.

Noch eins ist wichtig: Der ausgewiesene Schutz wird nur erreicht, wenn das Sonnenschutzmittel ausreichend und an allen unbedeckten Körperstellen aufgetragen wird. Das bedeutet bei Cremes 2 Milligramm pro Quadratzentimeter Haut. Um den ganzen Körper einzucremen benötigen Erwachsene ca. 30 bis 40 Milliliter. Wer aus dem Urlaub mit einer halbvollen Tube nach Hause kommt, hat also etwas falsch gemacht – oder 10 Tage Regenwetter hinter sich.

Einmal eincremen = den ganzen Tag geschützt? Leider NEIN

Rund 30 Minuten bevor Sie in die Sonne gehen, sollten Sie sich das erste Mal eincremen und regelmäßig nachcremen. Spätestens nach dem Baden ist die nächste Schicht Sonnencreme angesagt. Es heißt zwar auf manchen Verpackungen "wasserfest". Dieser Begriff bedeutet aber nur, dass die Creme bis zu einem gewissen Grad "wasserresistent" ist. Der UV-Schutz geht also auch damit verloren, wenn Sie baden, nur nicht so schnell. Also auch hier ist Nachcremen angesagt.

Übrigens: Das Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht. Es erhält sie nur.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Schutz für die Haut.

Achten Sie auf den UV-IndexEinklappen / Ausklappen

Blick in den Himmel durch Blumen und UV-Index UV-Index

Sie wollen sich effektiv vor Sonnenbrand und Hautkrebs schützen? Dann sollten Sie den UV-Index im Auge behalten. Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt montags, mittwochs und freitags 3-Tages-Prognosen heraus. Über den UV-Newsletter erhalten Sie die Prognosen direkt ins E-Mail-Postfach.

UV-Index – was ist das?

Der UV-Index (UVI) ist ein Maß für die Sonnenbrandwirksamkeit der Sonneneinstrahlung und wird (international einheitlich) in ganzen Zahlen angegeben. Ein UV-Index von 7 in Deutschland ist genauso zu bewerten wie der gleiche Wert in Kenia oder Kanada. Am Äquator beträgt der UV-Index bei unbedecktem Himmel auf Meereshöhe etwa 12.

In Deutschland werden im Sommer durchschnittlich UVI-Werte bis 8 erreicht, in den Hochlagen der süddeutschen Gebirgsregionen sogar noch höhere Werte. Je höher der UV-Index an einem Tag ist, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten.

Aber Achtung, auf dem Wasser und am Strand auf hellen Sandflächen ist die Strahlenbelastung aufgrund der reflektierten UV-Strahlung oft höher, als der UV-Index angibt. Das gilt auch für die Gletscherwanderung, denn auch der Schnee reflektiert die UV-Strahlung.

Wie schütze ich mich?

Der UV-Index UV-IndexDer UV-Index

Bei einem UV-Index von 3 bis 7 ist Schutz erforderlich, ab einem UV-Index von 8 ist Schutz absolut notwendig. Den besten UV-Schutz gewährleistet die Kombination verschiedener Maßnahmen:

  • Starke Sonne meiden
  • Kleidung anziehen
  • Sonnencreme verwenden
  • Augen schützen

Vor allem um die Mittagszeit sollte man Schatten aufsuchen oder – ab einem UVI 8 - im Haus bleiben. Kleidung, Schuhe und Kopfbedeckung sind die einfachsten Möglichkeiten für einen wirkungsvollen UV-Schutz. Grundsätzlich gilt: Je dichter gewebt, desto besser. Alle unbedeckten Hautflächen sollten großzügig und wiederholt mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Die Augen schützt am besten eine Sonnenbrille, die seitlich eng am Kopf anliegt und deren Gläser UV-Strahlung bis 400 Nanometer (Kennzeichnung "UV 400") ausfiltern.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Index.

Der Frühling ist da, jetzt auf Sonnenschutz achtenEinklappen / Ausklappen

Kirschblütenzweige Kirschblüte

Der Frühling ist da. Die Natur beginnt wieder üppig zu sprießen. Lange haben wir uns nach der Sonne gesehnt. Nun ist es soweit: Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken zu einem ausgedehnten Spaziergang.

Doch Vorsicht, Sonnenschutz ist nicht nur im Sommer ein Thema, das nicht "unter den Nägeln" aber auf der Haut brennt. Gerade im Frühjahr sollten Sie es langsam angehen lassen. Denn in den Wintermonaten ist die Haut der Sonne entwöhnt und muss erst wieder einen gewissen Eigenschutz aufbauen.

Gebräunte Haut bietet keinen Schutz vor Erbgutschäden

So manches Solarium wirbt damit, dass es Zeit sei, die Haut "vorzubräunen", damit man nicht so schnell einen Sonnenbrand bekommt. Klingt gut, ist es aber nicht.

Für den Aufbau des UV-Eigenschutzes der Haut – also Bräunen und Bilden einer Lichtschwiele - ist nicht nur UV-A-Strahlung, sondern in ausreichendem Maß auch UV-B-Strahlung notwendig. Mit Solarien, die in erster Linie UV-A-Strahlung abgeben (insbesondere über 340 nm), ist daher trotz Bräunung keine wesentliche Verminderung der Sonnenbrandempfindlichkeit zu erreichen.

Und: Auch gebräunte Haut bietet keinen Schutz vor Erbgutschäden. Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, besteht trotzdem.

Unsere Empfehlungen für den Frühling
  • Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen.
  • Ab einem UV-Index 3 Sonnenschutzmaßnahmen anwenden, dabei gilt: Je höher der UV-Index und je sonnenbrandempfindlicher die Haut ist, desto eher und konsequenter sind Sonnenschutzmaßnahmen zu ergreifen.
  • Ab einem UV-Index 8 zur Mittagszeit möglichst nicht draußen sein – allerdings wird im Frühjahr dieser hohe UV-Index-Wert in Deutschland nicht erreicht, aber sehr wohl in dem einen oder anderen Urlaubsland.

© Bundesamt für Strahlenschutz