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Optische Strahlung

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Optische Strahlung

UV-Tipp der Woche: Gut geschützt unterm Sonnenschirm?

Ein Sonnenschirm am Strand wirft Schatten Sonnenschirm am Strand

Sie spannen gerade Ihren Sonnenschirm am Strand auf und fragen sich, ob das im Sinne des UV-Schutzes ausreichend ist? Nicht ganz einfach zu beantworten…

Drei Faktoren sind entscheidend

Im Wesentlichen hängt es von drei Faktoren ab:

  1. vom verwendeten Material für den Schirm,
  2. von der Größe des Schirms und
  3. von der Positionierung des Sonnenschirms zur Sonne.

Das Material

Ein Sonnenschirm ist nicht nur starker Sonnenstrahlung, sondern auch Regen ausgesetzt. Der Stoff des Schirms wird beim Aufspannen zudem gedehnt. Das Material wird also stark beansprucht. Umso wichtiger ist es, dass es von guter Qualität ist.

Das Material des Schirms sollte einen so genannten UPF (UV protection factor; UV-Schutzfaktor) aufweisen. Der UV-Standard 801 betrachtet das Sonnenschirm-Textil unter extremer Sonneneinstrahlung und im gedehnten und befeuchteten Zustand. Erst die Messung des geringsten Wertes unter diesen "Worst Case"-Bedingungen bescheinigt letztendlich den UV-Schutzfaktor. Weist der Sonnenschirm keinen solchen UPF aus, ist damit zu rechnen, dass trotz Schatten kein ausreichender UV-Schutz besteht.

Die Größe

Ein Sonnenschirm sollte so groß sein, dass Sie unter ihm vollständig im Schatten sind. Dabei sollten Sie sich nicht im Randbereich des Schirmes befinden. Die UV-Strahlung gelangt nämlich nicht nur direkt von der Sonne zur Erde, sondern wird vielfach gestreut.

Die Position zur Sonne

Und dann kommt es auch darauf an, wo Sie Ihren Schirm aufspannen. Heller Sand reflektiert bis zu 25 % der UV-Strahlung. Und auch das Wasser reflektiert die Strahlung, was wiederum dazu führt, dass Sie auch unter einem Sonnenschirm ein hoher Anteil von UV-Strahlung erreichen kann.

Kein Wunder also, dass man auch unter einem Sonnenschirm einen Sonnenbrand bekommen kann. Darum: Eincremen nicht vergessen!

Archiv: UV-Tipps der letzten Wochen

Andere Länder – andere SchönheitsidealeEinklappen / Ausklappen

Geisha-Puppe in traditionell japanischem Gewand mit porzellanweißer Haut

Wie heißt es doch so schön: andere Länder – andere Sitten. Das gilt auch beim Schönheitsideal. Während bei uns die braune Haut für Gesundheit, Urlaub und Wohlstand steht, sieht es im asiatischen Raum ganz anders aus.

In Japan und China ist die blasse Haut seit Jahrhunderten ein Statussymbol. Während man hier im Sommer nach der nahtlosen Bräune strebt, meiden die Menschen in Japan und China die Sonne. So sieht man beim Spaziergang in der Stadt Frauen mit langen Handschuhen und Sonnenschirm. Den Kaffee genießt man im Schatten. Und im Freibad darf es dann auch gern ein Badeanzug mit langen Ärmeln sein. In China findet man sogar den "Facekini", eine Skimaske, die nur Augen und Mund frei lässt.

Auch bei uns gab es Zeiten, in denen "vornehme Blässe" angesagt war. Braun war der Bauer, der den ganzen Tag auf dem Feld arbeitete. Die vornehme Blässe war den Adeligen und Beamten vorbehalten. Erst mit der Industrialisierung änderte sich das so langsam. Heute sitzen wir das ganze Jahr über im Büro oder am Fließband und freuen uns auf den Urlaub und die Freizeit. Zeit, die wir gerne draußen verbringen.

Dagegen ist auch nichts einzuwenden. Trotzdem wäre es gut, wir würden nicht nur Sushi und asiatische Kampfkunst, sondern auch ein paar Gewohnheiten zum Sonnenschutz von Asien übernehmen. Es muss ja nicht gleich der Facekini sein.

In diesem Sinne: Genießen Sie den Sommer. Und begrüßen Sie die blass gebliebenen Arbeitskolleginnen und Kollegen nach deren Urlaub mit einem Lob für ihren gesunden Umgang mit der Sonne.

Gut behütet durch den SommerEinklappen / Ausklappen

Hut auf Baumstumpf im Wald

Seien Sie gut behütet. Wer schütteres Haar oder gar Glatze hat, riskiert an sonnigen Tagen nicht nur einen Sonnenbrand. Es können sich raue Stellen auf der Haut bilden, sogenannte aktinische Keratosen, eine Vorstufe zum weißen Hautkrebs.

Aktinische Keratosen treten vor allem bei Menschen mit hellem Hauttyp jenseits der 50 auf. Sie bilden sich an Stellen, die besonders häufig der Sonne und damit der UV-Strahlung ungeschützt ausgesetzt waren. Vornehmlich sind dies Gesicht, Handrücken, Stirn, Nase, Ohr, Unterarme und Dekolleté – und eben auf dem Kopf.

Unbehandelt können Hautveränderungen in weißen Hautkrebs übergehen

Die Hautschädigung schreitet nur langsam fort, kann aber nach Jahren in ein Plattenepithelkarzinom, den weißen Hautkrebs, übergehen und sollte darum unbedingt behandelt werden.

Aber auch diejenigen unter uns, die fülliges Haupthaar haben, sind vor Hautkrebs aufgrund zu hoher UV-Belastung nicht gefeit. Auch da kann auf dem Kopf – und an anderen Körperstellen, die nicht direkt der UV-Strahlung ausgesetzt sind – Hautkrebs, der schwarze Hautkrebs, entstehen. Der schwarze Hautkrebs ist die gefährlichste Hautkrebsart, denn dieser Krebs streut und bildet überall im Körper Metastasen.

Darum: Leben Sie ganz nach dem Motto "Ich kenne meine Haut!" Checken Sie selbst Ihre Haut regelmäßig und nutzen Sie die Möglichkeit für ein Hautkrebs-Screening bei Ihrem dafür zertifizierten Hausarzt oder Dermatologen.

Wann sollten Sie sich schützen?

Die Antwort ist ganz einfach: immer. Der Sonne setzen wir uns nicht nur beim Sonnenbaden aus, sondern auch beim Werkeln im Garten oder beim Gang über die Straße.

Wie können Sie sich schützen?

Das wichtigste ist eine Kopfbedeckung: idealerweise ein breitkrempiger Hut, der auch die Stirn und die Augen schützt. Wer bereits eine Glatze hat, sollte diese mit Sonnencreme mit einem hohen Lichtschutzfaktor einreiben. Nachcremen nicht vergessen. Wer kann, sollte sich vor allem über die Mittagszeit im Haus oder im Schatten aufhalten.

Plötzlich Sonne – und dann SonnenallergieEinklappen / Ausklappen

Sonne am Himmel mit Schäfchenwolken

Viele von uns arbeiten jahrein, jahraus in ihren Büros oder Werkstätten und das oft so lange pro Tag, dass kaum ein Sonnenstrahl sie erreicht. Und dann kommt endlich der ersehnte Urlaub – ab in die Sonne und endlich nachholen, was man bisher versäumt hat.

Wer sich nach langer Abstinenz starker Sonnenstrahlung aussetzt, läuft nicht nur Gefahr, einen ordentlichen Sonnenbrand zu bekommen. Die Haut kann auch allergisch reagieren. Medikamente und Kosmetikartikel können überdies dazu führen, dass die Haut empfindlicher auf UV-Strahlung reagiert. Es bilden sich Quaddeln, Pusteln oder rote Flecken auf der Haut. Außerdem kann dann viel schneller ein Sonnenbrand entstehen.

Der Allergieinformationsdienst des Helmholtz-Zentrums München

Gut aufbereitete Informationen zu diesem Thema bietet der Allergieinformationsdienst des Helmholtz-Zentrums München. Wie ansprechend die Informationen sind und ob Sie damit zufrieden sind, will das Helmholtz-Zentrum im Rahmen einer begleitenden Evaluierungsstudie wissen, um das Angebot des Allergieinformationsdienstes für Sie zu verbessern. Ihre Meinung zählt!

Sonnenallergie - ein Wort für viele Symptome

Quaddeln, Pusteln oder gerötete Hautflächen sind Anzeichen für eine Sonnenallergie. Die umgangssprachlich als Sonnenallergie und im medizinischen Fachjargon als polymorphe Lichtdermatose (PLD) bezeichnete Krankheit ist mit Abstand die häufigste Form einer photoallergischen Reaktion. Unter dem Begriff "photoallergische Reaktionen" sind unterschiedliche Hauterkrankungsformen zusammengefasst, die durch Licht, und hier insbesondere durch starke UV-Bestrahlung ausgelöst werden können.

Das hilft bei Sonnenallergie

Die wirksamste Behandlungsmethode bei allen Formen von photoallergischen Reaktionen ist, intensive Sonnenbestrahlung zu meiden, beziehungsweise die Haut zu schützen, wenn man in die Sonne geht.

Auf unserer Internetseite finden Sie Tipps zum richtigen UV-Schutz und Informationen über den UV-Index, der Ihnen sagt, wie hoch die UV-Belastung ist.

Wenn die Haut braun wird …Einklappen / Ausklappen

Grafik zeigt Aufbau der Haut und Eindringtiefen von UV-A-, UV-B- und UV-C-Strahlung Haut: Eindringtiefen von UV-Strahlung

Wenn die Haut braun wird, ist das kein gutes Zeichen. Landläufig heißt es, Menschen mit gebräunter Haut sehen gesund aus. In Wirklichkeit bedeutet Bräune, dass die Haut geschädigt ist.

Was passiert, wenn UV-Strahlung auf die Haut trifft?

Die UV-Strahlung dringt unterschiedlich tief in die Haut ein und wird dort von den Zellen aufgenommen (absorbiert).
Die Eindringtiefe steigt mit steigender Wellenlänge. Während für die UV-C-Strahlung (100 – 280 Nanometer (nm), nicht in Sonnenstrahlung enthalten) bereits kurz unter der Hautoberfläche Schluss ist, dringt die UV-B-Strahlung (280 nm bis 315 nm) bis in die Oberhaut vor. UV-A-Strahlung mit Wellenlängen zwischen 315 und 400 nm erreicht sogar die Unterhaut.

Die wichtigste Veränderung, die UV-Strahlung in den Zellen bewirkt, ist die Schädigung des Erbguts (DNA) durch UV-A-und UV-B-Strahlung auch in geringer Dosis, also weit bevor man eine Überlastung an dem auftretenden Sonnenbrand erkennen kann.

Reparatursysteme in den Zellen beseitigen die Schäden am Erbgut in aller Regel wieder. Aber häufige, langanhaltende und intensive UV-Bestrahlungen sowie Sonnenbrände überlasten diese Systeme. Die gesetzten Schäden können dann nicht mehr vollständig beziehungsweise nicht fehlerfrei repariert werden und bleibende Erbgutveränderungen (Mutationen) entstehen. Zellen mit Mutationen können zu Krebszellen entarten. Mit steigender UV-Belastung steigt also auch das Risiko für Hautkrebs.

Gesunde Bräune gibt es nicht

Auf diese Erbgutschädigung reagiert unsere Haut mit dem Aufbau eines Eigenschutzes: die Haut wird braun (Bräunung) und die so genannte Lichtschwiele bildet sich. Der damit erreichbare Hauteigenschutz ist mit einem Lichtschutzfaktor von maximal 4 vergleichbar. Es dauert mit einem vollständig aufgebauten Eigenschutz zwar etwas länger, bis ein Sonnenbrand auftritt, das Hautkrebsrisiko besteht aber weiterhin. Darum: Eine gesunde Bräune gibt es nicht!

Also: Achten Sie auf einen wirkungsvollen Sonnenschutz – bei Ihnen und bei Ihren Kindern, ob sie draußen arbeiten, Ihrem Freizeitsport nachgehen oder Urlaub machen. Der UV-bedingte Hautkrebs ist die einzige Krebsart, der man wirkungsvoll mit einfachsten Maßnahmen vorbeugen kann.

Sommerzeit, GartenzeitEinklappen / Ausklappen

Salatbeete, im Vordergrund eine Gießkanne, die auf einen Stab gestülpt ist. Garten

Sommerzeit - die einen treibt es in die Ferne, die anderen in den Garten.

Wer einen Garten hat, für den gibt es gerade jetzt viel Arbeit. Da heißt es hacken, gießen, Unkraut jäten und auch die ersten Früchte wollen geerntet werden. Das dauert ja nicht lang – da muss man sich ja nicht vor der Sonne schützen… Oder?

Ab Mai bis Ende August klettert die UV-Bestrahlungsstärke auch in Deutschland sehr hoch. Derzeit werden UV-Index-Werte (Tageshöchstwerte bei klarem Himmel) von bis zu 8, in der Alpenregion bis zu 11 erreicht.

Empfehlungen

Bei solchen Intensitäten heißt es laut WHO-Empfehlung: mittags im Haus bleiben. Darüber hinaus sollten Sie sich schützen

  • mit der richtigen Kleidung,
  • einem breitkrempigen Hut,
  • einer Sonnenbrille und
  • dem richtigen Schuhwerk.

Cremen Sie Körperstellen, die nicht bedeckt sind, ausreichend mit Sonnencreme mit hohem bis sehr hohem Lichtschutzfaktor (LSF) ein. Die Gartenarbeit ist schweißtreibend. Daher: Nachcremen nicht vergessen.

Sonnenbrand – auch eine Frage des Hauttyps

Empfindliche Hauttypen (Haut I und Hauttyp II) können bei der derzeit hohen UV-Strahlung bereits nach wenigen Minuten einen ordentlichen Sonnenbrand entwickeln - und auch bei Hauttyp III und IV dauert das nicht lange. Nur Hauttyp V und VI können mehr UV-Belastung ertragen. Sonnenbrände in jedem Alter erhöhen nachgewiesenermaßen das Hautkrebsrisiko.

Also: Achten Sie auf den UV-Index und schützen Sie sich und ihre Kinder vor hoher UV-Belastung. Vermeiden Sie einen Sonnenbrand. Verlegen Sie die Gartenarbeit in die Morgen- und Abendstunden. Ihre Haut und ihre Augen werden es Ihnen danken.

Montags, Mittwochs und Freitags veröffentlichen wir aktuelle UV-Prognosen. Sie können die UV-Prognose auch als Newsletter bestellen.

Der perfekte Spielplatz - im SchattenEinklappen / Ausklappen

ein Sandkasten im Schatten mit Spielzeugeimer und Schaufel Sandkasten im Schatten

Gerade jetzt im Sommer sind Kinder gerne draußen und auf dem Spielplatz. Besonders die Kleinsten benötigen dabei einen guten Sonnenschutz. Dazu gehören nicht nur Anziehen, Hut aufsetzen, Sonnenbrille tragen und Sonnencreme benutzen. Auch der Spielplatz selbst kann ein guter Sonnenschutz sein - wenn er Schatten bietet.

Schattenspender

Der ideale Spielplatz ist von großen Bäumen umgeben, die Schatten spenden. Wo es keine großen Bäume gibt und auch Häuser keinen Schatten werfen, können Sonnenschirme oder Sonnensegel eine gute Alternative sein, die zwar Licht, aber kaum UV-Strahlung durchlassen. Sonnenschirme und Sonnensegel sollten nicht zu klein sein, damit die Kinder möglichst viel Platz im Schatten haben.

Und damit der Schatten optimal ist, sollte man auf die Ausrichtung des Sonnenschirms oder des Sonnensegels achten: Durch ein Sonnensegel oder ähnliches sollte die direkte Sonne sowie ein Großteil des südlichen Himmels abgeschirmt werden.

Je nach Art und Umfang der Verschattung kann dann die UV-Belastung größenordnungsmäßig auf folgende Werte reduziert werden:

  • nördlich einer Hauswand auf 20 Prozent
  • durch groß angelegte Sonnenschirme / Sonnensegel auf 10 bis 30 Prozent und
  • in einem verschatteten Innenhof auf bis zu 10 Prozent

Nicht vergessen: Die erste Regel für einen guten Sonnenschutz ist, starke Sonne zu meiden! Bei Sonnenhöchststand zur Mittagszeit ist die Wirkung der Sonne mehrfach höher als vormittags oder nachmittags. Wie hoch die UV-Belastung ist, erkennen Sie am UV-Index.

Auf hellen Böden, Schnee, Sand und am Wasser kann die UV-Belastung aufgrund von Reflexionen allerdings höher sein, als der UV-Index angibt. Dann ist besonders gut auf einen umfassenden Sonnenschutz zu achten.

Montags, Mittwochs und Freitags veröffentlichen wir aktuelle UV-Prognosen. Sie können die UV-Prognose auch als Newsletter bestellen.

Pack die Badehose ein ...Einklappen / Ausklappen

Wegweiser aus Holz mit Figur in Freizeitkleidung mit  Rucksack und einem Wasserball in der Hand Wegweiser zum Badesee

Die Aussichten für diese Woche stehen auf Sonne. Da verbringt man gerne Zeit in und am Wasser – sei es am Badesee oder im Freibad. UV-Schutz ist hier besonders wichtig, denn Wasser reflektiert ebenso wie heller Sand die UV-Strahlung und verstärkt dadurch ihre Wirkung.

Auch im Wasser sind wir nicht vor der Sonne gefeit. Selbst 50 Zentimeter unter der Wasseroberfläche hat die UV-Strahlung noch 40 Prozent ihrer Intensität.

Weil Sonnenbrände und Augenentzündungen durch zu viel Sonne schmerzhaft sind, ist man gut beraten, folgendes zu beachten:

  • Starke UV-Bestrahlung meiden,
  • sich auch im Wasser gut bekleiden,
  • für die richtige Sonnenbrille entscheiden und
  • mit Sonnencreme einreiben.

Beherzigen Sie die Ratschläge für sich und Ihre Kinder, können Sie den Sommer unbeschwert genießen.

Mehr zum Thema erfahren Sie unter UV-Schutz.

Mittagspause – UV-Schutz nicht vergessenEinklappen / Ausklappen

Mittagspause Mittagspause

Die Mittagspause naht. Das Wetter ist gut. Warum nicht die freie Zeit nutzen, um einen Kaffee oder ein Eis in der Sonne zu genießen? Oder man könnte ja auch das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden und das eine oder andere besprechen.

Aber auch wenn man in der Sonne gern mal die Gedanken schweifen und die Uhr aus den Augen lässt, sollte man an den Sonnenschutz denken. Denn leicht kann aus einer kurzen Mittagspause ein längeres Gespräch werden, und dann wird die UV-Belastung für die Haut und die Augen schnell zu viel.

Gerade um die Mittagszeit, wenn die Sonneneinstrahlung am höchsten ist, ist die UV-Belastung besonders hoch, darum:

  1. Suchen Sie sich einen Platz im Schatten.
  2. Cremen Sie alle unbedeckten Körperstellen ein.
  3. Setzen Sie eine Sonnenbrille auf.
  4. Tragen Sie in der Sonne einen Sonnenhut.
  5. Ihre Haut und Ihre Augen werden es Ihnen danken. Und keine Angst – Vitamin D bekommen sie damit genug.

Mehr zum Thema Schutz erfahren Sie unter UV-Schutz.

Und zu "Vitamin D" können Sie unter Akute Wirkungen nachlesen.

Gut geschützt auf Reisen - UV-Schutz im AutoEinklappen / Ausklappen

Zeichnung von einem Auto in sonniger Landschaft Mit dem Auto in den Urlaub

Deutschland startet in die Sommerferien. Für Sie geht's mit dem Auto in den Urlaub? Dann sollten Sie den UV-Schutz nicht außer Acht lassen.

UV-Schutz im Auto – ist das nötig?

Vor UV-B-Strahlung ist man im Auto gut geschützt. Sie wird von den Scheiben abgehalten. Darum bekommt man im Auto keinen Sonnenbrand. Doch dieser Schutz ist trügerisch. Während die Frontscheiben im Auto weitestgehend vor UV-A- und UV-B-Strahlung schützen, lassen Seitenscheiben die UV-A-Strahlung fast ungehindert passieren.

Auch UV-A-Strahlung verursacht Hautschäden

UV-A-Strahlung verursacht vorzeitige Hautalterung und im schlimmsten Fall Hautkrebs. Im Sommer ist daher bei längeren Autofahrten an sonnigen Tagen auch im Auto UV-Schutz geboten. Dies gilt vor allem für Kinder, deren Haut ausgesprochen empfindlich gegenüber UV-Strahlung ist.

Und wie schützen Sie sich?

Den besten Schutz bietet die Kleidung. Unbedeckte Körperstellen sollten vor der Fahrt eingecremt werden. Bei Pausen auf dem Rastplatz gehört das Nachcremen unbedingt dazu.

Schützen Sie besonders Kleinkinder auf dem Rücksitz mit einem Sonnenschutz für die seitlichen Autoscheiben.

Und denken Sie bitte auch daran, sich gegen Hitze zu schützen. Machen Sie öfters eine Pause und suchen Sie dazu einen kühlen, schattigen Platz auf. Vergessen Sie auch nicht, ausreichend ungesüßte Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Damit beugen Sie einem Sonnenstich und einem Hitzschlag vor.

Und noch etwas: im Stau…

Kennen Sie das auch? Kaum steht man im Stau, werden die Fenster geöffnet und gerne auch das Schiebedach. Schnell ist dann der Ellbogen aus dem Fenster gelehnt - und der Sonnenbrand nicht weit. Also, UV-Schutz nicht vergessen. Eincremen und bei geöffnetem Schiebedach den Hut aufsetzen. Die Haut unter dem spärlichen Kopfhaar freut sich!

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Schutz im Auto?

Koffer packen – Checkliste für den SommerurlaubEinklappen / Ausklappen

Koffer Koffer

Für alle, die gerade ihre Koffer packen, haben wir hier ein paar Dinge zusammengestellt, die auf keinen Fall fehlen sollten:

1. Kleidung

Den besten Schutz vor übermäßiger UV-Strahlung bietet Kleidung – auch beim Schwimmen. Darum sollten Sie das langärmelige T-Shirt und die kniebedeckende Hose bzw. Rock nicht zu Hause im Kleiderschrank hängen lassen. UV-Schutz-Kleidung ist besonders gut – sie schützt auch im Wasser. Schuhe sollten den Fußrücken bedecken.

2. Kopfbedeckung

Gut behütet mit dem Sonnenhut – mit breiter Krempe oder Nackenschutz schützen Sie auch Ohren und Hals vor einem Sonnenbrand.

3. Sonnenbrille

Eine Sonnenbrille beugt Augenschäden wie Linsentrübung oder Netzhautschädigungen vor. Es müssen keine teuren Markengläser sein. Wichtig ist der Herstellerhinweis "UV 400" für die Gläser und dass die Brille gut am Gesicht anliegt.

4. Sonnencreme

Dick aufgetragen, gleichmäßig verteilt und regelmäßigt nachgecremt schützt sie vor Sonnenbrand – zumindest eine Zeit lang. Geeignet sind Sonnencremes mit hohem bis sehr hohem Lichtschutzfaktor, die fotostabil sind und UV-B- und UV-A filtern. Die alte Sonnencreme vom letzten Jahr sollte zu Hause bleiben.

5. Schattenspender

Eine Strandmuschel oder Sonnenschirm leistet beim Badeurlaub gute Dienste. Nebenbei sparen Sie sich den Kampf um den letzten Strandkorb oder den einzigen Platz im Schatten.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Schutz.

Sonnenschutz – auch was für die SchuleEinklappen / Ausklappen

Schultafel mit dem Text "Unterrichtsmaterial" und einem Bild der Sonne

In den ersten Bundesländern rücken die Sommerferien näher, die Schülerinnen und Schüler denken an Sommer, Sonne, Badespaß – und passend hält das BfS Malblätter, Broschüren und Infomaterial rund um das Thema UV-Schutz bereit. So können Lehrzeit und der nahende Strandurlaub nahtlos ineinander übergehen.

Unterrichtsmaterialien "Sonne – aber sicher!"

Unter dem Motto "Sonne – aber sicher!" bietet das Bundesamt für Strahlenschutz Unterrichtsmaterialien für Grundschule und weiterführende Schulen.

Auch für Kindergärten und Kindertagesstätten gibt es umfangreiches Material: Malblätter für Kinder, Infobroschüren für Eltern und vieles mehr.

Video: UV-Strahlung

Das Video zur UV-Strahlung erklärt anschaulich, was UV-Strahlung ist und wie sie wirkt - und gibt Tipps zum UV-Schutz.

Mehr zum Thema Sonnenschutz im Unterricht finden Sie unter Unterrichtsmaterial "Sonne – aber sicher!

Hautkrebs? Ich doch nichtEinklappen / Ausklappen

Die A-B-C-D-Regel bei der Selbstuntersuchung auf Hautkrebs Die A-B-C-D-Regel

Haben Sie sich auch schon mit Bekannten über Hautkrebs unterhalten? Meistens heißt es dann: "Das stimmt doch alles gar nicht. Meine Freundin, die hat sich immer in die Sonne gelegt, bis sie krebsrot war. Und die hat keinen Hautkrebs. Also kann das gar nicht sein."

Klar, nicht jeder bekommt Hautkrebs. Und vor allem nicht sofort. Zwischen Ursache und Ausbruch der Krankheit liegen gerade bei Krebs oft Jahrzehnte. Aber die Fakten sind eindeutig: in Deutschland erkrankt jeder siebte Mann und jede neunte Frau bis zum Alter von 75 Jahren an Hautkrebs – Tendenz steigend. 2014 erkrankten rund 290.000 Menschen neu an Hautkrebs – 10 Prozent mehr als 2013.

Je früher ein Hautkrebs erkannt wird, umso höher sind die Heilungsaussichten.

Woran erkenne ich, ob ich betroffen bin? – Die A-B-C-D-Regel

Sie können selbst aktiv werden – kontrollieren Sie Ihre Haut einmal im Monat von Kopf bis Fuß und sehen Sie sich jede Hautveränderung und jeden dunkelgefärbten Fleck (Pigmentmal, Muttermal) genau an. Bei der Beurteilung von Pigmentmalen ist die A-B-C-D-Regel hilfreich:

  • A wie Asymmetrie: Auffällig ist ein Mal, das in seiner Form nicht gleichmäßig rund oder oval ist.
  • B wie Begrenzung: Die Begrenzung eines Pigmentmals sollte scharf und regelmäßig sein. Eine unscharfe Begrenzung sollte ebenso Anlass zur Vorsicht sein wie unregelmäßige Ausfransungen an einem Mal.
  • C wie Colour (Farbe): Hat ein Muttermal mehrere Farbtönungen, muss es genau beobachtet werden.
  • D wie Durchmesser: Ein Pigmentmal, dessen Durchmesser größer ist als zwei Millimeter, sollte in jedem Fall beobachtet werden.

Spätestens, wenn Sie auffällige Hautpartien oder sich verändernde Muttermale entdecken, ist ein Arztbesuch unerlässlich.

Hautkrebs-Screening – eine lebensrettende Untersuchung

Gesetzlich Krankenversicherte ab 35 Jahre können alle zwei Jahre zur Früherkennung ein Hautkrebs-Screening bei einem dafür qualifizierten Haus- oder Hautarzt in Anspruch nehmen. Einige Krankenkassen bieten das auch für Jüngere an. Privatversicherte sollten bei ihren Krankenkassen erfragen, ob ihre Kasse die Untersuchung unterstützt.

Weitere Informationen hierzu finden Sie unter www.hautkrebs-screening.de. Mehr zum Thema Hautkrebs erfahren Sie auch unter Langfristige Wirkungen.

Sonnenbrand - die unterschätzte Gefahr!Einklappen / Ausklappen

Sonne am Himmel von Wolken umsäumt Sonne

"Ein Sonnenbrand muss sein, sonst wird man nicht braun" – dieser Irrglaube hält sich hartnäckig und kann tödliche Konsequenzen haben.
Sonnenbrand ist eine durch UV-Strahlung verursachte Entzündung der Haut. Die Entzündung zeigt sich durch Hautrötung und Schwellung der betroffenen Hautpartien. In besonders schweren Fällen kommt es zur Blasenbildung. Der Höhepunkt der Beschwerden wird nach zwölf bis 36 Stunden erreicht.

Sonnenbrand ist also eine massive Hautschädigung – und unsere Haut vergisst nichts: Ein Sonnenbrand ist das eindeutige Indiz, dass man sich einem Zuviel an UV-Strahlung ausgesetzt hat. Die Reparatursysteme in den Hautzellen sind überlastet, Schädigungen im Erbgut durch die UV-Strahlung bleiben bestehen und können dazu führen, dass die Hautzellen zu Krebszellen entarten.

Sonnenbrände erhöhen das Hautkrebsrisiko

Sonnenbrände erhöhen in jedem Alter das Risiko für Hautkrebs. Viele wissenschaftliche Studien belegen, dass häufige Sonnenbrände insbesondere in Kindheit und Jugend das Risiko, am schwarzen Hautkrebs (malignes Melanom) zu erkranken, um das Zwei- bis Dreifache erhöhen.

Wird die Haut rot, ist es schon zu spät. Wer dann erst zur Sonnencreme greift, handelt zu spät – für sich und erst recht für seine Kinder.

Darum schützen Sie Ihre Haut und die Ihrer Kinder und vermeiden Sie unter allen Umständen einen Sonnenbrand. Dabei helfen Sonnenschutzmaßnahmen, die Ihnen in der folgenden Reihenfolge angewendet unbeschwerten Sonnengenuss ermöglichen.

Sonnenschutzmaßnahmen
  1. Meiden Sie starke Sonne – suchen Sie Schatten auf und gehen Sie bei UV-Index-Werten ab 8 möglichst nicht nach draußen.
  2. Ziehen Sie sich schützende Kleidung an, tragen Sie weitkrempige Hüte, Schuhe und setzen Sie eine Sonnenbrille auf – auch die Augen werden durch UV-Strahlung geschädigt.
  3. Cremen Sie alle dann noch unbedeckten Körperstellen großzügig mit einer guten Sonnencreme ein. Für Kinder wird ein Lichtschutzfaktor von mindestens 30, für Jugendliche und Erwachsene mindestens 20 empfohlen.

Mehr Informationen zu Sonnenschutzmaßnahmen finden Sie unter Schutz vor UV-Strahlung.

Vitamin D - so wenig Sonne genügtEinklappen / Ausklappen

Landschaft mit Beinen in der Luft Bewegung in der Sonne

Um Vitamin D gibt es gerade einen richtigen Hype. Es wird als das neue Wundermittel gegen so ziemlich alles angepriesen: Gegen Müdigkeit, schmerzende Knochen, Kopfschmerzen, aber auch gegen Schlafprobleme und Depression. Immer mehr Menschen sind davon überzeugt, dass sie zu wenig Vitamin D haben. Tabletten finden sich daher frei verkäuflich in Apotheken und Drogeriemärkten.

Wie erreichen Sie einen ausgeglichenen Vitamin D-Spiegel?

Sie möchten etwas für einen ausgeglichenen Vitamin D-Spiegel tun, aber nicht gerade auf Tabletten setzen? Sie fragen sich, ob ein ausgiebiges "Sonnenbad" reicht oder doch lieber das Solarium, wie die Sonnenbankbetreiber meinen? Und wie viel Sonne brauchen wir?

Spaziergänge im Sommer

Dafür ist viel weniger nötig, als Sie denken. Gehen Sie zum Beispiel im Sommer zwei bis dreimal pro Woche spazieren und setzen Sie dabei Gesicht, Hände und Arme unbedeckt der Sonne aus. Schon die Hälfte der Zeit, nach der Sie einen Sonnenbrand bekommen würden, reicht aus, um ausreichend Vitamin D zu bilden.

Ein Mehr an Sonne bringt nach wissenschaftlichen Erkenntnissen kein Mehr an Vitamin D. Es erhöht lediglich das Risiko UV-bedingter Gesundheitsschäden. Und das Mehr an Bewegung fördert das allgemeine Wohlbefinden, baut Stress ab und bringt Sie auf neue Gedanken.

Vitamin-D-Präparate für Säuglinge und Kleinkinder

Sinnvoll sind Vitamin-D-Präparate bei Säuglingen und Kleinkindern. Säuglinge und Kleinkinder bis zum zweiten erlebten Frühsommer bekommen die Tabletten vom Kinderarzt verschrieben, die Kasse zahlt. Das ist deswegen wichtig, weil insbesondere Säuglinge nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden sollten.

Mehr zum Thema erfahren Sie unter Bildung des körpereigenen Vitamin D.

Eine von Fachexperten gemeinsam erarbeitete Empfehlung zu Vitamin D veröffentlichte das Bundesamt für Strahlenschutz zusammen mit dem UV-Schutz-Bündnis.

Welche Kleidung schützt am besten?Einklappen / Ausklappen

Ein Kind in UV-Schutzkleidung spielt am Strand

Je sonniger und heißer, desto luftiger, sparsamer und dünner die Kleidung: Ein Motto, das zwar den Wunsch nach Kühlung befriedigt, aber nicht den notwendigen UV-Schutz erfüllt - gerade für Menschen, die sich beruflich oder in der Freizeit viel im Freien aufhalten.

Grundsätzlich schützt jedes Kleidungsstück vor zu intensiver UV-Strahlung. Wie hoch der Schutz ist, hängt in erster Linie vom Gewebetyp und der Dichte des Gewebes ab. Grundsätzlich gilt: je dichter gewebt, desto besser.

Und wie sieht es mit UV-Schutzkleidung aus?

UV-Schutzkleidung ist besonders gedacht für Menschen, die sich viele Stunden in der Sonne aufhalten, sei es beruflich oder in der Freizeit. Die Kleidung ist in der Regel leicht, sauerstoffdurchlässig und trocknet extrem schnell, so dass sie auch beim Baden nicht stört.

Wie groß die Schutzwirkung durch UV-Schutzkleidung ist, wird durch den so genannten UV-Schutzfaktor (UPF) angegeben. Der UPF gibt an, wie viel länger eine Person, die UV-Schutzkleidung trägt, sich in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand davonzutragen - vergleichbar mit dem Lichtschutzfaktor eines Sonnenschutzmittels. Beim Kauf von UV-Schutzkleidung sollte man nicht nur auf den angegebenen Lichtschutzfaktor achten, sondern vor allem auf den angegebenen Standard. In Deutschland ist die Klassifizierung nach UV-Standard 801 üblich.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Schutz durch Kleidung.

Die Sonnenbrille – nicht nur coolEinklappen / Ausklappen

Person trägt Sonnenbrille

Die Sonnenbrille – kaum ein anderes Modeaccessoire steht so für Coolness wie getönte Brillengläser. Was dabei jeweils angesagt ist, fällt von Saison zu Saison unterschiedlich aus. Auch Strahlenschützer finden Sonnenbrillen cool, vor allem in Sachen UV-Schutz. Und was in dieser Hinsicht angesagt ist, sind ihre Empfehlungen für die perfekte Sonnenbrille praktisch zeitlos:

UV-400 – auf diese Kennzeichnung sollten Sie achten

UV-400 – mit dieser Kennzeichnung versehene Sonnenbrillen filtern die gesamte UV-Strahlung bis 400 Nanometer. Sie erfüllen damit die Anforderungen, die aus Sicht des Strahlenschutzes an eine gute Sonnenbrille zu stellen sind.

Brillenglas: darf’s auch rot oder blau sein?

Die rosarote Brille ist was für Verliebte. Alltagstaugliche Sonnenbrillen sind braun oder grau gefärbt. Rot- oder Blautönungen hingegen beeinträchtigen die Kontrastwiedergabe und das scharfe Sehen. Auch die Tönung ist nicht außer Acht zu lassen.

Breite oder schmale Bügel?

Da UV-Strahlung sehr stark streut, sollte die Brille einen guten Seitenschutz aufweisen. Ob dies durch die Größe der Gläser oder durch die Formgebung der Brille gelöst wird, ist eine modische Frage.

Alles Wissenswerte haben wir unter UV-Schutz für die Augen für Sie zusammengestellt.

Sonnencreme - darauf kommt es anEinklappen / Ausklappen

Mensch cremt sich ein Sonnenschutz mit Sonnencreme

Das schon mal vorweg: Eine Sonnencreme schützt eine Zeit lang vor einem Sonnenbrand, aber nicht vor Hautkrebs. Schädigungen der Haut, die zu Hautkrebs führen können, entstehen bereits lange vor dem Sonnenbrand. Und die vermeintlich "gesunde" Bräune ist ein Anzeichen für bereits geschädigte Haut. Darum ist Sonnencreme nicht die erste Wahl, wenn es um UV-Schutz geht.

Schatten aufsuchen und richtig anziehen – auch beim Baden – gehen vor.

Was sagt der Lichtschutzfaktor?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) gibt an, wie viel länger die Haut mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne ausgesetzt werden kann, bis ein Sonnenbrand auftritt. Wer also ohne Sonnenschutzmittel sich ca. 10 Minuten in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, verlängert diese Zeit mit einem LSF von 20 theoretisch auf etwas mehr als 3 Stunden. Aber – erfahrungsgemäß bildet sich der Sonnenbrand früher – also sollte die theoretisch erreichbare Schutzdauer höchstens zu 60 % ausgeschöpft werden. Welcher Lichtschutzfaktor der richtige ist, hängt von mehreren Dingen ab: vom Alter, vom Hauttyp und von der Stärke der UV-Bestrahlung.

Kinder und Jugendliche benötigen einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, bei Erwachsenen sollte es mindestens 20 sein. Säuglinge sollten überhaupt nicht in die direkte Sonne.

Menschen mit heller Haut reagieren empfindlicher als Menschen mit dunklerer Haut, benötigen also einen höheren Lichtschutzfaktor.

Je höher der UV-Index ist, desto höher ist die sonnenbrandwirksame UV-Bestrahlungsstärke, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten und desto eher sind Sonnenschutzmaßnahmen zu ergreifen.

Sonnencreme: Auf was kommt es an?

Gute Sonnenschutzmittel sollten fotostabil sein, dürfen also ihre Schutzwirkung nicht unter Einfluss von Licht verlieren. Sie sollten außerdem sowohl im UV-B- als auch im UV-A-Bereich schützen. Die Sonnencreme vom letzten Jahr sollte nicht mehr verwendet werden.

Noch eins ist wichtig: Der ausgewiesene Schutz wird nur erreicht, wenn das Sonnenschutzmittel ausreichend und an allen unbedeckten Körperstellen aufgetragen wird. Das bedeutet bei Cremes 2 Milligramm pro Quadratzentimeter Haut. Um den ganzen Körper einzucremen benötigen Erwachsene ca. 30 bis 40 Milliliter. Wer aus dem Urlaub mit einer halbvollen Tube nach Hause kommt, hat also etwas falsch gemacht – oder 10 Tage Regenwetter hinter sich.

Einmal eincremen = den ganzen Tag geschützt? Leider NEIN

Rund 30 Minuten bevor Sie in die Sonne gehen, sollten Sie sich das erste Mal eincremen und regelmäßig nachcremen. Spätestens nach dem Baden ist die nächste Schicht Sonnencreme angesagt. Es heißt zwar auf manchen Verpackungen "wasserfest". Dieser Begriff bedeutet aber nur, dass die Creme bis zu einem gewissen Grad "wasserresistent" ist. Der UV-Schutz geht also auch damit verloren, wenn Sie baden, nur nicht so schnell. Also auch hier ist Nachcremen angesagt.

Übrigens: Das Nachcremen verlängert die Schutzwirkung nicht. Es erhält sie nur.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Schutz für die Haut.

Achten Sie auf den UV-IndexEinklappen / Ausklappen

Blick in den Himmel durch Blumen und UV-Index UV-Index

Sie wollen sich effektiv vor Sonnenbrand und Hautkrebs schützen? Dann sollten Sie den UV-Index im Auge behalten. Das Bundesamt für Strahlenschutz gibt montags, mittwochs und freitags 3-Tages-Prognosen heraus. Über den UV-Newsletter erhalten Sie die Prognosen direkt ins E-Mail-Postfach.

UV-Index – was ist das?

Der UV-Index (UVI) ist ein Maß für die Sonnenbrandwirksamkeit der Sonneneinstrahlung und wird (international einheitlich) in ganzen Zahlen angegeben. Ein UV-Index von 7 in Deutschland ist genauso zu bewerten wie der gleiche Wert in Kenia oder Kanada. Am Äquator beträgt der UV-Index bei unbedecktem Himmel auf Meereshöhe etwa 12.

In Deutschland werden im Sommer durchschnittlich UVI-Werte bis 8 erreicht, in den Hochlagen der süddeutschen Gebirgsregionen sogar noch höhere Werte. Je höher der UV-Index an einem Tag ist, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten.

Aber Achtung, auf dem Wasser und am Strand auf hellen Sandflächen ist die Strahlenbelastung aufgrund der reflektierten UV-Strahlung oft höher, als der UV-Index angibt. Das gilt auch für die Gletscherwanderung, denn auch der Schnee reflektiert die UV-Strahlung.

Wie schütze ich mich?

Der UV-Index UV-IndexDer UV-Index

Bei einem UV-Index von 3 bis 7 ist Schutz erforderlich, ab einem UV-Index von 8 ist Schutz absolut notwendig. Den besten UV-Schutz gewährleistet die Kombination verschiedener Maßnahmen:

  • Starke Sonne meiden
  • Kleidung anziehen
  • Sonnencreme verwenden
  • Augen schützen

Vor allem um die Mittagszeit sollte man Schatten aufsuchen oder – ab einem UVI 8 - im Haus bleiben. Kleidung, Schuhe und Kopfbedeckung sind die einfachsten Möglichkeiten für einen wirkungsvollen UV-Schutz. Grundsätzlich gilt: Je dichter gewebt, desto besser. Alle unbedeckten Hautflächen sollten großzügig und wiederholt mit hohem Lichtschutzfaktor eingecremt werden. Die Augen schützt am besten eine Sonnenbrille, die seitlich eng am Kopf anliegt und deren Gläser UV-Strahlung bis 400 Nanometer (Kennzeichnung "UV 400") ausfiltern.

Mehr dazu erfahren Sie unter UV-Index.

Der Frühling ist da, jetzt auf Sonnenschutz achtenEinklappen / Ausklappen

Kirschblütenzweige Kirschblüte

Der Frühling ist da. Die Natur beginnt wieder üppig zu sprießen. Lange haben wir uns nach der Sonne gesehnt. Nun ist es soweit: Die ersten warmen Sonnenstrahlen locken zu einem ausgedehnten Spaziergang.

Doch Vorsicht, Sonnenschutz ist nicht nur im Sommer ein Thema, das nicht "unter den Nägeln" aber auf der Haut brennt. Gerade im Frühjahr sollten Sie es langsam angehen lassen. Denn in den Wintermonaten ist die Haut der Sonne entwöhnt und muss erst wieder einen gewissen Eigenschutz aufbauen.

Gebräunte Haut bietet keinen Schutz vor Erbgutschäden

So manches Solarium wirbt damit, dass es Zeit sei, die Haut "vorzubräunen", damit man nicht so schnell einen Sonnenbrand bekommt. Klingt gut, ist es aber nicht.

Für den Aufbau des UV-Eigenschutzes der Haut – also Bräunen und Bilden einer Lichtschwiele - ist nicht nur UV-A-Strahlung, sondern in ausreichendem Maß auch UV-B-Strahlung notwendig. Mit Solarien, die in erster Linie UV-A-Strahlung abgeben (insbesondere über 340 nm), ist daher trotz Bräunung keine wesentliche Verminderung der Sonnenbrandempfindlichkeit zu erreichen.

Und: Auch gebräunte Haut bietet keinen Schutz vor Erbgutschäden. Das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, besteht trotzdem.

Unsere Empfehlungen für den Frühling
  • Die Haut langsam an die Sonne gewöhnen.
  • Ab einem UV-Index 3 Sonnenschutzmaßnahmen anwenden, dabei gilt: Je höher der UV-Index und je sonnenbrandempfindlicher die Haut ist, desto eher und konsequenter sind Sonnenschutzmaßnahmen zu ergreifen.
  • Ab einem UV-Index 8 zur Mittagszeit möglichst nicht draußen sein – allerdings wird im Frühjahr dieser hohe UV-Index-Wert in Deutschland nicht erreicht, aber sehr wohl in dem einen oder anderen Urlaubsland.

© Bundesamt für Strahlenschutz